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Zeitungsberichte

Frontal in Wagen gerast: Beide Fahrer leicht verletzt

Bild: Daniel Mack Auf der B10 zwischen Günzburg und Limbach sind am gestrigen Donnerstagmorgen gegen 7.40 Uhr zwei Autos frontal zusammengestoßen. Wie die Polizei mitteilt, war ein 18-jähriger Autofahrer gerade dabei, einen Wagen zu überholen, als ihm das Auto eines ebenfalls 18-Jährigen entgegenkam. Der überholende Fahrer verschätzte sich wohl und gelangte nicht mehr rechtzeitig auf die rechte Fahrspur. Die Autos prallten frontal zusammen und die beiden Fahrer wurden eingeklemmt. Die alarmierten Feuerwehren Günzburg und Leinheim schnitten daraufhin die Jugendlichen mit Hilfe von vier Rettungszylindern, drei Rettungsscheren und zwei Rettungsspreizern aus ihren Wagen heraus. Doch die beiden 18-Jährigen hatten Glück im Unglück und kamen mit leichten Verletzungen davon. Nach Angaben der Polizei konnten sie das Kreiskrankenhaus Günzburg bereits wieder verlassen. Die B10 war zwei Stunden lang in beide Richtungen gesperrt und die Aufräumarbeiten zogen sich noch bis in den Vormittag hinein. one/Bild: Mack

Aus Günzburger Zeitung vom 16. Januar

Neben Propangas-Flaschen brach Feuer aus
19 Menschen erleiden Rauchvergiftungen bei Brand in Ichenhausens Innenstadt – 50 000 Euro Sachschaden

In zwei beheizbaren Zelten versorgten Mitarbeiter des Roten Kreuzes insgesamt 20 Menschen, darunter 4 Kinder. 19 Personen erlitten Rauchvergiftungen, ein Mensch musste ins Krankenhausgebracht werden.Zehn Propangasflaschen und eine Taucherausrüstung holten die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem in Brand geratenen Keller eines Mehrfamilienhauses mit Gaststätten in Ichenhausen. Glücklicherweise hatten die Flammen noch nicht auf die Behälter übergegriffen, meldet die Feuerwehr. Bilder: Dieter MärzVon unserem Redaktionsmitglied
Rebekka Jakob

Ichenhausen
Großeinsatz für Feuerwehr und Rotes Kreuz: Am Freitagabend brach in einem Haus am Ichenhauser Marktplatz Feuer aus. 19 Bewohner und Lokalbesucher erlitten Rauchvergiftungen, einer von ihnen so schwer, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Unter den Verletzten sind nach Auskunft des BRK auch Kinder. An dem Gebäude, in dem sich mehrere Wohnungen und zwei Gaststätten befinden – unter anderem die „Dilldapper-Bühne“ – entstand ein Schaden von rund 50 000 Euro.

Das Feuer war gegen 20.15 Uhr ausgebrochen. „Der Brandherd war in einem Tank- und Lagerraum im Keller des Hauses“, so der Kommandant der Ichenhauser Feuerwehr, Alexander Stempfle. Unter anderem seien dort Gasflaschen gelagert worden, neben denen die Flammen loderten – höchste Alarmbereitschaft für die Feuerwehren also. Aber: „Die Behälter waren leer“, sagte Stempfle gestern gegenüber unserer Zeitung. Rund 100 Feuerwehrleute waren am Freitagabend im Einsatz, um den Brand zu löschen und die Brandstelle abzusperren. Die Ichenhauser Feuerwehr bekam Verstärkung von den Kollegen aus Günzburg, Ichenhausen, Rieden, Hochwang und Oxenbronn, unter anderem waren Atemschutzträger im Einsatz. „Unsere Leute sind alle unverletzt geblieben“, berichtet Stempfle.
Auch Kreisbrandinspektor Gerhard Hillmann war am Freitag vor Ort – er kam direkt von der Generalversammlung seiner Feuerwehr Anhofen. „Als ich ankam, hatten die Feuerwehrkollegen das Feuer bereits gelöscht“, berichtet der Kreisbrandinspektor. In dem Kellerraum sei ein Kunststoff-Öltank zur Hälfte geschmolzen, ein Saugwagen sei später angefordert worden, um das Gemisch aus Öl und Löschwasser abzusaugen. Hillmann: „Die zehn Propangasflaschen und eine Taucherausrüstung mit zwei Flaschen konnten die Feuerwehrleute aus dem Raum bergen.“ Der Einsatz sei nicht ungefährlich gewesen, „auch leere Gasflaschen können noch explodieren, weil sich immer Reste darin befinden“, erklärte der Feuerwehrmann.

Anwohner in Zelten versorgt

„Das Gebäude war zeitweise stark verraucht“, schilderte Hillmann. Die Folge: Das Haus wurde evakuiert, 20 Personen mussten wegen Rauchvergiftungen ambulant behandelt werden, darunter vier Kinder. Ein Mensch wurde mit schwerer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Das Rote Kreuz war mit großem Personal- und Technikaufgebot vor Ort: 42 Einsatzkräfte kamen mit fünf Rettungswagen, zwei Notarztfahrzeugen, einem Krankenwagen, drei Mehrzweck- und zwei Technikfahrzeugen nach Auskunft von Reinhold Attenhauser, Bereichsleiter Organisation/Einsatz beim BRK Günzburg. „Die Versorgung wäre in den Fahrzeugen allein allerdings nicht möglich gewesen, deshalb haben wir zwei beheizte Zelte aufgebaut, um auch drohenden Unterkühlungen entgegenzuwirken.“ Bis nach Mitternacht dauerte laut Attenhauser der Einsatz für die Rot-Kreuz-Helfer, die die Verletzten mit Sauerstoff und Cortison behandelten und die Anwohner versorgten, die nicht in ihre Wohnungen zurück konnten, bis die Räume rauchfrei waren. Die Lech-Elektrizitätswerke sorgten nach Auskunft von Kreisbrandinspektor Hillmann noch in der Nacht dafür, dass die Stromversorgung für das Gebäude wieder sichergestellt werden konnte.

Kripo ermittelt

Warum das Feuer in dem Kellerraum ausbrach, ist bislang unklar. Ichenhausens Kommandant Stempfle wollte gestern nicht über die Brandursache spekulieren. „Die Kripo Neu-Ulm wird am Montag an der Brandstelle ermitteln.“ Zur Klärung der Brandursache werde auch ein Sachverständiger des Landeskriminalamtes München zugezogen. Kreisbrandinspektor Hillmann: „Es war Glück im Unglück, dass der Brand sich früh am Abend ereignete und relativ wenige Gäste in den Lokalen waren.“

Aus Günzburger Zeitung vom 26. Januar

Kripo: Technischer Defekt löste vermutlich Brand aus
Neu-Ulmer Ermittler gestern in Ichenhausen vor Ort

Ichenhausen/Neu-Ulm (rjk).
Das Feuer im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Ichenhauser Innenstadt am Freitagabend wurde vermutlich durch einen technischen Defekt ausgelöst. Zu diesem Ergebnis kamen gestern Ermittler der zuständigen Kriminalpolizei Neu-Ulm und des Landeskriminalamtes. Wie berichtet, hatten 19 Menschen – darunter vier Kinder – Rauchvergiftungen erlitten, als in einem Tank- und Lagerraum des Gebäudes, in dem auch zwei Gaststätten untergebracht sind, ein Brand ausbrach. Ein Betroffener musste im Krankenhaus stationär behandelt werden.

In unmittelbarer Nähe des Brandherdes standen zehn leere Propangasflaschen und eine Taucherausrüstung, die die Feuerwehr aus dem Gebäude bergen konnte. Gestern Mittag sahen sich nun die Ermittler am Ort des Geschehens um, der nach den Löscharbeiten mit Brettern verbarrikadiert worden war. Auch ein Gutachter des Landeskriminalamtes München kam nach Ichenhausen. „Der Kellerraum ist vom Feuer stark zerstört worden“, so ein Sprecher der Kripo Neu-Ulm gegenüber der GZ. Die Hitze hatte unter anderem einen Heizöltank aus Kunststoff zur Hälfte geschmolzen. „Es ist schwierig, da noch irgendetwas zu finden.“
Die Flammen hatten sich nur in dem Lagerraum ausgebreitet, so der Kripo-Sprecher, Ruß und Rauch waren aber auch in andere Räume des Hauses gezogen und hatten Schäden angerichtet. Insgesamt geht die Kripo von einem Sachschaden von rund 50 000 Euro aus. Anhaltspunkte für eine etwaige Brandstiftung haben die Ermittler nicht gefunden. „Wir gehen davon aus, dass es ein technischer Defekt war, der eventuell mit der Stromversorgung zusammenhängt“, hieß es gestern aus Neu-Ulm. Mit der Befragung der Geschädigten, die nun noch anstehe, könne der Fall für die Kriminalpolizei vermutlich abgeschlossen werden.

Aus Günzburger Zeitung vom 26. Januar

Verkehrsunfall
Unfallstelle

Aus Günzburger Zeitung vom 19. Februar

50 000 Euro Schaden bei Brand in Kleinkötz
Der Dachstuhl dieses 70 Jahre alten Wohnhauses in Kleinkötz brannte in der Nacht zum Donnerstag. Bild: Dieter März Kötz (rjk). Der Dachstuhl eines Wohnhauses in Kleinkötz brannte in der Nacht zum Donnerstag gegen Mitternacht. Wie die Polizei mitteilte, entstand bei dem Feuer in dem unbewohnten, etwa 70 Jahre alten Gebäude ein Sachschaden von mindestens 50 000 Euro. Menschen kamen bei dem Brand nicht zu Scahden. Die Ursache für das Feuer ist bislang noch nicht geklärt, meldet die zuständige Kripo Neu-Ulm. Zur Brandbekämpfung waren die Feuerwehren aus Kleinkötz, Großkötz, Günzburg und Ebersbach im Einsatz.

Aus Günzburger Zeitung vom 13. Februar

Einen Tag vor Geburtstag bei Unfall verletzt
71-Jähriger prallt gegen Auto eines 23 Jahre alten Fahrers

Schwer verletzt wurde am Dienstagmorgen zwei Männer bei einem Unfall an der Limbacher Kreuzung, als ein 71-jähriger Autofahrer die Vorfahrt eines 23-jährigen missachtete. Die beiden Fahrer waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr aus den Autowracks befreit werden. Es entstand Sachschaden von rund 30 000 Euro. Bild: Dieter März Burgau-Limbach (rjk).
Mit schweren Verletzungen ist gestern früh ein junger Autofahrer ins Ulmer Bundeswehrkrankenhaus gebracht worden. Nach einem Zusammenstoß auf der B10 bei Limbach mit dem Pkw eines 71-Jährigen, der ihm die Vorfahrt genommen hatte, muss der junge Mann seinen heutigen 23. Geburtstag im Krankenhaus verbringen.

Wie die Burgauer Polizei mitteilt, war der 71 Jahre alte Autofahrer gegen 8 Uhr von Limbach kommend in die Kreuzung eingefahren und hatte dabei offenbar den aus Richtung Günzburg auf der B10 heranfahrenden Wagen des 23-Jährigen übersehen. Auf der Mitte der Kreuzung stieß der Pkw des jüngeren Mannes frontal gegen die Seite des anderen Autos. Die beiden Männer, die alleine in ihren Pkw saßen, wurden in den Fahrzeugen eingeklemmt und mussten mit Hilfe der Rettungsschere befreit werden. Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Burgau, Limbach und Günzburg waren vor Ort.
Der jüngere Autofahrer wurde mit dem Hubschrauber ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm gebracht, über die Schwere seiner Verletzungen konnte die Burgauer Polizei gestern nichts sagen. Nach ersten Aussagen des Notarztes vor Ort habe wohl keine Lebensgefahr bestanden, so ein Polizeisprecher. Der 71-jährige Unfallverursacher erlitt mehrere Brüche und kam zur Behandlung ins Günzburger Kreiskrankenhaus. Die Kreuzung war gestern früh nach Polizeiangaben eine Stunde lang gesperrt.

Aus Günzburger Zeitung vom 18. Februar

Lastwagen kippt auf der A8 um
Fahrer wurde leicht verletzt

Zu schnell war am gestrigen Morgen ein italienischer Sattelzug auf der A8 in Richtung Stuttgart unterwegs. Er kippte bei der Anschlussstelle Günzburg nach links um und verlor Teile seiner Ladung. Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg sowie die Autobahnmeisterei rückten aus, um die Ladung zu sichern und um den Lkw zu bergen. Bild: Dieter März Günzburg (one).
Zeitweise bis zu drei Kilometer Rückstau hat sich gestern Vormittag auf der A8 bei Günzburg in Richtung Stuttgart gebildet, nachdem dort am frühen Morgen ein italienischer Sattelzug umgekippt war und Teile seiner Ladung verlor. Die Fahrbahn Richtung Stuttgart sowie die linke Spur der Gegenfahrbahn mussten gesperrt werden. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

Wie die Autobahnpolizei Günzburg mitteilte, war der Sattelzug aus Italien gestern gegen 6.15 Uhr zu schnell in eine Biegung bei der A8-Anschlussstelle Günzburg eingefahren. Der Lastwagen kippte daraufhin nach links um und verlor seine Ladung. Mehrere der geladenen Holzplatten fielen auch auf die linke Gegenspur in Richtung München. Die Autobahnmeisterei sowie die Freiwillige Feuerwehr Günzburg sicherten die Ladung und bargen den Sattelzug.
Daher musste nach Polizeiangaben die Fahrbahn in Richtung Stuttgart bis 12.45 Uhr komplett gesperrt und der Verkehr über an diese Stelle parallel verlaufende Nebenspur zur Ausfahrt Günzburg umgeleitet werden. Desweiteren war die linke Spur der Gegenfahrbahn aufgrund der verlorenen Ladung zeitweise gesperrt. Der beim Unfall entstandene Sachschaden beträgt insgesamt rund 30000 Euro.

Aus Günzburger Zeitung vom 25. Februar

Verkehrsexperte der Polizei in Unfall verwickelt
Auto prallte gegen Polizei-Kombi – 19-Jähriger schwer verletzt

Auf schneeglatter Fahrbahn kam gestern in Günzburg der Fahrer dieses Wagens ins Schleudern und prallte gegen einen Kleinbus der Polizei. Der 19-Jährige erlitt mittelschwere Verletzungen, der Polizeibeamte am Steuer des Kombi blieb unverletzt. Bild: Dieter März Günzburg (rjk).
So schnell war die Polizei noch nie bei einem Unfall vor Ort: Ein Kombi der Günzburger Polizei war gestern vormittag in einen Unfall verwickelt, der Beamte am Steuer konnte sich gleich um die Aufnahme des Unfallgeschehens kümmern. Ausgerechnet den Verkehrsexperten Stephan Pawlitschko erwischte es, als ein Autofahrer auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über seinen Pkw verlor und gegen den Kombi prallte. Der Polizeibeamte blieb unverletzt, der 19-Jährige Fahrer erlitt mittelschwere Verletzungen.

