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Zwei Schwerverletzte durch Feuer und Strom

14.01.12 (Einsätze)

In Günzburg brennt ein 25-Jähriger nach einem Schlag durch eine 110-Kilovolt-Leitung. In Jettingen ersticken wenige Minuten später Nachbarn die Flammen, als eine 85-Jährige bei einem Zimmerbrand Feuer fängt Von Rebekka Jakob

Günzburg/Jettingen Im Schnitt ein bis zwei Mal im Jahr bekommen es die Rettungskräfte im Landkreis mit Menschen zu tun, die schwere Brandverletzungen erlitten haben. Am vergangenen Samstagnachmittag wurden die Helfer innerhalb einer Viertelstunde gleich zu zwei Unglücksstellen in Günzburg und Jettingen gerufen, bei denen Brandverletzte zu versorgen waren. Einem 25 Jahre alten Mann musste das Bein amputiert werden, eine 85 Jahre alte Frau schwebt in Lebensgefahr.
`Das war für uns ein wirklich anspruchsvoller Einsatztag`, sagt Ralf Berchtold, Sprecher des Rettungsdienstes. Die beiden Brandverletzten mussten nicht nur versorgt werden, im Hintergrund machte sich die Einsatzzentrale auf die schwierige Suche nach zwei freien Rettungshubschraubern für den Transport und freien Betten in Spezialkliniken. Und auch die Umstände der Einsätze verlangten von den Rettungskräften, den Feuerwehrleuten und der Polizei starke Nerven.
Spaziergänger hatten am Samstagnachmittag beim Günzburger Donau-Kraftwerk einen Mann entdeckt, der nahe der Starkstromleitung auf dem Boden lag und brannte. Der 25-Jährige hatte auf dem durch einen Zaun geschützten Firmengelände einen Stromschlag durch eine 110kV-Leitung erlitten. Um ihm zu Hilfe kommen zu können, mussten die Retter sich über eine Bockleiter, die die Feuerwehr aufbaute, Zugang verschaffen. Die Feuerwehr löschte die brennenden Kleider des Mannes. Wegen der Stromleitungen mussten die Helfer ein Rettungsbrett einsetzen, ein Spineboard, das den Strom nicht leitet, erklärt Christian Eisele von der Feuerwehr Günzburg. Während sich der Rettungsdienst um den Verletzten kümmerte, leuchtete die Feuerwehr den Landeplatz für den Hubschrauber aus Ulm aus, der den 25-Jährigen in eine Spezialklinik nach Tübingen brachte. Dort musste dem Günzburger wegen seiner schweren Verletzungen das rechte Bein amputiert werden.
Warum der Mann sich trotz Warnschildern und hohen Absperrzäunen bei den Starkstromleitungen aufgehalten hat, ist nach Polizeiangaben noch unklar. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter Telefon (08221) 9190 zu melden.
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Quelle: www.augsburger-allgemeine.de – Stand: 17.01.2012 – 07:30 Uhr