Wohnungsbrand und schwerer Verkehrsunfall

Lange Zeit blieb es an Weihnachten ruhig. Am zweiten Weihnachtsfeiertag gab es Großalarm in Günzburg. Von Georg Schalk

Am Mittwoch brannte es in einem Mehrfamilienhaus in der Günzburger Parkstraße. Feuerwehrleute brachten heißes Inventar ins Freie und löschten es ab. Foto: Mario Obeser

An den Weihnachtsfeiertagen gab es aus Sicht von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst einiges zu tun. Die Polizeiinspektionen in Günzburg, Burgau und Krumbach meldeten Einbrüche, Unfälle, Brände, mehrere Familienstreitigkeiten und Einweisungen ins Bezirkskrankenhaus. `Unterm Strich war es durchwachsen`, meinte ein Beamter der Günzburger Inspektion am Mittwoch. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) in Günzburg fuhr so viele Einsätze wie sonst an Sonn- und Feiertagen ` obwohl derzeit viele im Weihnachtsurlaub sind.

Rettungsdienst. `Die Einsatzzahlen ähneln jenen, die wir im Durchschnitt an Wochentagen und Wochenendtagen haben`, informierte Alexander Faith, Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis. Üblicherweise rücken die Helfer im Raum Krumbach binnen 24 Stunden zu vier bis fünf Notarzteinsätzen aus. In Günzburg sind es acht bis zehn. Darin eingeschlossen ist das Gebiet um Burgau und Jettingen-Scheppach. Hinzu kommen die üblichen Krankentransporte, wenn ein Patient ins Krankenhaus eingewiesen werden soll, und Notfalleinsätze, zu denen nur die Besatzung eines Rettungswagens geschickt wird ` ohne Notarzt. `Dieses Einsatzaufkommen herrschte im Schnitt auch an den Weihnachtstagen`, so Faith.

Feuerwehr. Der Kreisfeuerwehrverband meldete bis gestern Nachmittag lediglich zwei Einsätze im Landkreis, beide an Heiligabend: Um 2.56 Uhr wurde die Feuerwehr Leipheim zu einer Verkehrsabsicherung auf die A8 gerufen. Um 3.50 Uhr folgten die Günzburger Kollegen, die zu einem schweren Unfall auf der B16 ausrücken mussten.

Polizei. Am Zubringer vom sogenannten Polizeiohr auf die Bundesstraße 16 war es kurz zuvor zu einem folgenschweren Verkehrsunfall gekommen. Eine 33-jährige Mercedeslenkerin wollte aus Richtung Krankenhaus kommend dort nach links auf die Bundesstraße abbiegen. Die Ampel war zu diesem Zeitpunkt außer Betrieb, sodass die Frau die Vorfahrt achten musste. Aus Unachtsamkeit, so die Polizei, fuhr sie auf die B16 und übersah dabei einen aus Richtung Krumbach kommenden Twingo, an dessen Steuer ebenfalls eine Frau saß. Beide Fahrzeuge wurden bei dem Zusammenstoß total zerstört: Am Mercedes entstand laut Polizei 30000 Euro Schaden, am Renault 8000 Euro. Die mutmaßliche Unfallverursacherin wurde leicht verletzt. Sie begab sich zur Untersuchung in ärztliche Behandlung, weil der Verdacht bestand, dass sie ein Halswirbelsäulenschleudertrauma erlitten hatte. Die 20-jährige Renaultfahrerin erlitt bei der Karambolage schwere Verletzungen. Sie wurde mit Verdacht auf eine Beckenfraktur mit inneren Verletzungen stationär im Krankenhaus Günzburg aufgenommen.

Zwei Bewohner erleiden eine Rauchgasvergiftung

Wohnungsbrand. Um 15.30 Uhr wurde am Mittwoch ein Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Parkstraße in Günzburg gemeldet. Das Schlafzimmer im Erdgeschoss wurde ein Raub der Flammen. Der Schaden liegt im fünfstelligen Bereich. Zwei Bewohner kamen mit Rauchgasvergiftung in ein Ulmer Krankenhaus. Im Einsatz waren die Feuerwehr mit 31 Mann, zehn Helfer des Rettungsdienstes, zwei Notärzte und zwei Streifenwagen.

Körperverletzung. Am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 20-Jährigen mit zwei 25-jährigen Besuchern einer Diskothek in Ichenhausen. Nach einem verbalen Streit schlug zunächst einer der beiden gegen die Schläfe des Geschädigten. Der andere traf ihn an der Lippe. Der 20-Jährige erlitt dabei ein Hämatom an der Schläfe und eine geschwollene Lippe. Die Polizei Günzburg, Telefon 08221/9190, sucht Zeugen.

Wildschweinjagd. Am Montagvormittag hatten sich drei Wildschweine nach Scheppach verirrt. Sie flüchteten in die Scheune eines Bauernhofes. Auf dem Weg dorthin beschädigten die aggressiven Tiere ein Hoftor und einen Gartenzaun, berichtete die Polizei in Burgau. In der Scheune konnten zwei der Tiere vom zuständigen Förster erlegt werden. Eine Sau entkam.

 

Quelle: www.augsburger-allgemeine.de – Stand: 27.12.2012 – 16:06 Uhr