Pawlitschko war gestern früh wie so oft im Einsatz, um Schulkindern sicher über die Straße zu helfen. „Die Ampel am Pfarrhofplatz war ausgefallen, deswegen regelte unser Kollege gestern früh den Schulweg der Kinder“, so Günzburgs Polizeichef Peter Maier. Der Verkehrsfachmann der Polizei sei danach zur Straßenmeisterei gefahren, um dort die schnelle Reparatur der Ampelanlage zu regeln. Auf dem Weg zurück in die Inspektion passierte dann der Unfall. Pawlitschko fuhr in Richtung B16. „Ein Nissan kam ihm auf der Lochfelbenstraße in der Nähe der Kaserne entgegen. Der Fahrer verlor offenbar auf der glatten Straße die Kontrolle über sein Auto“, schildert Maier den Unfallhergang. Der Wagen des 19-Jährigen prallte mit der Breitseite gegen das Polizeifahrzeug.
Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg und des Rettungsdienstes mussten den Verunglückten aus seinem total zerstörten Fahrzeug befreien. Er erlitt mittelschwere Verletzungen und wurde ins Kreiskrankenhaus Günzburg gebracht. Polizist Pawlitschko blieb unverletzt, „der Unfall hat ihn aber sichtlich mitgenommen“, so Polizeichef Maier. Am Polizeiauto entstand ein Sachschaden von rund 6000 Euro.

Aus Günzburger Zeitung vom 03. März

A8: Bei Lkw-Unfall läuft 30 Liter Diesel aus
Günzburg (alk). Bei einem LKW-Unfall gestern Nachmittag auf der Autobahn sind rund 30 Liter Diesel ausgelaufen. Der Brummi hatte nach Polizeiangaben gegen 16.20 Uhr allein beteiligt kanpp drei Kilometer vor der Ausfahrt Günzburg in Fahrtrichtung Stuttgart die Leitplanke touchiert. Dabei riss sein 800-Liter-Tank auf und zwei Reifen wurden beschädigt. Die Günzburger Feuerwehr dichtete den Tank ab, die Burgauer Wehr sicherte das Stauende bei Unterknöringen ab. Es bildet sich ein vier Kilometer langer Stau, der sich erst nach 18 Uhr auflöste. Schaden: 10000 Euro.

Aus Günzburger Zeitung vom 05. März

Auto überschlägt sich: Familie leicht verletzt
Leipheim (rjk). Mit leichten Verletzungen kamen gestern ein Ehepaar, dessen kleine Tochter und eine Bekannte bei einem Autounfall auf der B10 davon. Die 29-jährige Fahrerin hatte nach Angaben der Polizei aus Unachtsamkeit die Kontrolle über ihren Wagen verloren und kam von der Fahrbahn ab. Der Wagen überschlug sich und blieb zehn Meter vom Straßenrand entfernt auf der Seite liegen. Zunächst war man davon ausgegangen, das die Fahzeuginsassen in dem Pkw eingeklemmt seien. Deshalb wurde neben der Leipheimer Feuerwehr auch die Günzburger Wehr alarmiert, die jedoch noch unterwegs kehrt machen konnte: Die drei Erwachsenen und das Kleinkind konnten das Auto verlassen und erlitten nur leichte Verletzungen, meldet die Polizei. Die Leipheimer Feuerwehr regelte den Verkehr auf der B10, die kurzzeitig einseitig gesperrt werden musste. An dem Auto entstand nach Polizeiangaben Totalschaden von run 10 000 bis 15 000 Euro.

Aus Günzburger Zeitung vom 06. März

Turbulente Nacht für Rettungskräfte
BRK-Mitarbeiter bei Unfall verunglückt – Brand in Offingen

Mit diesem Fahrzeug verunglückte der organisatorische Leiter Rettungsdienst des Roten Kreuzes, Reinhold Attenhauser, am Mittwochabend auf der Fahrt zu einem Brandeinsatz nach Offingen. Bei dem Wagen handelt es sich um den Privat-Pkw des BRK-Mitarbeiters, der mit Sondersignalen ausgerüstet ist. Der Unfall passierte auf der Bundesstraße 16 (Osttangente) auf Höhe der Abzweigung Deffingen/Bubesheim. Bild: Dieter März Von unserem Redaktionsmitglied
Rebekka Jakob

Günzburg/Jettingen-Scheppach
Zwei schwere Unfälle und ein Brand, haben in der Nacht zum Donnerstag Polizei und Rettungskräfte in Atem gehalten. Die Helfer des Roten Kreuzes mussten in Günzburg sogar einem Kollegen helfen – Reinhold Attenhauser, einer von drei organisatorischen Leitern des BRK im Landkreis, prallte im Einsatz mit seinem Wagen gegen einen anderen Pkw. Attenhauser war auf dem Weg zu einem Großbrand. in Offingen. Gleichzeitig mussten die BRK-Helfer zusammen mit Polizei und Feuerwehr auch noch vier Verletzte bei einem Unfall auf der Entlastungsstraße von Jettingen-Scheppach versorgen.

Für die Helfer war es keine ruhige Nacht Um 21.45Uhr stießen auf der Entlastungsstraße zwei Autos bei einem Überholmanöver zusammen. Nahe der Abzweigung nach Goldbach streifte ein 19 Jahre alter Autofahrer das vorausfahrende Auto und kam nach links von der Fahrbahn ab. Sein Fahrzeug überschlug sich, der Mann und sein 21 Jahre alter Beifahrer wurden im Auto eingeklemmt.

Mit der Rettungsschere befreit

Die Feuerwehren aus Jettingen und Burtenbach waren vor Ort, um die beiden Verletzten mit der Rettungsschere zu befreien und die Unfallstelle auszuleuchten. „Der 19 Jahre alte Fahrer erlitt mittelschwere Verletzungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Großhadern geflogen“, so Werner Schedel von der Burgauer Polizei. Der 21-Jährige sei mit ebenfalls mittelschweren Verletzungen ins Günzburger Kreiskrankenhaus gebracht worden. Der Fahrer des anderen Autos wurde leicht verletzt; er und eine 18-Jährige Beifahrerin, die einen Schock erlitten hatte, wurden im Krumbacher Krankenhaus behandelt. Ein dritter Fahrzeuginsasse sei unverletzt geblieben, so der Polizeisprecher. Es entstand ein Schaden von rund 10000 Euro.
Kaum zehn Minuten nach dem Unfall ging bei Polizei und Feuerwehr die Meldung ein: „In Offingen brennt es.“ In einem Kunststoff verarbeitenden Recycling-Betrieb war Feuer ausgebrochen, die Feuerwehren aus Offingen, Burgau, Rettenbach und Schnuttenbach waren vor Ort, um die Flammen zu löschen. Zu diesem Brand wollte BRK-Mann Attenhauser fahren und vorher noch den leitenden Notarzt abholen.

Mit Blaulicht und Martinshorn

Doch dazu kam es nicht: Attenhauser, der in seinem Privaten-Pkw mit Sondersignal (Blaulicht und Martinshorn) unterwegs war, fuhr auf der B16 von Ichenhausen kommend auf die Kreuzung zwischen Deffingen und Denzingen zu – die Ampel zeigte rot, so die Polizei. Gleichzeitig wollte ein aus Deffingen kommender Pkw-Fahrer, die Kreuzung bei Grün überqueren. Das Auto des BRK-Mitarbeiters erfasste den Wagen des 27-Jährigen. Der Fahrer wurde in seinem Wagen eingeklemmt und wurde von der Feuerwehr Günzburg aus dem Wrack befreit. Um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren, sucht die Polizei Günzburg (08221/919-0) noch Zeugen.
„Der Mann erlitt mittelschwere Verletzungen und wurde ins Kreiskrankenhaus Weißenhorn eingeliefert“, so Günzburgs Polizeichef Peter Maier. Die 24 Jahre alte Ehefrau des Fahrers, die mit im Auto saß, erlitt leichtere Verletzungen, und auch Reinhold Attenhauser wurde leicht verletzt. „Er hatte Glück im Unglück“, so Werner Tophofen, Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes Günzburg. Sein Kollege habe allerdings ziemlich, schmerzhafte Prellungen erlitten und wurde gestern noch mal im Krankenhaus untersucht. Tophofen selbst war Mittwochnacht eingesprungen, um sich an der Unfallstelle um den verletzten 27-Jährigen, dessen Frau und um Attenhauser zu kümmern.
„Unser Rettungsdienstleiter übernahm für ihn den Brand in Offingen, der Notarzt wickelte gleichzeitig den Unfall in Jettingen-Scheppach ab“ erklärt Werner Tophofen. Doch der Großbrand wurde zum Glück nicht, zum Großeinsatz für das Rote Kreuz: Lediglich ein Mitarbeiter des Recycling-Betriebs habe sich verletzt, meldet die Kriminalpolizei Neu-Ulm. „Er hat sich im Dunkeln die Nase gestoßen, als durch den Brand der Strom ausfiel so ein Kripo-Sprecher. Über die genauen Umstände und das Ausmaß des Brandes, will die Kripo erst heute Auskunft geben. Gestern waren die Beamten vor Ort, um bei Tageslicht die Brandermittlungen aufzunehmen.

Aus Günzburger Zeitung vom 19. März

Eisenstange schlägt Loch in LKW-Tank
Günzburg (rjk). Rund 60 bis 70 Liter Diesel sind gestern Mittag in Günzburg bei einem Unfall aus dem Tank eines Lastwagens ausgelaufen. Wie die Polizei mitteilte, war der Fahrer an den Vollmer-Seen über eine Eisenstange gefahren. Diese hatte ein Loch in den Tank des Lkw geschlagen. Die Feuerwehr Günzburg war vor Ort, um den ausgelaufenen Treibstoff zu beseitigen.

Aus Günzburger Zeitung vom 19. März

In Recyclingfirma brennt es wieder
Offingen: Vier Feuerwehren in Einsatz

Beim Brand in der Offinger Recyclingfirma Holzwarth waren gestern die Feuerwehren Burgau, Offingen und Gundremmingen im Einsatz. Atemschutzträger räumten ein in Brand geratenes Silo aus, in dem Kunststoffe gelagert waren. Bild: Christina Bleier Von unserem Redaktionsmitglied
Rebekka Jakob

Offingen
Erst gestern war die Kriminalpolizei Neu-Ulm wieder vor Ort, um die Umstände eines Brandes in der Offinger Recyclingfirma Holzwarth von vergangener Woche zu klären – da brannte es schon wieder in dem Unternehmen. Am Nachmittag geriet nach Angaben der Feuerwehr ein Silo in Brand, in dem geschredderte Kunststoffteile gelagert werden. Doch der Brand war diesmal offenbar weit heftiger als jener am vergangenen Mittwoch – vier Feuerwehren mit Atemschutzträgern waren im Einsatz, um Flammen und Rauch in den Griff zu bekommen.

Gegen 14 Uhr war die Offinger Feuerwehr benachrichtigt worden. Ein kleinerer Brand sei in dem Silo zu löschen, hieß es zunächst. Gegen 15.30 Uhr mussten dann jedoch die Löschfahrzeuge der Feuerwehren Burgau und Günzburg und später die Gundremminger Feuerwehr mit weiteren Atemschutzträgern ausrücken, da sich an der Brandstelle dichter Rauch entwickelt hatte. Die Günzburger Wehr brachte ihre Wärmebildkamera zum Einsatz.
Auch Kreisbrandrat Robert Spiller und Kreisbrandinspektor Gerhard Hillmann eilten zur Brandstelle. „Das komplette Silo muss ausgeräumt und der Schwelbrand mit Schaum abgelöscht werden“, erklärte Kreisbrandmeister Spiller die Vorgehensweise der Feuerwehren. „Deshalb haben wir sehr viele Atemschutzträger im Einsatz, um den Kunststoff herauszuräumen. Ohne die Geräte kann man nicht in die Werkshalle, das wäre für unsere Leute einfach zu gefährlich.“ Messungen wurden durchgeführt um zu klären, ob sich bei dem Brand giftige Dämpfe entwickelt hatten. Für die Öffentlichkeit habe jedoch laut Spiller keine Gefahr bestanden. Verletzte gab es nicht, dennoch war nach Angaben der Feuerwehr der Rettungsdienst vor Ort, um eventuelle Verletzungen oder Rauchvergiftungen sofort behandeln zu können.
Wie berichtet war in der Nacht zum Donnerstag ein Feuer in einer Halle des Unternehmens ausgebrochen, das die Feuerwehren Offingen, Burgau, Rettenbach und Schnuttenbach löschten. Ein Mitarbeiter hatte sich dabei verletzt, als er sich nach dem durch den Brand bedingten Stromausfall die Nase gestoßen hatte. Zu der möglichen Ursache des Feuers vom vergangenen Mittwoch wollte die Kriminalpolizei bis gestern nichts sagen, da die Ermittler wegen Terminschwierigkeiten erst gestern gemeinsam mit einem Gutachter zur Brandstelle fahren konnten. Die Kripo war also bereits vor Ort, als der Einsatz begann, auch Beamte der Burgauer Polizei kamen zur Brandstelle.

Aus Günzburger Zeitung vom 24. März

Großbrand verwüstet Autowerkstatt
Vermutlich löste das Feuer ein technischer Defekt aus

Ein Großbrand verwüstet eine Autowerkstatt in der Burgauer Industriestraße. Bild: alfBurgau (alf).
Dichte Rauchwolken standen gestern abend gegen 19 Uhr über Burgau: In einer Auto-Lackiererei in der Industriestraße war ein Feuer ausgebrochen und hatte das Gebäude verwüstet. Die Feuerwehren aus Burgau und allen Nachbarorten rückten aus und hatten den Großbrand schnell im Griff. Menschen wurden nicht verletzt, der Sachschaden geht aber in die Hunderttausende. Die Ursache war nach ersten Einschätzungen von Experten vermutlich ein technischer Defekt. Genaueres müssen aber erst die Brandfahnder der Kripo feststellen.

Die dunkle Rauchsäule war gestern abend Kilometer weit sichtbar. Offenbar waren es gelagerte Lacke und Farbstoffe, die für die starke Rauchentwicklung verantwortlich waren. Ein Großaufgebot der Feuerwehren ist es zu verdanken, dass das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Menschen kamen nicht zu Schaden, die genaue Schadenshöhe konnte gestern abend nur geschätzt werden.

Aus Günzburger Zeitung vom 28. April

Brand in Burgau forderte fünf Leichtverletzte
Lackiererei brannte aus 300 000 Euro Schaden

Ein Brand verwüstete am Dienstagabend eine Autolackiererei in der Burgauer Industriestraße und richtete einen Sachschaden von rund 300 000 Euro an. Bild: Thomas StuhlerBurgau (mit).
Bislang gibt es noch keine neuen Erkenntnisse, darüber, was den Brand am Dienstagabend in einer Burgauer Autolackiererei ausgelöst hat. Wie berichtet, war gegen 18.25 Uhr in der Industriestraße Feuer, ausgebrochen. Der 38-jährige Besitzer der Lackiererei sowie vier weitere Personen im Alter zwischen 19 und 46 Jahren erlitten leichte Rauchvergiftungen und wurden ambulant behandelt.

