Schulbus fängt Feuer: Sechs Leichtverletzte

Von Walter Kaiser

Ichenhausen Ein Schulbus der Ichenhauser Firma Zenker war gestern gegen 7.50 Uhr in Brand geraten. Vier Kinder, der Busfahrer und ein Schulweghelfer zogen sich leichtere Rauchgasvergiftungen zu.

Nach Angaben von Busunternehmer Franz E. Zenker war der Schulbus, besetzt mit 55 Kindern und Jugendlichen, auf der Fahrt von Bibertal zur Hauptschule Ichenhausen. In Höhe der Firma Schlecker in Ichenhausen wurde der Busfahrer von einem Autofahrer darauf aufmerksam gemacht, dass Rauch aus dem Heck des Busses quoll.

Der Mann fuhr aber noch bis zur Schulhaltestelle, wo er die Kinder aus dem Fahrzeug evakuierte. Als der Bus stand, fing der Motorraum Feuer. Die Flammen konnten vom Fahrer, dem Hausmeister der Hauptschule und einem Schulweghelfer mit Feuerlöschern erstickt werden, noch ehe Feuerwehr, Notärzte und Kriseninterventionsteam des BRK vor Ort waren. Zenkers Ehefrau Edith, die mit einem weiteren Bus die Schulhaltestelle anfuhr, hielt dort stehende, neugierige Kinder davon ab, näher an den brennenden Bus zu kommen und sich damit selbst zu gefährden.

Insgesamt wurden 132 Personen, die im Bus oder an der Bushaltestelle waren, ärztlich untersucht. Einige der Schulkinder erklärten, im Bus habe es schon in Autenried gestunken.

Vier Kinder zogen sich leichte Rauchgasvergiftungen zu. Ebenso der unter Schock stehende Busfahrer und der Schulweghelfer. Die beiden Erwachsenen wurden ins Krankenhaus gebracht. Wie Zenker weiter erklärte, war eine Dieselleitung am dritten Zylinder des etwa sieben Jahre alten Neoplan-Busses abgerissen.

In dem Bus saßen nicht nur Hauptschüler, sondern auch Schüler des Gymnasiums Wettenhausen, der Realschule Ichenhausen und der Förderschule Hochwang. Er habe sofort die Schulleitungen, Elternbeiräte und den Bibertaler Bürgermeister Strobel informiert, sagte Zenker.

Quelle: www.augsburger-allgemeine.de – Stand: 10.07.2009 – 18:50 Uhr