Sattelzug brennt auf der A8: Kilometerlange Staus

Landkreis (kai) – Glück im Unglück hatte ein fünfjähriger Bub bei einem Unfall am frühen Freitagabend bei Ichenhausen. Nach Angaben der Polizei hatte ein 38-jähriger Landwirt auf einem Acker rund 500 Meter südöstlich von Ichenhausen Jauche ausgebracht.

Auf der Ladefläche des Traktors saßen drei Kinder im Alter von vier und fünf Jahren. Plötzlich bemerkte der Landwirt, dass ein fünfjähriger Nachbarsjunge von der Ladefläche gefallen war und hinter dem Jaucheanhänger auf dem Boden lag. Als der Traktorfahrer zu dem Buben kam, war der zwar ansprechbar, er gab aber an, von einem Rad des Anhängers überrollt worden zu sein.

Der alarmierte Notarzt konnte nach Polizeiangaben bei dem Kind keine Verletzungen feststellen, trotzdem wurde der Bub vorsorglich mit einem Krankenwagen in die Kinderklinik der Universität Ulm gebracht.

Großalarm war am Samstagvormittag auf der Autobahn zwischen dem Kreuz Ulm/Elchingen und der Anschlussstelle Leipheim in Fahrtrichtung München ausgelöst worden. Gegen 10.30 Uhr war ein tschechischer Sattelzug in Brand geraten.

Da aufgrund der starken Rauchentwicklung zunächst nicht zu klären war, ob der Lastwagen Gefahrgut geladen hatte, wurden die Feuerwehren aus Günzburg, Leipheim, Senden, Thalfingen sowie aus Ober- und Unterelchingen alarmiert, ebenso das Technische Hilfswerk aus Neu-Ulm und Blaubeuren.

Außerdem wurde die Autobahn in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt.

Bergung dauert fünf Stunden

Nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Sattelzug nur mit harmlosem Stahl beladen war, konnte der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei geleitet werden. Löschung und Bergung des mit 25 Tonnen Stahl beladenen Fahrzeugs dauerten aber etwa fünf Stunden. In dieser Zeit baute sich ein Rückstau auf, der zeitweilig eine Länge von acht Kilometern erreichte. Der Aufleger des Lkw brannte aus, der Schaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf etwa 50 000 Euro. Der tschechische Fahrer blieb unverletzt.

Einen Exhibitionisten hat die Polizei am frühen Samstagabend bei Mindelzell dingfest gemacht. Der Mann hatte am Mindelufer eine Joggerin unsittlich belästigt. Die alarmierte Polizei konnte den Mann wenig später in seinem Auto festnehmen. Kurze Zeit danach meldeten sich zwei weitere Frauen, die den 28-jährigen Mann ebenfalls gesehen hatten.

Auf einen Trickdieb war am Samstagvormittag ein Mann in Leipheim hereingefallen. Das Opfer war von einem Unbekannten gebeten worden, ihm eine Zwei-Euro-Münze in Kleingeld zu wechseln. Der Mann kramte in seinem Geldbeutel nach kleinen Münzen, als er zu Hause angekommen war, bemerkte er, dass ihm der Täter einen 50-Euro-Schein gestohlen hatte.

Dieser Bericht wird durch den KFV Günzburg bereitgestellt.