Die Lackiererei mit Nebenräumen brannte vollständig aus. In dem Gebäude befanden sich neun Autos; die ebenfalls verbrannten. Die Feuerwehren aus Burgau, Günzburg, Großanhausen, Oberknöringen, Unterknöringen Jettingen Scheppach und Offingen waren im Einsatz und konnten eine angrenzende – Ausstellungshalle vor den Flammen retten, so die Polizeidirektion Krumbach.

300 000 Euro Schaden

Die Polizei geht von einem Sachschaden von rund 300 000 Euro aus. Die Kriminalpolizei Neu – Ulm hat, wie in solchen Fällen üblich, die Ermittlungen übernommen.

Aus Günzburger Zeitung vom 29. April


Alarmübung im BKH
Den Artikel finden Sie unter „Themen – Übungen – 2004“ oder durch anklicken der Überschrift.


Brand in Baumschule: 40000 Euro Schaden
71-jährige Frau in Klinik – Ursache noch nicht geklärt

Prophylaktisch wurden 40 Personen - darunter überwiegend Feuerwehrmänner - wegen des Verdachts einer Rauchvergiftung vor Ort behandelt.Eine Leichtverletzte und rund 40000 Euro Sachschaden hat am späten Donnerstagnachmittag ein Brand in einer Baumschule an der B10 bei Limbach gefordert. Bilder: Dieter März Burgau-Limbach (tol).
Eine Leichtverletzte und rund 40000 Euro Sachschaden hat am späten Donnerstagnachmittag ein Brand in einer Baumschule an der B10 bei Limbach gefordert. Aus bislang ungeklärter Ursache war gegen 17.15 Uhr in einer Lagerhalle Feuer ausgebrochen. Vermutet wird ein technischer Defekt. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat die Ermittlungen übernommen.

Das Großaufgebot der Feuerwehr – ausgerückt waren Burgau, Unterknöringen und Limbach, nachalarmiert wurde Günzburg – hatte die Flammen schnell unter Kontrolle. Wegen brennender Styropor- und Plastikteile kam es zu erhöhter Rauchentwicklung, weshalb eine 71-Jährige leicht verletzt wurde: Sie erlitt eine Rauchvergiftung. Die Frau wurde ins Krankenhaus Günzburg gebracht. Prophylaktisch wurden 40 Personen – darunter überwiegend Feuerwehrmänner – wegen des Verdachts einer Rauchvergiftung vor Ort behandelt. Laut Walter Bayer, Kreisbrandmeister des Feuerwehr-Inspektionsbereichs Burgau, der sich ebenfalls untersuchen ließ, eine reine Vorsichtsmaßnahme. Denn trotz der verschiedenen Rauchgase habe niemand über Atembeschwerden geklagt.
Neben den vier Feuerwehren waren das Bayerische Rote Kreuz mit drei Notärzten und 15 Rettungssanitätern sowie der ADAC-Rettungshubschrauber vor Ort. Wie Kreisbrandmeister Helmut Werdich mitteilte, unterstützte auch das Technische Hilfswerk den Einsatz. Wegen der starken Rauchentwicklung bremste das THW den Verkehr auf der A8 ab, um Unfälle zu vermeiden. Die Brandursache ist noch nicht geklärt, die Polizei geht bislang von einem technischen Defekt aus. Durch das Feuer wurde die Halle stark beschädigt. Kreisbrandmeister Bayer: „Das Dach der Halle ist weitgehend zerstört, auch wurden Teile der Konstruktion in Mitleidenschaft gezogen.

Aus Günzburger Zeitung vom 22. Mai

Feuer in Fachklinik: Dramatische Rettung
Ichenhauser Reha-Krankenhaus musste teilweise evakuiert werden – Sieben Leichtverletzte – Kripo: Es war Brandstiftung

Notarzt Dr. Georg Kithil und Chefarzt Peter Bischof (im Bild) kümmerten sich um die verängstigten Patienten, die in andere Stationen oder andere Kliniken verlegt wurden.Mit Drehleitern wurden die Patienten aus den total verqualmten Stationen der Fachklinik in Ichenhausen in Sicherheit gebracht. Bilder: Ernst Mayer Ichenhausen (alf).
Der Aufmerksamkeit einer zufällig vorbeikommenden Krankenschwester ist es wohl zu verdanken, dass der Brand in einer Reha- Fachklinik in Ichenhausen (Kreis Günzburg) in der Nacht zum Montag relativ glimpflich ausging. Sieben Personen wurden leicht verletzt, 120 meist bettlägrige Patienten mussten evakuiert und in umliegende Krankenhäuser verlegt werden. Feuerwehr und Rotes Kreuz waren mit mehr als 400 Rettern im Einsatz. Gestern Nachmittag erhärtete sich der Verdacht, dass das Feuer absichtlich gelegt worden ist.

Um 23.24 Uhr entdeckte die Krankenschwester auf dem Flur im 1. Stock des Hauses 3 der Ichenhauser Fachklinik das Feuer und alarmierte Feuerwehr und Rotes Kreuz, die mit einem Großaufgebot zur Unglücksstelle ausrückten. Zwar konnten die Retter den Brand innerhalb kurzer Zeit löschen, die starke Qualm- und Rußentwicklung machte es aber nötig, dass drei komplette Krankenstationen evakuiert werden mussten.
Rund 90 meist bettlägrige Patienten wurden in Krankenhäuser in der Region verlegt, der Rest der knapp 120 Personen aus den drei Stockwerken des Gebäudes wurde auf die übrigen Krankenstationen der Fachklinik verlegt. Die rund 400 Rettungskräfte aus dem Landkreis Günzburg und dem benachbarten Kreis Neu-Ulm waren bis 8 Uhr morgens damit beschäftigt, die Evakuierung zu organisieren. Am Unglücksort standen unter anderem ein Großraum-Rettungswagen der Ulmer Polizei sowie drei Intensiv-Transporthubschrauber zur Verfügung, deren Einsatz jedoch nicht nötig war.

Zwei Stationen total verrußt

Dem schnellen Eingreifen der Retter und dem reibungslosen Zusammenwirken ist es zu verdanken, dass der Großeinsatz relativ glimpflich abging. Der Sachschaden im Haus 3 der Fachklinik wird von der Klinikleitung auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Zumindest der 3. Stock soll schon in wenigen Tagen wieder benutzt werden können, die beiden anderen Stockwerke sind aber so stark beschädigt, dass sie komplett saniert werden müssen.
Nachdem das Feuer in einem Abfallbehälter auf dem Gang ausgebrochen ist und blitzschnell um sich griff, lag bei den Ermittlern der Neu-Ulmer Kripo schnell der Verdacht nahe, dass es sich um Brandstiftung gehandelt haben könnte. Anhand der vorgefundenen Spuren ist es nach Angaben eines Kripo-Sprechers „sehr wahrscheinlich“, dass das Feuer in einem Abfallbehälter absichtlich gelegt worden ist. An dieser Stelle befinden sich Sammelbehälter für Abfall, Glas und Altpapier. Nach Aussagen eines Kripo-Sprechers sei derzeit nicht davon auszugehen, dass etwa eine unachtsam weggeworfene Zigarettenkippe oder Ähnliches das Feuer ausgelöst haben könnte. Konkrete Hinweise auf mögliche Täter gibt es laut Polizei bislang noch nicht.
Die betroffenen Stationen werden nachts nicht permanent von Personal überwacht. Entsprechend erleichtert war die Klinikleitung, dass die zufällig vorbeikommende Krankenschwester das Feuer gerade noch rechtzeitig entdeckte und die Feuerwehr alarmieren konnte.

Aus Günzburger Zeitung vom 25. Mai

Feuer in der Reha-Klinik in Ichenhausen
Kripo: Es war vorsätzliche Brandstiftung

Großeinsatz von Feuerwehr und BRK-Rettungskräften
In der Nacht zum  Montag sorgte ein  Großaufgebot aus  Feuerwehr- und  BRK-Rettern dafür,  dass knapp 120 Patienten  der Ichenhauser  Reha-Fachklinik  in Sicherheit gebracht  wurden. Im  Haus 3 der Klinik war  im 1. Stock eine Feuer  ausgebrochen, das  blitzschnell um sich  gegriffen hatte.  Durch die starke  Qualm- und Rußbildung  wurden alle  drei Stockwerke so  sehr in Mitleidenschaft  gezogen, dass  mehrere hunderttausend  Euro Sachschaden  entstanden.  Die Polizei geht derzeit  von vorsätzlicher  Brandstiftung aus.  Bild: Ernst Mayer  Von unserem Redaktionsmitglied
Alf Geiger

Ichenhausen
Sieben Verletzte, mehrere hunderttausend Euro Sachschaden, 120 evakuierte Patienten, ein Großaufgebot an Rettungskräften: Der Brand in der Ichenhauser Reha-Fachklinik in der Nacht zum Montag löste eine der größten Rettungsaktionen in der Region aus. Dem schnellen und hervorragend organisierten Einsatz von Feuerwehr und Rotem Kreuz ist es zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passierte. Gestern Nachmittag verdichteten sich die Anzeichen, dass das Feuer absichtlich gelegt worden ist: „Ja, es ist nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen davon auszugehen, dass das Feuer auf vorsätzliche Brandstiftung zurückzuführen ist“, so Polizeisprecher Armin Mayer.

Ein solches Großaufgebot an Rettungskräften und Einsatzfahrzeugen hat die Stadt Ichenhausen noch nie gesehen: 250 Feuerwehr- Kräfte mit 38 Fahrzeugen der Feuerwehren aus Ichenhausen mit allen Stadtteilen, Günzburg, Burgau, Krumbach und Ettenbeuren rasten sofort los, als exakt um 23.24 Uhr die Alarmmeldung auflief. Die Einsatzleitung übernahm Kreisbrandinspektor Hubert Krimbacher aus Ettenbeuren, der als einer der ersten am Unglücksort eintraf. Später wurde er unter anderem von Kreisbrandrat Robert Spiller (Burgau) und Kreisbrandinspektor Gerhard Hillmann (Anhofen) unterstützt.
Das Bayerische Rote Kreuz war zusätzlich mit 140 Rettungskräften und 14 Notfall-Medizinern vor Ort, um für die medizinische Betreuung und die Evakuierung der Patienten zu sorgen. 46 BRK-Fahrzeuge wurden eingesetzt, zum Glück wurden die drei ebenfalls alarmierten Intensiv-Rettungshubschrauber nur vorsichtshalber herbei gerufen. Beim BRK gab Reinhold Attenhauser als Bereichsleiter-Einsatz die Kommandos. Alle Beteiligten waren sich am Ende einig, dass die Zusammenarbeit aller Rettungskräfte reibungslos funktioniert hatte und so Schlimmeres verhindert werden konnte. Landrat Hubert Hafner eilte ebenso zur Unglücksstelle wie Ichenhausens Bürgermeister Hans Klement.

Zusammenarbeit der Retter klappte

Schon um 23.50 Uhr hatte die Feuerwehr das Feuer gelöscht, das offenbar in einem auf dem Gang abgestellten Abfallbehälter ausgebrochen war. Zunächst war nicht klar, welche Bereiche der drei betroffenen Krankenstationen für orthopädische Reha-Patienten sowie neurologisch- geriatrische Patienten geräumt werden müssen. Das Feuer hatte offenbar blitzschnell um sich gegriffen und hatte Kunststoffteile, Türfüllungen und Bodenbeläge in Brand gesteckt. Angesichts der starken Qualm- und Rußbildung entschlossen sich die Retter in Absprache mit der Klinikleitung, alle drei Stockwerke des Hauses 3 zu evakuieren: Sieben Personen erlitten leichte Verletzungen, vor allem Rauchvergiftungen und Herz-Kreislaufprobleme. 83 Patienten wurden in umliegende Krankenhäuser nach Günzburg, Krumbach, Weißenhorn, Neu-Ulm, Augsburg, Ulm und Langenau verlegt. Für die Angehörigen wurde unter der Telefonnummer (08223) 99-0 eine Info-Hotline eingerichtet, wo sie den Aufenthalt erfragen konnten. 29 Patienten konnten auf die übrigen Stationen der Fachklinik aufgeteilt werden. Gestern hatten die Mitarbeiter der Klinik alle Hände voll zu tun, die Wertsachen der Patienten zu sichern und zu ordnen.

Noch keine konkreten Hinweise auf Brandstifter

Der kaufmännische Direktor der Fachklinik, Karl Anwander, schätzt den Schaden auf „mehrere hunderttausend Euro“. Anwander hofft, dass zumindest der 3. Stock im Haus 3 schon zum Ende der Woche wieder benutzt werden kann. Wie aufwändig die Sanierung des 2. Stocks ist, konnte er gestern noch nicht absehen. Fest steht aber, dass zumindest der komplette 1. Stock von Grund auf saniert werden muss. Wie hoch dadurch der finanzielle Verlust für die Klinik ist, wird derzeit von den Versicherungen abgeklärt. Wie lange die Renovierung dauern wird, war gestern noch völlig offen. Offenbar hatten die Patienten noch Glück im Unglück: Eine zufällig vorbeikommende Krankenschwester hatte das Feuer entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Normalerweise ist das Haus 3 laut Anwander nachts nicht permanent von Personal überwacht, die Patienten können sich in den Nachtstunden telefonisch mit dem Klinikpersonal in Verbindung setzen. Anwander war gestern voll des Lobes über den persönlichen Einsatz seiner Mitarbeiter und vor allem der vielen Rettungskräfte. Zunächst hieß es, dass ein technischer Defekt oder eine Selbstentzündung der im Wäschecontainer gelagerten Schmutzwäsche das Feuer ausgelöst haben könnte. Gestern Nachmittag erhärtete sich jedoch angesichts der am Tatort vorgefundenen Spuren, dass das Feuer absichtlich gelegt worden ist. An dieser Stelle befinden sich Sammelbehälter für Abfall, Glas und Altpapier. Laut Polizei gibt es noch „keine konkreten Hinweise“ auf den Brandstifter.

Aus Günzburger Zeitung vom 25. Mai

„Wer zündet denn absichtlich Klinik an?“
Rätselraten über Ursache und mögliches Motiv

Mit Drehleitern wurden die Patienten aus  dem 1. Stock der Ichenhauser Reha-Fachklinik  gerettet.Auch drei Intensiv-Rettungshubschrauber wurden vorsorglich alarmiert. Sie wurden  aber zum Glück nicht gebraucht. Ichenhausen (alf).
Einem glücklichen Zufall und dem Können der Rettungskräfte ist es zu verdanken, dass sich das Feuer in der Reha-Fachklinik in Ichenhausen nicht zu einer Katastrophe ausweiten konnte. Eine zufällig vorbeikommende Krankenschwester hatte das Feuer entdeckt und die Retter alarmiert, die mit einem Großaufgebot für die Sicherheit der Patienten sorgten. Gestern Nachmittag dann der Schock: Die Kripo geht davon aus, dass das Feuer absichtlich gelegt worden ist. Wer zu so einer Tat fähig ist und warum – diese Fragen beschäftigen nicht nur die Fahnder der Kripo.

Ein Sprecher der Neu-Ulmer Kripo ließ gestern gegenüber unserer Zeitung durchblicken, dass es eher unwahrscheinlich sei, dass der Brand aus Unachtsamkeit oder Leichtsinn ausgelöst worden ist. Anhand der vorgefundenen Spuren gehen die Ermittler von „vorsätzlicher Brandstiftung“ aus. Aber: „Wer zündet denn absichtlich eine Klinik an. Und warum?“ Diese Fragen will die Kripo jetzt beantworten. Hinweise auf einen mutmaßlichen Täter gab es aber zunächst nicht. Oder doch? „Es gibt derzeit noch keine konkreten Hinweise“, so der Kriposprecher vorsichtig.
Ein solches Großaufgebot an Einsatzkräften hat die Stadt Ichenhausen noch nicht gesehen: Rund  400 Retter von Polizei, Feuerwehren und BRK sorgten dafür, dass der Brand schnell unter Kontrolle  war und die Patienten in Sicherheit gebracht werden konnten.Bei der Lagebesprechung: Die Leitenden Notärzte Dr. Georg Kafka, Dr. Henning Propp und Organisatorischer  Leiter Reinhold Attenhauser (von links). Bilder: Ernst Mayer In der Nacht hatten rund 400 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehren und BRK dafür gesorgt, dass rund 120 Patienten in den drei Etagen des Hauses 3 der Reha-Fachklinik rechtzeitig in Sicherheit gebracht wurden. Teilweise mussten die völlig verängstigten Patienten mit der Drehleiter gerettet werden, nachdem sie sich auf die Balkone ihrer Krankenzimmer geflüchtet hatten.

Sieben Verletzte
Sieben Personen erlitten leichte Verletzungen, Rauchvergiftungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden. Sechs davon wurden auch gestern noch stationär behandelt. 83 meist bettlägrige oder schwer pflegebedürftige Patienten wurden in umliegende Krankenhäuser verlegt, der Rest wurde auf die übrigen Stationen der Rehaklinik verteilt.
Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt, so der kaufmännische Klinikdirektor Karl Anwander. Zumindest der 1. Stock im Haus 3, in dem Feuer, Qualm und Ruß den größten Schaden angerichtet haben, muss von Grund auf renoviert werden. In der Nacht zum Montag verfolgten zahlreiche Ichenhauser Bürger die Rettungsarbeiten.
Aus Angst hatten sich einige Patienten auf die Balkone ihrer Krankenzimmer geflüchtet und wurden dort von den Feuerwehren in Sicherheit gebracht.
Aus Günzburger Zeitung vom 25. Mai

Beruhigende Worte helfen gegen die Angst
Mit viel Einfühlungsvermögen und Geschick sorgen die Freiwilligen dafür, dass der Rettungseinsatz reibungslos ablaufen kann

Sieben Personen erlitten leichtere Verletzungen und wurden mit Rauchgasvergiftungen oder  Herz-Kreislauf-Beschwerden stationär behandelt.Zur Erstversorgung der meist bettlägrigen oder schwer pflegebedürftigen Patienten  hatte das Rote Kreuz ein Zelt aufgebaut. Dort wurde dann entschieden, in welches der  umliegenden Krankenhäuser die Patienten verlegt werden.  Gestern wurden die Angehörigen über den Aufenthaltsort unterrichtet. Ichenhausen (alf).
Die Augen der alten Frau sind starr und blicken ins Leere. „Was ist denn? Was ist denn passiert?“, sagt sie immer wieder leise vor sich hin. Die Seniorin sitzt in einem Rollstuhl und wurde vor wenigen Minuten von der Feuerwehr mit der Drehleiter aus ihrem Zimmer im 2. Stock der Ichenhauser Fachklinik gerettet. Sie hält mit ihren Händen ihren Kulturbeutel fest umklammert, als wolle sie sich daran festhalten. Beruhigend nimmt sie eine junge Frau in den Arm, tröstet sie. Dass die Retterin eine Uniform des Roten Kreuzes trägt, nimmt die Patientin gar nicht war. Sie ist offensichtlich dankbar für die ehrliche Anteilnahme.

Es ist eine gespenstische Szenerie: Lichtblitze zucken, Blaulicht, Männer in schweren Stiefeln rennen hin und her und rufen sich Kommandos zu. Die Fahrzeuge der Feuerwehren, des Bayerischen Roten Kreuzes und anderer Rettungsorganisationen werden von der Einsatzleitung an ihre Positionen geschickt.
Es stinkt nach Qualm, immer wieder werden meist ältere Patienten in Rollstühlen zu den eilig aufgebauten Zelten des BRK gebracht, wo sie geradezu liebevoll umsorgt und medizinisch durchgecheckt werden. Es herrscht zwar Hektik und Stress am Einsatzort – doch irgendwie spürt man, dass die Retter von Polizei, Feuerwehr und BRK die Situation fest im Griff haben. Alles klappt wie am Schnürchen, offenbar weiß auch jeder der rund 400 Retter, was er zu tun hat und wo er gerade gebraucht wird.
Für Reinhold Attenhauser, Bereichsleiter Einsatz des Roten Kreuzes, ist der Einsatz in der Nacht zum Montag auch der Beweis, wie gut es ist, solche Großeinsätze immer wieder zu üben. Gerade erst vor wenigen Tagen hatten die Retter beim Günzburger BKH einen solchen Großeinsatz geübt (GZ berichtete), und daraus natürlich auch die – offensichtlich richtigen – Lehren gezogen.
Der Einsatz, die Koordination von hunderten Rettungskräften – das ist die eine Seite einer solchen Beinahe-Katastrophe. Jeder Handgriff muss sitzen, damit keine Menschen in Gefahr kommen.

Jenseits der Statistik

Doch es gibt darüber hinaus noch etwas, das in keiner Großübung einstudiert werden kann: Die Wärme und die aufrichtige Anteilnahme, die von den in aller Regel freiwilligen Rettern den Betroffenen und Geretteten entgegen gebracht wird. Das am Ende „nur“ sieben Menschen mit Rauchvergiftungen und Herz-Kreislauf-Problemen in der amtlichen „Verletzten-Statistik“ auftauchen, ist vor allem auch das Verdienst der ehrenamtlich tätigen Retterinnen und Retter.
Die ältere Frau wird gegen 3 Uhr dann in ein Krankenhaus nach Ulm verlegt. Noch immer hat sie ihren Kulturbeutel fest umklammert. Als sie in den Großraum-Rettungswagen der Ulmer Feuerwehr geschoben wird, nimmt sie kurz die Hand der jungen Frau, drückt sie und blickt der Sanitäterin dankbar in die Augen. Eine kleine Szene am Rande einer turbulenten Nacht. So selbstverständlich. Und doch so viel sagend.

Aus Günzburger Zeitung vom 25. Mai

Kommentiert
Danke!

Von Alf Geiger

Es ist mitten in der Nacht. Doch innerhalb weniger Minuten sind hunderte von Rettern aus der ganzen Umgebung vor Ort. Feuer im Ichenhauser Krankenhaus, der Fachklinik für Physikalische Medizin und Medizinische Rehabilitation. Ein Brand in einem Krankenhaus stellt für die Rettungskräfte in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung dar: Sehr viele Menschen sind hier unter einem Dach, zudem sind viele der Betroffenen bettlägrig, gehbehindert oder angesichts ihres Alters nicht mehr in der Lage, sich selbst zu helfen. Alles muss schnell gehen, reibungslos funktionieren. Wer jetzt einen Fehler macht, setzt Menschenleben aufs Spiel. Und es geht alles schnell, alles funktioniert in der Nacht zum Montag reibungslos. Die Retter haben bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen. Ruhig, kompetent, abgeklärt.
Oft werden Feuerwehrfrauen und -männer, Rot-Kreuz-Ehrenamtliche und Freiwillige anderer Rettungsorganisationen in der Öffentlichkeit gelobt. Oft klingt das dann wie Lob- Hudelei, wie schöne Sonntagsreden für Menschen, die sich eben ein schönes Hobby gesucht haben. Und wenn wieder einmal ein funkelnagelneues Rettungsfahrzeug seiner Bestimmung übergeben wird gibt es auch Stimmen, die diesen „Luxus“ – finanziert aus Steuergeldern – für überflüssig oder übertrieben halten.
Wer aber selbst „live“ dabei ist bei einem Einsatz wie dem in der Nacht zum Montag in Ichenhausen, der weiß, wie unverzichtbar und unbezahlbar das Engagement der Freiwilligen und hauptberuflichen Retter ist. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass es im Ernstfall Menschen gibt, die ihre eigene Gesundheit und manchmal sogar ihr Leben für die Gesundheit und das Leben anderer riskieren. Es fällt in solchen Situationen ganz leicht, dies entsprechend zu würdigen: Danke, dass ihr den Kopf für uns alle hinhaltet!

Aus Günzburger Zeitung vom 25. Mai

Klinik-Brand: Keine heiße Spur
An zwei Stellen Feuer gelegt

Ichenhausen (alf).
Trotz intensiver Ermittlungen und eingehender Verhöre tappt die Kripo Neu-Ulm noch immer im Dunkeln und hat keinen konkreten Verdacht, wer den Brand in einer Reha-Fachklinik in Ichenhausen (Kreis Günzburg) in der Nacht zum Montag gelegt hat. Fest steht lediglich: Der Brandstifter hat an zwei Stellen nacheinander absichtlich Altpapier und Abfälle angezündet.

Die Suche nach einem Tatverdächtigen gestaltet sich für die Fahnder erwartungsgemäß schwierig: Die Eingangstür der Reha-Fachklinik wird nachts nicht permanent überwacht, viele Patienten haben einen Schlüssel und auch Angehörige und das Klinik-Personal müssen automatisch zum Kreis der potenziellen Verdächtigen gezählt werden. Gestern wurden zahlreiche Personen verhört und Polizeisprecher Armin Mayer ist optimistisch, dass die Zahl möglicher Verdächtiger auf „eine Handvoll“ eingegrenzt werden kann.
Stutzig macht die Fahnder, dass an zwei verschiedenen Stellen auf dem Gang des 1. Stocks im Haus 3 der Fachklinik absichtlich Feuer gelegt worden ist. Noch hat sich aber kein Zeuge gemeldet, der etwas Verdächtiges beobachtet oder jemanden gesehen hat, der sich zur Tatzeit gegen halb zwölf aus dem Staub gemacht hat. In Ichenhausen und unter den Mitarbeitern kocht jetzt die Gerüchteküche: Ein „Racheakt“ eines geschassten Mitarbeiters wird ebenso wenig ausgeschlossen wie die Wahnsinnstat eines Verrückten. Bei dem Brand entstanden mehrere hunderttausend Euro Schaden, 120 Patienten wurden evakuiert. 400 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Aus Günzburger Zeitung vom 26. Mai

Klinik-Brand in Ichenhausen: Keine heiße Spur
Kripo ermittelt fieberhaft – Fest steht: Es wurde an zwei Stellen nacheinander Feuer gelegt

Kein Zweifel besteht mehr daran, dass das Feuer in der Ichenhauser Reha-Klinik absichtlich gelegt worden ist. Bild: arc Ichenhausen (alf).
Noch gibt es keine „heiße Spur“, die zur Aufklärung der Brandstiftung in der Ichenhauser Reha-Fachklinik führen könnte. Polizeisprecher Armin Mayer ist überzeugt, den Kreis möglicher Tatverdächtiger schon bald auf eine Handvoll Personen eingrenzen zu können. Mindestens genauso schwierig ist die Suche nach einem möglichen Motiv für die Brandstiftung und entprechend kocht jetzt die Gerüchteküche: Ein „Racheakt“ eines enttäuschten Mitarbeiters kann ebenso wenig ausgeschlossen werden wie die Tat eines Spinners.

Fahrlässigkeit als Brandursache scheidet aber aus, so Kommissariatsleiter Xaver Geiger von der Neu-Ulmer Kripo: „An zwei verschiedenen Orten wurde nacheinander Feuer gelegt. Das ist bestimmt kein Zufall.“
Die Brandfahnder haben alle Hände voll zu tun und ermitteln fieberhaft in alle Richtungen. Das größte Problem: Die Zahl der möglichen Verdächtigen ist groß, schließlich können die Ermittler derzeit kaum jemand als potentiellen Brandstifter ausschließen. Bis gestern wurden zahlreiche Personen verhört, die sich zur fraglichen Zeit in der Nacht zum Montag im Haus 3 der Ichenhauser Reha-Fachklinik aufgehalten haben oder die zumindest dort gewesen sein könnten.
Im Visier der Fahnder ist also auch das Personal der Klinik, alle Patienten die sich in den drei Krankenstationen der orthopädischen Reha-Abteilung und in der Station für neurologische und geriatrische Patienten aufgehalten haben. Viele der Patienten haben einen Schlüssel für ihr Krankenzimmer und den Haupteingang. Es wäre also auch denkbar, dass sich ein Angehöriger ohne das Wissen eines Patienten den Schlüssel genommen hat, um später unbemerkt ins Krankenhaus zu kommen und das Feuer zu legen. Zudem, so Xaver Geiger von der Neu-Ulmer Kripo, werde der Haupteingang nicht permanent überwacht. Dadurch wird der Personenkreis relativ groß, der für die Brandstiftung in Frage kommen könnte.

Mögliches Motiv gesucht

Mindestens genauso schwierig und zeitaufwändig ist die Frage nach einem möglichen Motiv für die Tat, bei der mehrere hunderttausend Euro Sachschaden entstanden sind. Wie berichtet, wurden rund 120 Patienten aus dem dreistöckigen Haus von den Rettungskräften evakuiert und in Sicherheit gebracht. Knapp 90 meist bettlägrige Patienten wurden noch in der Nacht zum Montag in Krankenhäuser in der Umgebung verlegt. Sieben Personen erlitten leichte Verletzungen, die meisten Rauchvergiftungen oder Herz-Kreislauf-Probleme. Rund 400 Rettungskräfte waren im Einsatz.
Kein Zweifel besteht inzwischen mehr daran, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. An zwei verschiedenen Stellen wurde nacheinander Feuer gelegt, so Brand-Kommissar Xaver Geiger. Aufgrund der eindeutigen Spuren geht die Polizei davon aus, dass der Täter abgelegtes Altpapier angezündet und sich dann aus dem Staub gemacht hat. Stutzig macht die Ermittler jedoch, dass sich bislang kein Zeuge gemeldet hat, der verdächtige Personen beobachtet oder jemanden wegrennen gesehen hat.
Das Feuer konnte zwar schnell gelöscht werden, die Qualm und Rauchentwicklung war aber so start, dass alle drei Stockwerke des Hauses erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Mindestens der 1. Stock muss von Grund auf saniert werden.

Aus Günzburger Zeitung vom 26. Mai

Brand in Reha: Die Kripo tappt weiter im Dunkeln
Die Vernehmungen bringen die Ermittler nicht weiter – Die Reha-Klinik kehrt langsam zur Normalität zurück

Ichenhausen (alf).
Die Kripo kommt bei der Suche nach dem Brandstifter in der Ichenhauser Reha-Fachklinik einfach nicht weiter: Inzwischen sind die Verhöre abgeschlossen – neue Erkenntnisse hat das den Ermittlern aber auch nicht gebracht. Unterdessen laufen die Aufräumarbeiten in den beiden am schlimmsten betroffenen Stationen im Haus 3 der Reha-Klinik auf Hochtouren. Schon heute soll die geriatrische Abteilung im 3. Stock wieder benutzbar sein. Der Sachschaden, der durch das Feuer in der Nacht zum Montag entstanden ist, wird von der Kripo inzwischen auf rund 800000 Euro geschätzt.

„Wir haben keine neuen Erkenntnisse. Leider“, stöhnt Kommissariatsleiter Xaver Geiger von der Neu-Ulmer Kripo. Er und seine Kollegen haben in den vergangenen Tagen alles daran gesetzt, verwertbare Spuren zu finden, die sie auf die Spur des unbekannten Brandstifters führen könnten – bislang jedoch vergeblich. Da das Feuer an zwei verschiedenen Stellen gelegt wurde, kommt eine andere Ursache als Brandstiftung nicht in Betracht.
Nachdem am Tatort ebenso wenig die erhoffte „heiße Spur“ gefunden werden konnte, konzentrierten sich die Fahnder auf die Vernehmung aller möglicher Verdächtiger. Vom Klinik-Personal über Patienten und Angehörige komme praktisch jeder in Betracht, der zu dem unbewachten Gebäude Zugang hat. Ergebnis: Null
Auch der Kaufmännische Direktor der Reha-Klinik, Karl Anwander, hat nur noch wenig Hoffnung, dass sich noch ein entscheidender Hinweis finden lässt. Er und die rund 420 Mitarbeiter haben derzeit ohnehin andere Sorgen: Mit vereinten Kräften sorgt das Klinik-Personal dafür, dass das Krankenhaus langsam aber sicher wieder zur Normalität zurück kehren kann. Schon heute wird die geriatrisch-neurologische Station im 3. Stoch wieder in Betrieb genommen und die vor dem Brand dort untergebrachten Patienten werden aus den umliegenden Krankenhäusern zurück verlegt, nächste Woche wird wohl auch die orthopädische Station im 2. Stock wieder benutzbar sein. Der stark verrußte 1.. Stock kann jedoch frühestens wieder in einigen Wochen in den Klinik-Alltag integriert werden, so Anwander.
Gestern nachmittag informierte die Klinik-Leitung die Mitarbeiter über den aktuellen Stand. Anwander machte dabei und auch später auch gegenüber der GZ deutlich, wie stolz er auf das außergewöhnliche Engagement und die Flexibilität seiner Mitarbeiter ist. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei bestens und gerade die jüngsten Ereignisse hätten beweisen, wie gut die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt sei. Anwander legt auch Wert auf die Feststellung, dass das Feuer zwar von einer zufällig vorbeikommenden Krankenschwester entdeckt wurde, gleichzeitig aber auch ein auf dem Gang angebrachter Rauchmelder die Alarmierung ausgelöst habe.
Innerhalb kürzester Zeit wurden vom Nachtportier die in einem eigens ausgearbeiteten Notfall-Plan fest gelegten Alarmierungen durchgeführt, sodass die Feuerwehr den Brand binnen weniger Minuten löschen konnte.
Der Schaden wird von den Versicherungen bezahlt. Wie hoch der Gesamtschaden auch durch den finanziellen Ausfall letztlich ist, kann Anwander noch nicht abschätzen.

Aus Günzburger Zeitung vom 27. Mai


Umweltsünder „entsorgt“ Altöl
Stadtbachufer verschmutzt

Günzburg (sev).
Mit einem schwarzen Ölfilm war das Ufer des Stadtbachs im Bereich „Am Weiher“ in Günzburg bedeckt. Die Polizei geht davon aus, dass ein Unbekannter eine nicht unerhebliche Menge Altöl dort „entsorgt“ hatte.

Der Umweltsünder hatte am Freitag das Öl im Uferbereich des Baches ausgekippt, es lief dann zum Teil in den Stadtbach, der im weiteren Verlauf unterirdisch über die Günz in die Donau mündet. Dort wurden jedoch, laut Polizeibericht, keine weiteren Ölablagerungen festgestellt.
Zum Abbinden des Öls war die Feuerwehr Günzburg vor Ort. Das Landratsamt Günzburg und das Wasserwirtschaftsamt Krumbach wurden ebenfalls verständigt.
Teile des verschmutzten Erdreichs hatten Mitarbeiter des Günzburger Bauhofes abgetragen und sachgerecht entsorgt. Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizeiinspektion Günzburg unter der Rufnummer (08221) 9190.

Aus Günzburger Zeitung vom 07. Juni

TV-Programm zu spannend? 27-Jähriger vergisst Suppe

Bild: Dieter März Am Samstagabend stellte sich ein 27-jähriger Hausbewohner in der Augsburger Straße in Günzburg noch eine Suppe in seiner Küche auf den Herd. Dann setzte er sich vor den Fernseher. Das Fernsehprogramm war laut Polizei offenbar so spannend, dass er nicht mehr an die kochende Suppe dachte. Erst durch den Brandgeruch aus der Küche wurden die Bewohner wieder auf die Mahlzeit aufmerksam. In der Küche hatte sich bereits ein Brand entwickelt, der von der Günzburger Feuerwehr abgelöscht werden musste. Es entstand ein Brandschaden von gut 2000 Euro.
Bild: Dieter März

Aus Günzburger Zeitung vom 05. Juli

Herzanfall: Feuerwehr birgt Lkw-Fahrer

Günzburg-Deffingen (alk).
Ein internistischer Notfall hat gestern Früh in Günzburg für eine größeren Rettungseinsatz gesorgt. Kurz nach 9 Uhr war ein Mann am Autorasthof in Deffingen (Stadt Günzburg) am Steuer seines Lkw bewusstlos zusammengebrochen. Vermutlich, so Polizeichef Peter Maier, hatte er einen Herzanfall erlitten. Notarzt und Rettungsdienst konnten den Patienten, der total verkrampfte, nicht aus seinem Führerhaus bergen. Das übernahmen dann die Helfer der Freiwilligen Feuerwehren Günzburg und Deffingen mit Hilfe einer Rettungsbühne, die neben dem Brummi aufgebaut wurde. Der Fahrer wurde anschließend ins Kreiskrankenhaus Günzburg gebracht. Wie Feuerwehr-Sprecher Helmut Werdich mitteilte, war die erste Alarmmeldung noch unklar: Darin hieß es, dass am Autorasthof ein Unfall mit einem Lkw passiert sei. Deshalb seien auch beide Feuerwehren alarmiert worden.

Aus Günzburger Zeitung vom 09. Juli

Fahrer nach Unfall im Auto eingeklemmt
36-Jähriger schwer verletzt

Burgau/Günzburg (rjk).
Nach einem spektakulären Unfall auf der A8 musste ein 36-Jähriger aus dem nördlichen Landkreis mit schweren Verletzungen in Kreiskrankenhaus Günzburg gebracht werden. Wie die Autobahnpolizei mitteilt, ist die Ursache für den Unfall am frühen Dienstagmorgen noch nicht geklärt – es könnte jedoch Alkohol im Spiel gewesen sein.

Gegen 4.20 Uhr war der Mann etwa vier Kilometer vor der Anschlusstelle Burgau zunächst nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und schlittert anschließend etwa 50 Meter an der rechten Schutzplanke entlang, meldet die Autobahnpolizei. Nach weiteren 50 Metern fuhr der Wagen gegen eine im Boden versenkte Schutzplanke, wodurch das Auto hochgeschleudert wurde und sich anschließend mehrmals überschlug. Der Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Günzburg herausgeschnitten werden.

An seinem Auto entstand nach Angaben der Polizei Totalschaden von rund 10 000 Euro. Da der Verdacht bestand, der Mann stehe unter Alkoholeinfluss, musste er zudem zur Blutentnahme.

Aus Günzburger Zeitung vom 21. Juli

Bub (3) bleibt mit dem Kopf im Gitter stecken

Günzburg (zg.) Auf dem Gries wollten am Donnerstag gegen 9,50 Uhr ein Mann und sein dreihjähriger Sohn nach den Fischen im Bach schauen. Der Bub steckte dabei seinen Kopf durch das Gitter der Brücke und kam nicht mehr heraus. Die alarmierte Streife der Polizeiinspektion Günzburg konnte ihm schnell helfen. Noch vor dem Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg und des Rettungsdienstes wurde das Kind befreit. Der Bub blieb unverletzt.

Aus Günzburger Zeitung vom 24. Juli


Ölwehralarmübung
Den Artikel finden Sie unter „Themen – Übungen – 2004“ oder durch anklicken der Überschrift.


Lkw-Unfall: A8 muss stundenlang gesperrt werden
Lastwagen rast in Tankzug: Fahrer schwer verletzt

Ein Bild der Zerstörung bot sich den Feuerwehrleuten gestern Abend auf der A8: Ein Lastwagen war nahezu ungebremst auf einen Tanklastzug geprallt. Dabei wurde das Führerhaus abgerissen und der Fahrer eingeklemmt. Mit schweren Verletzungen wurde er nach Ulm ins Krankenhaus geflogen. Bild: Bleier Leipheim (hva).
Zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungshubschrauber und Polizei kam es gestern am frühen Abend auf der A8 in Fahrtrichtung München: Ein Lastwagen war auf der Höhe der Rastanlage Leipheim nahezu ungebremst in einen mit Latex beladenen Tankzug gerast. Der Lkw-Fahrer wurde dabei eingeklemmt und musste schwer verletzt ins Ulmer Krankenhaus geflogen werden. Die A8 war für mehrere Stunden total gesperrt, da die aus dem Tanklaster ausgelaufene Flüssigkeit von der Fahrbahn gepumpt werden musste.

Der Fahrer eines Lastwagens war am frühen Abend in Fahrtrichtung München unterwegs, als er bei Leipheim das Ende eines Staus übersah und nach Polizeiangaben mit hoher Geschwindigkeit auf einen stehenden Tanklastzug auffuhr. Bei dem Aufprall wurde das Führerhaus des Lkw, laut Aussage eines Polizeibeamten, komplett abgerissen. Der Fahrer wurde dabei eingeklemmt und musste von der Feuerwehr herausgeschnitten werden. Mit schweren Verletzungen wurde er ins Krankenhaus nach Ulm geflogen. Der Fahrer des Tanklastzugs erlitt einen Schock. Die Autobahn zwischen Leipheim und Günzburg wurde für mehrere Stunden total gesperrt, da aus dem Laster das geladene Latex, eine gummiartige, aber ungiftige Substanz, auslief und abgepumpt werden musste. Es bildete sich zeitweise ein kilometerlanger Stau. Neben den drei Feuerwehren aus Günzburg, Leipheim und Ulm war auch das Technische Hilfswerk im Einsatz. Wie hoch der entstandene Schaden ist, konnte die Polizei bis Redaktionsschluss noch nicht mitteilen.

Aus Günzburger Zeitung vom 27. Juli

Lkw rast in Tankzug

Bild: Bleier Stundenlang war am Montagabend die A 8 bei Leipheim (Kreis Günzburg) in Fahrtrichtung München nach einem Unfall gesperrt. Ein Lastwagen war fast ungebremst in einen mit Latex beladenen Tanklaster gerast. Der Lkw-Fahrer wurde schwer verletzt ins Ulmer Krankenhaus geflogen. Bei dem Aufprall wurde das Führerhaus des Lastwagens komplett abgerissen. Bild: Bleier

Aus Günzburger Zeitung vom 27. Juli

Lkw-Fahrer schwebt weiter in Lebensgefahr
A8 war erst um drei Uhr nachts wieder frei befahrbar

Stau ohne Ende: Nach dem schweren Lkw-Unfall auf der A 8 bei Leipheim bildete sich ein kilometerlanger Blechlawine.Dreck ohne Ende: Nachdem der Lkw auf einen Tanklaster mit Latex aufgeprallt war, musste die Feuerwehr die zähe Flüssigkeit stundenlang abpumpen. Bilder: Christina Bleier Leipheim (alk).
Einige ehrenamtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Günzburg und Leipheim, des Technischen Hilfswerks und des Roten Kreuzes Günzburg sind gestern Früh vermutlich mit dicken Augenrändern in die Arbeit gegangen. Denn der folgenschwere Lkw-Unfall auf der A8 bei Leipheim am Montagabend hat sie fast noch die ganze Nacht auf Trab gehalten. Erst am gestrigen Dienstag um 3 Uhr war der Großeinsatz beendet. Die Arbeiten an der Unfallstelle gehen nun weiter.

Wie berichtet, war am Montag gegen 16.50 Uhr ein Lastzug auf Höhe der Rastanlage Leipheim nahezu ungebremst auf einen Tanklaster geprallt. Der Lkw-Fahrer, ein 60 Jahre alter Mann aus Baden-Württemberg, erlitt dabei schwerste Verletzungen und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack herausgeschnitten werden. Ein Rettungshubschrauber flog ihn ins Bundeswehr-Krankenhaus nach Ulm. „Der Mann liegt immer noch in lebensbedrohlichem Zustand auf der Intensivstation und ist nicht ansprechbar“, berichtete Polizeihauptmeister Ernst Meier von der Verkehrspolizei Neu-Ulm gestern Mittag. Der Fahrer des Tankzugs erlitt leichte Verletzungen.

Auf der A7 nach Memmingen
Chaos ohne Ende: Bei dem Aufprall wurde das Führerhaus der Lkw-Zugmaschine beinahe in seine Einzelteile zerlegt.
Die Autobahn musste nach dem Unfall in Richtung München komplett gesperrt werden. Im Berufsverkehr bildete sich schnell ein sechs Kilometer langer Stau, der sich erst kurz vor Mitternacht auflöste. Über den Verkehrsfunk wurden die Verkehrsteilnehmer gebeten, die Unfallstelle weiträumig zu umfahren. Dazu sollten sie auf der A7 in Richtung Süden, bei Memmingen auf die A 96 und über die B17 zurück auf die A8 nach Augsburg fahren. Dennoch kam es auf der örtlichen Umleitungsstrecke über Leipheim, Bubesheim, Wasserburg und vor allem an der Linksabbiegespur zur A 8-Anschlussstelle Günzburg bei Deffingen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Bubesheimer Feuerwehr wurde nachträglich alarmiert, um in der Ortsmitte den Verkehr zu regeln. Überörtlicher Verkehr mischte sich mit Autos aus der Region, so dass alle Fahrer viel Geduld brauchten, um ans Ziel zu gelangen.
Derweil lief auf der A8 eine größere Rettungs- und Bergungsaktion an. Die Zugmaschine samt Anhänger, die laut Polizei den Unfall verursacht hatte, war voll beladen mit Teilen für die Autoindustrie. Der Tankzug transportierte ein flüssiges Kunststoffgemisch, das teilweise auslief. „Die Flüssigkeit musste in einen anderen Silozug umgepumpt werden, der aus Günzburg kam“, informierte Polizeisprecher Meier. Die verunglückten Brummis wurden auf den Hof eines Leipheimer Abschleppunternehmens gebracht.
Da ein Teil der flüssigen Ladung ausgelaufen war, begann man in Absprache mit dem Landratsamt Günzburg und dem Wasserwirtschaftsamt Krumbach noch in der Nacht damit, zwischen der Zufahrt zur Raststätte und der A8-Hauptfahrbahn Erdreich auszubaggern. Ernst Meier: „Die Arbeiten werden noch fortgesetzt. Nach Angaben der Behörden handelt es sich um rund zehn Kubikmeter Boden.“ Trinkwasser sei nicht gefährdet worden. Auch sei kein flüssiger Kunststoff in die nahe gelegene Donau gelangt.

Noch nicht abzuschätzen

In die Karambolage war neben den beiden Lkw auch ein Pkw beteiligt. Die Polizei beziffert den Sachschaden an den Fahrzeugen mit 150000 bis 200 000 Euro. „Die Kosten für den Einsatz der Rettungsdienste, Feuerwehr und die Ausbaggerungsarbeiten sind noch nicht abschätzbar“, so der Polizeisprecher.
Erst um 22.30 Uhr konnte die linke der drei Fahrspuren der A8 in Richtung München wieder freigegeben werden. Eine Stunde später folgte zusätzlich die mittlere. Um 3 Uhr war die Autobahn wieder komplett frei befahrbar. Um 23.50 Uhr erhielt die Polizei eine nicht geplante Zusatzaufgabe: Sie musste auch noch einen Schwertransport durch die Unfallstelle lotsen.

Aus Günzburger Zeitung vom 08. Juli

Motorradfahrer stürzt – Schwere Verletzungen

Günzburg (hva). Schwere Verletzungen zog sich gestern am späten Nachmittag ein Motorradfahrer bei einem Unfall auf der B16 zu. Der Mann war laut Polizei in Richtung Gundelfingen unterwegs, als kurz nach der Donaubrüce ein Auto vor ihm abbremste. Der Motorradfahrer prallte voll gegen den Wagen und zog isch dabei zahlreiche Knochenbrücke zu. Er wurde ins Kreiskrankenhaus Günzburg gebracht, Lebensgefahr bestand nicht. Es entstand ein Sachschaden von rund 3500 Euro.

Aus Günzburger Zeitung vom 03. August

Autos überschlagen sich – B10 gesperrt

Günzburg (hva). Mit leichten Verletzungen und einem Schrecken davongekommen sind sechs Personen bei einem Unfall auf der B10 am Sonntagabend. Dabei hatte der Zusammenstoß zweier Autos aus der Sicht von Zeugen zunächst dramatischer ausgesehen. Wie die Polizei erst gestern auf Anfrage der GZ mitteilte, hatte ein Autofahrer, der mit seinem Sohn unterwegs war, zwischen Leipheim und Günzburg ein aus einem Feldweg kommendes Fahrzeug übersehen. Nahezu ungebremst krachte er mit seinem Pkw von hinten auf das zweite Auto, in dem eine vierköpfige Familie mit zwei kleinen Kindern saß. Beide Wagen gerieten ins Schleudern, der Pkw mit den vier Insassen kam seitlich auf den Grünstreifen, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Alle sechs Beteiligten wurden leicht verletzt und vorsorglich ins Krankenhaus nach Günzburg gebracht. Die alarmierte Feuerwehr sperrte die B10 an dieser Stelle für eineinhalb Stunden. Der Sachschaden beläuft sich auf 20000 Euro.

Aus Günzburger Zeitung vom 05. August

Feuerwehr rettet Frau im letzten Moment
Brand in Wohnhaus: 78-Jährige in Lebensgefahr

Der Brand, der schnell um sich griff, brach in dieser Küche aus. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Die Kripo ermittelt. Bilder: MärzAus diesem Holzhaus in Kleinanhausen (Stadt Burgau) rettete die Feuerwehr am Montagabend die 78-jährige Bewohnerin. Burgau-Kleinanhausen (alk).
Dramatische Rettung in Burgau: Offensichtlich in letzter Minute hat die Feuerwehr am späten Montagabend die 78-jährige Bewohnerin aus ihrem brennenden Haus im Stadtteil Kleinanhausen gerettet. Die Frau wurde in lebensbedrohlichem Zustand ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm gebracht. Das Feuer verursachte einen Schaden von rund 100000 Euro.

Der Brand war nach Angaben von Polizeioberkommissar Franz Sirch von der Polizeidirektion Krumbach gegen 22.05 Uhr in der Küche des Holzhauses in der Josef-Mändle-Straße ausgebrochen. Die Polizei löste Alarm für die Freiwilligen Feuerwehren Burgau, Unterknöringen und Großanhausen aus. Mit zahlreichen Fahrzeugen eilten sie in den Burgauer Stadtteil Kleinanhausen.
Die Helfer waren schnell vor Ort. Wenig später fand ein Trupp der Unterknöringer Wehr die Bewohnerin regungslos auf dem Sofa in ihrem Wohnzimmer liegend auf. Sie hatte vermutlich die giftigen Rauchgase eingeatmet und war anschließend bewusstlos geworden. Ob sie im Schlaf von dem Feuer überrascht wurde, ist nicht bekannt. Nach der Erstversorgung durch Notarzt und Rettungsdienst wurde die 78-Jährige ins Bundeswehr-Krankenhaus nach Ulm gebracht. Sie schwebt in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit.
Zwei Ersthelfer an der Brandstelle im Alter von 53 und 55 Jahren erlitten leichte Rauchvergiftungen. Sie kamen zur Behandlung ins Kreiskrankenhaus Günzburg.
Wie Helfer berichteten, lagen überall im Haus Kleidungsstücke, Geschirr und Ähnliches auf dem Boden herum. „Es sah ziemlich wild aus“, sagte einer. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm übernahm die Ermittlungen.

Aus Günzburger Zeitung vom 04. August

78-Jährige überlebt Wohnungsbrand nicht

Burgau/Kleinanhausen (hva). Die 78-jährige Frau, die am Montagabend in einer dramatischen Aktion von der Feuerwehr aus ihrem brennenden Wohnhaus im Burgauer Stadtteil Kleinanhausen gerettet wurde (wir berichteten), hat die Rettung nicht überlebt. Wie die Polizei mitteilte, verstarb die Frau, die lebensgefährliche Verletzungen erlitten hatte, am Samstag im Bundeswehrkrankenhaus Ulm.

Aus Günzburger Zeitung vom 09. August

Papiercontainer brennt

Günzburg (kda).1000 Euro Sachschaden entstand, als ein unbekannter Täter einen Papiercontainer der Wertstoffstation an der Günzburger Jahnhalle in Brand steckte. Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg rückte aus, um den Brand zu löschen, so die Polizei.

Aus Günzburger Zeitung vom 04. August

Unwetter zieht eine Schneise durch Günzburg
Feuerwehr und Polizei am Samstag im Dauereinsatz

Ein Unwetter zog am Samstag über den Landkreis hinweg: Am stärksten davon betroffen war der Nord-Osten von Günzburg. In unmittelbarer Nähe zur Günzbrücke stürzte ein riesiger BAum in den Fluss. Er wird heute von der Flussmeisterei abtransportiert. Bild: Bleier Günzburg (hva).
Wegen eines starken Unwetters im Raum Günzburg waren Polizei und Feuerwehr am Samstag im Dauereinsatz. Regenfälle und Hagel ließen Keller und Straßenunterführungen in Minuten voller Wasser laufen, im Sturm knickten Äste wie Streichhölzer ab und wurden ganze Bäume entwurzelt, die Straßen versperrten. Auch das Günzburger Volksfest blieb nicht verschont: Äste krachten auf einen Schaustellerwohnwagen und eine Zugmaschine. Bei einem Verkehrsunfall bei Rettenbach wurden zwei Menschen zum verletzt, einer davon schwer.

Von einem Unwetter war am frühen Samstagnachmittag im Landkreis noch nichts zu spüren. Doch innerhalb weniger Minuten verdüsterte sich der Himmel, ein Sturm zog auf und ein halbstündiger Platzregen folgte. Ab 16 Uhr heulten die Sirenen auf – aber nicht überall. „Es war nur lokal begrenzt, das Unwetter hat eine richtige Schneise gezogen“, beschreibt Feuerwehrkommandant Christian Eisele die Situation. Am stärksten betroffen war die Günzburger Nord-Ost-Ecke. Die Feuerwehr Günzburg rückte mit 30 Mann und sieben Fahrzeugen aus. Auch die Wehren aus Burgau, Offingen und Reisensburg waren im Dauereinsatz.

Umgeknickte Bäume: Auch auf dem Volkfestplatz hinterließ der Sturm seine Spuren. Die Spitze eines Baumes brach ab und knallte auf einen Wohnwagen und beschädigte auch noch eine Zugmaschine. Die Feuerwehr musste die Äste klein sägen und abtransportieren. Ein riesiger Baum stürzte kurz hinter Günzburg in die Günz. In Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt wird der Baum heute von der Flussmeisterei aus dem Wasser gezogen. Vor dem Günzburger Waldbad traf ein Ast ein Auto und verursachte einen Schaden von 3500 Euro. In der Reisensburger Straße landete ein Baum mitten auf der Fahrbahn und blockierte diese fast eine Stunde lang. Auch die Augsburger Straße und die Webergasse mussten teilweise gesperrt werden.

Voll gelaufene Keller: Zahlreiche Keller liefen aufgrund des starken Regens voll und mussten ausgepumpt werden. Auch im BRK war Wasser durch die Lichtschächte eingedrungen und hielt die Feuerwehr mehr als eine Stunde auf Trab.
Überflutete Unterführungen: Der Mühlwegtunnel an der B 16 musste eine Dreiviertelstunde lang halbseitig gesperrt werden, da die Unterführung überflutet war. Auch die Eisenbahnunterführung am Auweg und die Bahnüberführung in Offingen standen unter Wasser.

Stromausfall: Aufgrund eines Blitzeinschlags in eine Fichte am Ortsrand von Ettlishofen gingen im gesamten Ort für eine halbe Stunde die Lichter aus. Der Blitz hatte eine Fichte in drei Teile gespalten, splitternde Holztrümmer flogen laut Aussagen eines Feuerwehrmannes bis zu 60 Meter weit und beschädigten mehrere Häuser. Verletzt wurde jedoch niemand.

Verkehrsunfall: Im Unwetter kam es am frühen Samstagabend zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2028 bei Rettenbach. Ein Lastwagen war laut Polizei in Richtung Günzburg unterwegs, als er aufgrund von Aquaplaning ins Schleudern kam. Er geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal mit einem entgegenkommenden Kleinwagen zusammen. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt, der Autofahrer und sein Beifahrer schwer verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Es entstand ein Sachschaden von 23000 Euro. Auf der A8 geriet ein 46-jähriger Autofahrer, der in Richtung München unterwegs war, kurz hinter Leipheim ins Schleudern und krachte gegen einen rechts fahrenden Pkw. Anschließend prallten beide Fahrzeuge gegen die rechte Schutzplanke. Verletzt wurde niemand. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 13000 Euro.

Fehlalarm: Wegen eines angeblichen Hausbrands in Burgau rückten die Wehren aus Burgau, Ober- und Unterknöringen aus. Es stellte sich jedoch heraus, dass lediglich eine Köchin ihr Essen verbrannt hatte. Auch bei der Polizei gingen aufgrund technischer Defekte vier Fehlalarme ein.

Hagelschäden: Besonders Reisensburg wurde laut Kreisbrandmeister Helmut Wertich von Hagelschauern heimgesucht. Vor allem in Gärten seien die Schäden deutlich sichtbar gewesen: kaputte Blumen- und Gemüsebeete und vom Hagel zerschlagene und von Obstbäumen gefallene Früchte.

Aus Günzburger Zeitung vom 09. August

Gartenhäuschen brennt komplett nieder

Günzburg (hva). Ein Gartenhäuschen kurz hinter Wasserburg brannte gestern mittag fast völlig nieder. Die Feuerwehren aus Günzburg und Wasserburg konnten laut Polizei zwar löschen, das Haus war jedoch nicht mehr zu retten. Die Ursache des Brands wie auch die Höhe des Schadens sind noch nicht bekannt.

Aus Günzburger Zeitung vom 09. August

Zündelnde Buben setzen Stroh in Brand
In Wasserburg gehen rund 100 Ballen in Flammen auf

Günzburg-Wasserburg (alk).
Zwei Buben im Alter von elf und zwölf Jahren haben gestern im Günzburger Stadtteil Wasserburg offenbar rund 100 Strohballen in Brand gesetzt. Die Polizei konnte sie ermitteln. Es entstand ein Schaden von 2500 Euro. Die Feuerwehren aus Günzburg und Wasserburg waren im Einsatz.

Die beiden Buben waren nach Angaben der Günzburger Polizei offensichtlich zu einem Strohlager an der Günz in der Nähe des Wasserburger Sportheims gefahren, um dort ein Lager aufzuschlagen. Dort sollen sie auch Zigaretten geraucht haben. „Einer der beiden scheint seine Kippe an einem Strohballen ausgedrückt haben“, so ein Polizeisprecher. Anschließend entzündete sich das Material.
Im Nu stand das gesamte Strohlager in Flammen ­ rund 100 große Rundballen. Anlieger informierten gegen 14.40 Uhr Polizei und Feuerwehr, die Floriansjünger Günzburg und Wasserburg rückten aus. Mit Hilfe eines Traktors zogen die Helfer das Stroh auseinander, um die Flammen zu löschen.
Noch während die Löscharbeiten in vollem Gange waren, entdeckten Beamte die Kinder in der Nähe der Brandstelle. „Sie haben mittlerweile eingeräumt, gezündelt zu haben“, so die Polizei am späten Nachmittag. Da Ernteerzeugnisse vernichtet wurden, werde wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Der Elf- und Zwölfjährige seien strafunmündig, die Eltern müssten haften. Gegen 16 Uhr meldete die Feuerwehr: „Brand gelöscht“. Wie unsere Zeitung erfuhr, gehörten die Strohballen dem Günzburger Stadtrat Berthold Feil.

Aus Günzburger Zeitung vom 13. August

Herabfallende Äste beschädigen Autos
Schweres Gewitter mit Orkanböen und Platzregen hält Rettungskräfte in Atem – Am schlimmsten in Günzburg und Bibertal

Zahlreiche Bäume und Pflanzen sind den Sturmböen an der Deggendorfer Brücke in der Günzburger Weststadt zum Opfer gefallen.Am Kötzer Weg stürzte durch das Unwetter ein Baum um. Dieses Auto blieb aber offensichtlich unversehrt. Bilder: Daniel HabVon unserem Redaktionsmitglied Georg Schalk
Landkreis
So stellt man sich den Weltuntergang vor. Ein heftiges Unwetter mit Orkanböen und Platzregen hat am Donnerstagabend im Landkreis die Rettungsdienste in Atem gehalten. Verletzt wurde niemand, doch es entstand Sachschaden. Schwerpunkte waren Günzburg und das Bibertal. Allein in der Großen Kreisstadt fuhren die Feuerwehren in fünfeinhalb Stunden 35 Einsätze.

Kurz vor 19 Uhr ging es los: In kürzester Zeit sank die Temperatur um rund 15 Grad. Ein heftiger Sturm brach los, entwurzelte Bäume, riss Äste ab. Zeitgleich prasselte Starkregen nieder. „Die Schlachthausstraße in Günzburg war zwischen Post und Pfarrhofplatz zeitweise unpassierbar, so hoch stand dort das Wasser“, berichtete der Günzburger Feuerwehrkommandant Christian Eisele. Die Wassermassen hoben sogar die Kanaldeckel an. Binnen Minuten standen etliche Fahrbahnen in Günzburg und der Region unter Wasser. Auch auf der A8 kamen die Fahrzeuge nur noch im Schritttempo voran. Bei der Polizei und Feuerwehr gingen die Notrufe im Sekundentakt ein. Der erste Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Günzburg ging um 19.04 Uhr ein. Bis 0.30 Uhr folgten 34 weitere. Äste versperrten die Fahrbahn der Heidenheimer Straße, die Weißenhorner Straße musste komplett gesperrt werden, nachdem ein Baum über die Fahrbahngefallen war, in der Königsberger Straße und am Stadtbach war Wasser in Keller gelaufen, ebenso am Pappelweg, Fliederweg, in der Parkstraße, Johannes-Eck-Straße und Birketstraße. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Günzburg, Deffingen, Wasserburg, Reisensburg, Nornheim und die Werksfeuerwehr des Bezirkskrankenhauses, die Verschmutzungen und herabgestürzte Äste beseitigte. Der folgenschwerste Zwischenfall in Günzburg passierte am Kötzer Weg, wo ein Baum auf einen Lkw stürzte und diesen beschädigte. In Ettlishofen war es ein Haus, auf das ein Baum fiel. Überhaupt erwischte es das Bibertal diesmal ziemlich stark. In Kissendorf fiel sogar kurzzeitig der Strom aus, so dass die Feuerwehr nicht weiter über Sirene alarmiert werden konnte.

Hauptstraße blockiert

In Silheim wurde die Hauptstraße durch einen umgestürzten Baum blockiert. Ein kleinerer Stamm ragte auch zwischen Schneckenhofen und Kötz in die Fahrbahn. Umgestürzte Bäume behinderten den Verkehr auf der Verbindungsstraße zwischen Straß und Silheim. Um sämtliche Schäden und Hindernisse zu beseitigen, waren im Raum Bibertal die Feuerwehren von Kissendorf, Bühl, Straß, Silheim, Schneckenhofen und Ettlishofen unterwegs. Nur vereinzelte Meldungen gingen aus Ichenhausen, Burgau, Krumbach und Jettingen ein. Die Ichenhauser Wehr musste zwischen Ichenhausen und Unterrohr einen größeren Ast auf der Fahrbahn entfernen. Im Bereich der Albert-Baumeister-Straße in Burgau stürzte ein abgerissener Ast auf die Fahrbahn. Hauseigentümer und Helfer räumten auf. Am Silbersee bei Rettenbach-Remshart drückte ein herabfallender Ast das Dach eines Pkw auf der gesamten Länge ein. Schaden laut Polizei Burgau: ca. 15000 Euro. An der Birkenallee auf Höhe des Moosweges und an der Einmündung zur Brementalstraße in Jettingen-Goldbach wurden Baumteile und Äste auf den Rad- und Gehweg geworfen. Die Kreisstraße GZ 17 blieb jedoch frei befahrbar. Die Freiwillige Feuerwehr Jettingen beseitigte das Gehölz.

Aus Günzburger Zeitung vom 13. August

Zu schnell unterwegs: Zwei Leichtverletzte

Günzburg (stt.) Zu einem Verkehrsunfall kam es auf der Eisenbahnbrücke in Günzburg. Ein 24-Jähriger war in Richtung Dillingen dort offenbar zu schnell unterwegs, und kam auf nasser Straße mit seinem Wagen ins Schleudern. Daraufhin prallte das Fahrzeug mit der Beifahrerseite gegen die Front eines entgegen kommenden Pkw. Beide Fahrer erlitten leichte Blessuren, der Gesamtschaden beläuft sich laut Polizei auf rund 20 000 Euro.

Aus Günzburger Zeitung vom 19. August

Auto gegen Brücke: Fahrer eingeklemmt

Bubesheim (alk).Schwerer Verkehrsunfall gestern Vormittag bei Bubesheim: Am Ortsrand war ein 61-Jähriger mit seinem Wagen kurz nach 10 Uhr auf der Kreisstraße GZ 4 von Großkötz kommend gegen das Bauwerk der A8-Unterführung geprallt. Wie die Polizeidirektion Krumbach am Sonntagabend mitteilte, hatte der Mann vermutlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Der Fahrer wurde eingeklemmt und musste von den Freiwilligen Feuerwehren Günzburg und Bubesheim aus seinem Wrack befreit werden. Mit schweren Verletzungen wurde der 61-Jährige per Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Ingolstadt geflogen.

Aus Günzburger Zeitung vom 16. August

Hoher Schaden bei Verpuffung in Molkerei

Günzburg (alk).Ein Schaden von etwa 30000 bis 40000 Euro ist gestern Früh bei einer Verpuffung im Trocknungsturm eines Molkereiwerkes in der Günzburger Rudolf-Diesel-Straße entstanden. Beim Trocknen von Magermilchpulver bei rund 200 Grad bildeten sich Klumpen. Als diese entfernt werden sollten, kam es gegen 4 Uhr zu einer Verpuffung, berichtete die Polizei. Dadurch wurde die Filteranlage beschädigt und etwa drei Tonnen Milchpulver wurden unbrauchbar.

Aus Günzburger Zeitung vom 17. August

Rettungsdienst ruft Feuerwehr zu Hilfe

Leipheim/Günzburg (alk). Ungewöhnlicher Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Günzburg: An der A8-Rastanlage Leipheim musste sie in der Nacht zum gestrigen Donnerstag einen offensichtlich schwer verletzten Lkw-Fahrer mit Hilfe der Lkw-Rettungsbühne aus seinem Führerhaus bergen. Nach Auskunft von Kommandant Christian Eisele ist noch unklar, wie sich der Mann verletzt hatte. Er gab an, er habe in einem Industriegebiet vermutlich in Leipheim einen Reifen wechseln wollen. Daraufhin sei er von einem Reifen getroffen worden. Der Brummifahrer konnte sich noch in seinen Lkw schleppen und in Richtung Rastanlage fahren. Dort verständigte er den Rettungsdienst. Dieser wollte den Mann, der vor Schmerzen schrie, möglichst schonend aus dem hohen Führerhaus bergen. Deshalb rief man die Feuerwehr zu Hilfe. Gegen 2 Uhr war das Gerüst der Rettungsbühne aufgebaut und der Verletzte konnte dem Notarzt übergeben werden. Mit Verdacht auf eine Nierenquetschung wurde er ins Krankenhaus gebracht.

Aus Günzburger Zeitung vom 20. August

Vorfahrt eines Lkw missachtet: Unfall

Günzburg (ant). Verkehrsunfall auf der B16 in Günzburg: Dabei stieß ein Pkw beim Abbiegen von der B 10 her kommend nach links auf die Osttangente mit einem Lkw zusammen. Die Frau, die das Auto steuerte, hatte nach Polizeiangaben die Vorfahrt des Lkw, der auf der B16 Richtung Dillingen unterwegs war, missachtet.
Durch den heftigen Zusammenstoß wurde der Tank des Lkw beschädigt. An der Unfallstelle liefen rund 20 Liter Diesel und eine geringe Menge Bremsflüssigkeit aus. Keiner der beiden Fahrer wurden verletzt, es entstand jedoch ein Schaden von 4500 Euro, teilten die Beamten weiter mit.

Aus Günzburger Zeitung vom 20. August

Weide bohrt mit ihren Ästen ein Loch in Hausdach

Bild: Ch. BleierEin 100 Jahre alte Weidenbaum hatte sich in der Nacht zum Donnerstag auf einem unbewohnten Gebäudekomplex „Auf dem Gries“ in Günzburg gesenkt und mit einen Ästen ein Loch in das Dach gebohrt. Anwohner bemerkten den Schaden am nächsten Morgen und informierten den Bauhof. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg wurde der Baum im Laufe des Tages zersägt und abtransportiert. Wie die Feuerwehr mitteilte, senkte sich der 18 Meter hohe Baum vermutlich deshalb, weil er im Uferbereich der benachbarten Butzengünz nicht genügend Halt hatte. Wegen Wartungsarbeiten was das Wasser aus diesem Arm der Günz in den vergangenen Tagen umgeleitet worden. Bild: Ch. Bleier

Aus Günzburger Zeitung vom 11. September

Landensberg ohne Wasser
Technischer Defekt legt Pumpe in 45 Metern Tiefe lahm – Notversorgung mit Tankwagen

Von unserem Redaktionsmitglied Rebekka Jakob
Landensberg
Plötzlich blieben die Wasserhähne trocken: Ein technischer Defekt hat gestern in Landensberg und Glöttweng die Wasserversorgung lahm gelegt. Seit den Morgenstunden waren die 700 Einwohner der beiden Ortsteile ohne Wasser. Am Nachmittag sorgte die Feuerwehr für eine Not-Wasserversorgung. „Für heute Morgen ist die Reparatur der Pumpanlage geplant“, sagte Bürgermeister Wolfgang Thurner gegenüber der Günzburger Zeitung. Tankwagen mit Wasser fuhren in die Gemeinde und füllten den Hochbehälter mit Trinkwasser auf, so dass am späten Nachmittag wenigstens provisorisch wieder für Wasser gesorgt war.

„Wann genau die Pumpe ausgefallen ist, kann ich nicht sagen, gemerkt haben wir es erst, als nichts aus dem Hahn kam“, so der Bürgermeister, der sich an Ort und Stelle ein Bild von den Arbeiten machte. „Reparieren können wir die Anlage aber erst am Montag“, so Thurner. Spezielle Werkzeuge und Fachpersonal seien notwendig, um die in rund 45 Metern Tiefe liegende defekte Pumpe zu bergen und eine Ersatzpumpe anzuschließen. „Um sieben Uhr sollen die Reparaturmaßnahmen beginnen.“ Gestern nachmittag war bereits der zuständige Bauleiter vor Ort, um die notwendigen Arbeiten zu besprechen. „Bis etwa um die Mittagszeit soll die Reparatur abgeschlossen sein“, schätzt Thurner.

Trinkwasser abkochen

Wie der Ausfall zustande kam, könne derzeit noch nicht gesagt werden. Die Einwohner von Landensberg und Glöttweng wurden gestern von Feuerwehrleuten über die Situation informiert, Durchsagen im Rundfunk wurden ebenfalls veranlasst, um die Bevölkerung dazu aufzurufen, das Trinkwasser vorsorglich abzukochen. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Burgau, Günzburg, Offingen und Jettingen waren im Einsatz, um die Versorgung der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.

Ulmer Feuerwehr half mit

„Zwei Lebensmittel-Tankwagen – einer von einer Firma, der andere von der Ulmer Feuerwehr – sind gerade dabei, unseren Hochbehälter aufzufüllen“, meldete Thurner gestern nachmittag gegen 16 Uhr. Das Wasser in den Behältern werde vermutlich bis zum Montagabend ausreichen, schätze der Bürgermeister, „bis dahin sollte die neue Pumpe funktionieren.“

Haushalte zum Sparen aufgerufen

Die Bevölkerung wurde dennoch per Lautsprecher dazu aufgerufen, sparsam mit dem Wasser umzugehen.

Aus Günzburger Zeitung vom 14. September

Gefahrgut-Lkw landet im Graben: Ausfahrt gesperrt
Großeinsatz für die Feuerwehr auf der A8

Ein umgestürzter Gefahrgut-Lkw hat gestern früh die Anschlussstelle Burgau der A8 blockiert. Für die Feuerwehr war die Bergung des Lasters ein Großeinsatz, Menschen kamen bei dem Unfall nicht zu schaden. Bild: Dieter März Burgau (hva).
Zu einem Großeinsatz der Feuerwehr kam es gestern Morgen auf der A 8 bei Burgau: Ein mit Gefahrgut beladener Kleintransporter, der in Richtung München unterwegs war, geriet bei der Anschlussstelle Burgau ins Schleudern und landete im Straßengraben. Da erhebliche Brand- und Explosionsgefahr bestand, musste die Ausfahrt für mehrere Stunden gesperrt werden. Die Autobahn war davon jedoch nicht betroffen.

Wie die Polizei mitteilte, wollte der 46-jährige Fahrer um sieben Uhr morgens die Autobahn bei der Anschlussstelle Burgau verlassen. Weil er viel zu schnell unterwegs war, flog er mit seinem Transporter, der medizinische Artikel, drei Sauerstoffdruckflaschen und sechs Behälter mit flüssigem, tiefgekühltem Sauerstoff geladen hatte, rechts aus der Kurve, prallte gegen angrenzende Bäume und blieb auf der Seite liegen. Der Fahrer blieb unverletzt, der Transporter wurde jedoch so schwer beschädigt, dass ein Sauerstofftank mit 180 Litern Inhalt leck schlug. Aufgrund erhöhter Brandgefahr war die Feuerwehr Günzburg mit sieben Fahrzeugen, 22 Mann und Experten vor Ort und barg die Sauerstoffbehälter mittels eines Krans. Die Bergung dauerte rund fünf Stunden bis in den späten Vormittag an. Die Autobahnpolizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 30 000 Euro.
Bild: März

Aus Günzburger Zeitung vom 16. September

Tote Schwäne: A 8 gesperrt
Fahrbahn war schmierig

Leipheim (zg).
Mehrere tote Schwäne lagen am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr auf der Autobahn Richtung München in Höhe Leipheim. Die Fahrbahn musste kurz gesperrt werden, weil laut Polizei Rutschgefahr bestand.

Wie viele Schwäne dabei ihr Leben verloren haben, konnte die Günzburger Autobahnpolizei nicht mehr sagen. Die Körper der Tiere waren total zerfetzt, nachdem sie vermutlich von mehreren Fahrzeugen überrollt worden waren. Nachdem mehrere Meldungen von Autofahrern bei der Polizei eingingen, wurde der Verkehr kurz angehalten und die Fahrbahn gereinigt.

Aus Günzburger Zeitung vom 28. September

Lkw brennt: Stau auf der Autobahn
40 000 Euro Schaden

Mit dem Schrecken kam der Fahrer dieses Lastwagens gestern Früh auf der Autobahn A8 davon. Von einem brennenden Reifen hatte das Feuer auf den unbeladenen Lkw übergegriffen. Die A8 war nach dem Brand eine Stunde lang voll gesperrt. Die Feuerwehren Burgau und Günzburg waren im Einsatz, um das brennende Fahrzeug zu löschen. Bilder: Polizei/MärzBilder: Polizei/März Günzburg (rjk).
Ein brennender Laster hat am Montagmorgen die Autobahn A8 bei Günzburg blockiert. Ursache für den Brand war vermutlich ein defekter Reifen, wie die ersten Ermittlungen der Polizei ergaben.

Gegen 6.30 Uhr war der Lkw in Richtung Stuttgart unterwegs, als der Reifen Feuer fing, so die Autobahnpolizei Günzburg. Der Lastwagen war nach Angaben der Polizei unbeladen. Die Freiwilligen Feuerwehren Günzburg und Burgau waren vor Ort, um den Brand zu löschen. An dem Lastwagen entstand laut Polizei ein Sachschaden von rund 40 000 Euro. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Betroffen von dem Brand waren dafür viele Verkehrsteilnehmer im Berufsverkehr – die A8 musste von 6.30 bis 7.30 Uhr voll gesperrt werden, meldet die Autobahnpolizei. Die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle zogen sich über eineinhalb Stunden hin. Es bildete sich ein Rückstau von insgesamt fünf Kilometern Länge.

Aus Günzburger Zeitung vom 28. September

Frontalzusammenstoß auf der Günzburger Bahnbrücke
Zwei Insassen erleiden Schnittverletzungen und Prellungen

Bei diesem Frontalzusammenstoß auf der B16 bei Günzburg wurden am Samstag zwei Menschen verletzt. Neben Polizei und BRK war auch die Feuerwehr im EinsatzGünzburg (alk).
Zwei Verletzte forderte ein Frontalzusammenstoß am Samstagvormittag auf der Bundesstraße 16 in Günzburg. Die Karambolage hätte schlimmer enden können.

Nach Angaben der Polizei kam ein Pkw gegen 9.34 Uhr auf Grund überhöhter Geschwindigkeit und regennasser Fahrbahn auf der Brücke über der Bahnstrecke Augsburg-Ulm auf die Gegenspur und stieß dort mit einem Auto frontal zusammen. Der 21-jährige Unfallverursacher erlitt Schnittverletzungen und Prellungen. Im anderen Fahrzeug saß eine Familie aus dem Kreis Dillingen. Während der 32-jährige Fahrer unverletzt blieb, klagte die Beifahrerin nach der Karambolage über Prellungen an den Beinen. Das Kind wurde mit Verdacht auf einen Schock ebenfalls ins Krankenhaus gebracht, so die Beamten.
Im Einsatz waren neben der Polizei und dem Rettungsdienst des Roten Kreuzes die Freiwillige Feuerwehr Günzburg. Ursprünglich hieß es, eine Person sei eingeklemmt, doch dem war dann glücklicherweise nicht so. Allerdings lief eine Menge Öl aus, das die Feuerwehr binden musste. Die Bahnbrücke blieb während der Aufräumarbeiten für eine knappe Stunde komplett gesperrt.

Aus Günzburger Zeitung vom 11. Oktober

Chlorgas-Unfall im Leipheimer Gartenhallenbad endet glimpflich

Bild: BleierDer Aufmerksamkeit des Bademeisters ist es zu verdanken, dass der Chlorgas-Unfall gestern Nachmittag gegen 14.30 Uhr im Leipheimer Gartenhallenbad nicht schlimmer endete. Der Bademeister bemerkte den Geruch des austretenden Gases am Kinderbecken und löste sofort die Alarmierung aus. Zu diesem Zeitpunkt waren knapp 50 Badegäste im Hallenbad, niemand wurde verletzt. Laut Feuerwehr und Landratsamt bestand keine Gefahr für die Bevölkerung. Das Gebäude wurde sofort geräumt und und mit Hilfe von Entlüftern von der chlorhaltigen Luft gereinigt. Nach etwa zwei Stunden konnte das Bad wieder geöffnet werden.
Text: alf/Bild: Christina Bleier

Aus Günzburger Zeitung vom 09. November

Feuerwehr musste zwei Mal ausrücken

Günzburg/Kleinkötz (zg).Innerhalb weniger Stunden mussten die Feuerwehren zwei Mal ausrücken: Am Donnerstagabend sorgte die Verpuffung eines Ölofens in einem Haus im Günzburger Löwenbrunnenweg für einen Einsatz. Mehrere Zimmer waren stark verqualmt, die im Haus wohnende dreiköpfige Familie konnte sich aber rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Retter belüfteten das Gebäude. Am Freitag gegen 7 Uhr wurden die Feuerwehren Günzburg, Kleinkötz und Großkötz alarmiert, nachdem in der Anton-Mayer-Straße in Kleinkötz einem Heizkeller gelagertes Brennholz aus noch ungeklärter Ursache in Flammen aufgegangen war. Den Brand hatten die Retter schnell im Griff und dank des umsichtigen Vorgehens entstand auch kein Wasserschaden. Zwei Erwachsene und ein Kind erlitten Rauchvergiftungen.

Aus Günzburger Zeitung vom 15. November

Schwerer Unfall auf der B 16
Lieferwagen rast in Gefahrgut-Lkw
48-jähriger Fahrer des Kleintransporters sofort tot – Lkw-Fahrer (46) schwebt in Lebensgefahr

Aus ungeklärter Ursache kam der in Richtung Gundelfingen fahrende 48-Jährige nach links auf die Gegenfahrbahn und raste frontal in einen entgegen kommenden Gefahrgut-Laster.Der 46-jährige, aus Günzburg stammende Fahrer des Gefahrgut-Lkw erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Bilder: Dieter MärzGünzburg (alf).
Ein Bild des Schreckens bot sich den Rettungskräften, als sie gestern vormittag kurz nach 9 Uhr an der Unglücksstelle auf der B 16 zwischen Günzburg und Gundelfingen: Ein Kleintransporter war frontal in einen entgegenkommenden Gefahrgut-Lkw gerast. Für den 48-Fahrer des Lieferwagens kam jede Hilfe zu spät, er starb in den Trümmern seines total verwüsteten Fahrzeugs. Der Brummifahrer, ein 46-jähriger Günzburger, wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in eine Ulmer Klinik geflogen. Der Lkw hatte laut Polizei Fässer mit dem krebserregenden Lösungsmittel Tetrachlorethylen geladen, von denen einige ausliefen. Das kontaminierte Erdreich musste aufwändig entsorgt werden, eine Gefahr für die Bevölkerung habe jedoch zu keiner Zeit bestanden.

Um 9.06 Uhr ging bei der Feuerwehr-Einsatzzentrale der erste Notruf ein: Eine Person sei bei einem Verkehrsunfall auf der B 16 zwischen Günzburg und Gundelfingen, etwa einen Kilometer nach der Abzweigung zum Flugplatz, in einem Fahrzeug eingeklemmt.

Krebserregende Lösungsmittel

Noch während die Retter ausrückten, kam der nächste Alarm: In den Unfall sei auch ein Lkw verwickelt, der Gefahrgut geladen habe. Dies sorgte bei den Einsatzkräften dafür, dass sofort alle für solche Fälle erdenklichen Rettungsmaßnahmen eingeleitet wurden.
Als Christian Eisele, Kommandant der Günzburger Feuerwehr, als einer der ersten Retter am Unglücksort eintraf, stockte selbst dem hartgesottenen Feuerwehrmann der Atem. An der Unglücksstelle bot sich ein Bild der Verwüstung: Der Kleintransporter war von dem entgegenkommenden Lkw regelrecht zerfetzt worden, für den 48-jährigen Fahrer gab es keine Rettung mehr. Der Mann stammt laut Polizei aus Ungarn, lebt aber mit Angehörigen in einer Gemeinde bei Gundelfingen.

Unfallstelle vor Wind geschützt

Der Lieferwagen des 48-Jährigen wurde regelrecht zerfetzt. Für den Fahrer kam jede Rettung zu spät.Warum der 48-Jährige, der offenbar auf dem Nachhauseweg war, ohne ersichtlichen Grund auf die linke Fahrspur gekommen war, konnte gestern nicht geklärt werden. Zunächst hatte es geheißen, dass eine der heftigen Windböen als mögliche Ursache in Frage kommen könnte. Doch die Unfallstelle liegt geschützt in einem Waldstück, sodass Polizeisprecher dies nahezu ausschließen konnten.
Der 46-jährige Günzburger, der mit dem Gefahrgut-Lkw einer Offinger Recyclingfirma von Nordrhein-Westfalen kommend zum Firmensitz nach Offingen unterwegs war, wurde durch die Wucht des Aufpralls im Führerhaus eingeklemmt und konnte erst nach einigen Schwierigkeiten befreit und in eine Ulmer Klinik geflogen werden. Er erlitt laut Polizei lebensgefährliche Verletzungen, noch gestern abend kämpften die Ärzte um sein Leben.
Die Rettung der Unfallopfer wurde dadurch erschwert, dass es sich bei der Ladung des Lkw um das giftige und krebserregende Lösungsmittel Tetrachlorethylen handelte. 40 der über 80 Fässer waren bei dem schweren Zusammenstoß leck geschlagen und liefen aus. 300 Liter Lösungsmittel sickerten ins Erdreich, und angesichts der Gesundheitsgefahren konnten die Rettungskräfte nur mit schwerem Atemschutz zu dem Verletzten vordringen. Die Feuerwehren waren mit rund 30 Mann und neun Fahrzeugen im Einsatz, dazu kamen noch rund 20 Retter des BRK mit fünf Einsatzfahrzeugen. Zum Unfallort eilten auch Fachleute des Landratsamtes, des Wasserwirtschaftsamtes, der Straßenmeisterei und vom Günzburger Ordnungsamt. Außerdem kümmerten sich zwei Notfall-Seelsorger um die Angehörigen des getöteten 48-Jährigen, die zur Unfallstelle geeilt waren.

Polizei rätselt: Warum kam der Lieferwagen nach links ab?

Es galt, die Entsorgung des verseuchten Erdreiches zu organisieren und zudem musste der seitlich in die Böschung gerutschte Laster abgesichert werden. Zeitweise bestand die Gefahr, der Auflieger könnte umkippen und weiteres Lösungsmittel könnte auslaufen. Zum Glück gelang es den Rettern, dies zu verhindern. Zwar roch es gestern auch Stunden nach dem Unfall am Unglücksort noch deutlich nach Lösungsmittel, eine Gefahr für die Bevölkerung habe aber zu keinem Zeitpunkt bestanden, betonten diebeiden Einsatzleiter der Feuerwehr, Kreisbrandrat Robert Spiller und Kreisbrandinspektor Gerhard Hillmann.
Die Bundesstraße musste bis in die späten Abendstunden für den kompletten Verkehr gesperrt werden. Die Bergungsarbeiten erwiesen sich als äußerst schwierig.

Aus Günzburger Zeitung vom 20. November

Wo steckt die unbekannte Anhalterin?
Betrunkene fährt in Graben: Drei Schwerverletzte

Günzburg/Leipheim (zg/alf).
Total betrunken fuhr eine 37-jährige Autofahrerin in der Nacht zum Mittwoch gegen 22.20 Uhr von Günzburg nach Leipheim. Beim Überholen verlor sie die Beherrschung über ihr Auto und schleuderte in den Graben. Die Fahrerin und eine 24-jährige Beifahrerin wurden schwer, eine 18-Jährige sogar lebensgefährlich verletzt. Zudem soll in dem Auto noch eine Anhalterin gesessen haben, doch von der fehlte jede Spur. Auch eine aufwändige Suche mit Suchhunden und Hubschrauber brachte kein Ergebnis: Die mysteriöse Unbekannte blieb verschwunden und wird weiterhin gesucht.

Die Fahrerin gab bei der Polizei an, dass sie den Versuch, ein anderes Auto zu überholen, wegen Gegenverkehr habe abbrechen müssen. Das Auto schleuderte nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr die etwa 1,5 Meter hohe Böschung hinunter, geriet zunächst auf die rechte Seite und rutschte dann etwa 40 Meter auf dem Dach im schneebedeckten Acker weiter.

Auto überschlägt sich mehrfach

Der Pkw überschlug sich dann noch einmal und kam auf dem Dach letztendlich zum Liegen. Im Fahrzeug befanden sich laut Polizei vier Personen.
Eine 18-jährige Beifahrerin wurde mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen ins Klinikum Ulm gebracht. Die Fahrerin und eine 24-jährige Beifahrerin, die hinten links gesessen hatte, wurden ebenfalls mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Günzburg eingeliefert.

Straße gesperrt

Eine weitere unbekannte Frau, welche per Anhalter mitgenommen worden sein soll, lief vermutlich unter Schock stehend davon und wurde mit einem Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Hubschrauber mit Wärmebildkamera gesucht, jedoch ohne Erfolg.
Die Strecke zwischen Günzburg und Leip-heim war bis kurz vor Mitternacht total gesperrt.
Die unbekannte Anhalterin soll sich umgehend bei der Polizeiinspektion Günzburg unter der Telefonnummer (08221) 919-0 melden.

Aus Günzburger Zeitung vom 24. Dezember


Scheunenbrand in Riedhausen

Von unserem Redaktionsmitglied Georg Schalk
Bild: FeuerwehrGünzburg[…]

Nachbar fährt Tor ein

Die Helfer im Kreis Günzburg blieben zum Jahreswechsel von Unglücken mit Toten oder Verletzten verschont. Für die Feuerwehren in Günzburg begann der Silvestertag bereits um 1.30 Uhr mit einem größeren Einsatz: Scheunenbrand in Riedhausen. Dort war am Unteren Moosweg eine Feldscheune, in der Strohballen gelagert waren, in Brand geraten. Auch rund 30 Rinder und einige Pferde waren dort untergebracht. Ein Nachbar fuhr mit seinem Traktor das Tor der etwa 20 mal zehn Meter großen Scheune ein und ermöglichte so, dass alle Tiere unverletzt ins Freie gelangen konnten, berichtete die Polizei. Über die Brandursache könne sie bis jetzt noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen hat die Kripo Neu-Ulm aufgenommen. Durch das Feuer entstand ein Sachschaden von rund 20000 Euro. Im Einsatz waren zunächst die Floriansjünger aus Günzburg und Riedhausen, später wurde noch die Freiwillige Feuerwehr Reisensburg nachalarmiert.
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Aus Günzburger Zeitung vom 3. Januar 05