Löschmittel
Auf die verschiedenen Löschmittel soll hier ein wenig eingegangen werden. Im Unterpunkt Feuerlöscher werden Ihnen sowohl technische Aspekte als auch der richtige Umgang mit einem Feuerlöscher erklärt.
Pulver:
Auf das Löschmittel Pulver wollen wir hier nicht weiter eingehen. Die interessante Information hierzu finden Sie bei den Feuerlöschern.
Schaum:
Welche Arten von Schaum gibt es bei der Feuerwehr?
Eigentlich gibt es nur eine Art, den Luftschaum. Dieser Schaum ensteht durch innige Durchmischung von Wasser, Schaummittel und Luft. Die Klassifizierung erfolgt nach sogenannten Verschäumungszahlen in Schwerschaum (bis 20), Mittelschaum (21-200) und Schwerschaum (201-1000). Bei einer Zumischung von 3,5% Schaummittel erhält man bei einer Verschäumungszahl von 6 einen Schaum, der aus ca. 16% Wasser, 0,5% Schaummittel und 83,5% Luft besteht. Wählt man Mittelschaum (75) so steigt der Anteil von Luft auf 98,5%, der Anteil an Wasser liegt bei nur noch 1,5% und der Anteil an Schaummittel ist auf 0,05% (!) gesunken. Der Vollständigkeit halber wollen wir die gleiche Rechnung für Leichtschaum (1000) angeben. Der Anteil von Wasser und Schaummitel zusammen beträgt hier nur noch 0,1%, der Rest (99,9%) sind Luft.
Verschäumungszahl: Gibt das Verhältnis vom Schaumvolumen (l) zum Schaumgewicht (kg) an. Vereinfacht kann Sie auch als Vergrößerung des Volumens des Gemisches betrachtet werden.
Welches Schaummittel werden verwendet bzw. gibt es?
Es existieren einfache Schaummittel mit den nur Schwerschaum erzeugt werden kann (meist auf Proteinbasis) und sog. Mehrbereichsschaummittel mit denen alle drei Varianten erzeugt werden können. Verwendet werden von uns normalerweiße Mehrbereichsschaummittel.
Worauf beruht die Löschwirkung?
Der Stickeffekt tritt bei allen Schaumarten auf. Bei Schwer- und Mittelschaum kommt auch noch der der Kühleffekt dazu.
Stickeffekt: Die Schaumdecke auf der Oberfläche des Brandgutes unterbindet die Zufuhr von Sauerstoff und beendet damit den Brandvorgang.
Kühleffekt: Der Schaum gibt Wasser ab.
Anmerkung: Zum Löschen von Bränden von elektrischen Anlagen ist Schaum aufgrund seiner Leitfähigkeit ungeeignet.
Wo wird Schaum als Löschmittel verwendet?
Mit Schwerschaum werden Brände der Klassen A und B gelöscht. Näheres zu den Brandklassen erfahrern Sie bei den Feuerlöschern. Das wichtigste Einsatzgebiet dürfte die Mineralölindustrie und PKW-Brände sein. Mittelschaum wird zum Löschen von großflächigen Bränden verwendet, in einzelnen Fällen auch zum Füllen und Fluten von Räumen. Auch Leichtschaum wird zum Füllen und Fluten von Räumen verwendet. Wird aber äußerst selten eingesetzt.
Wieviel Schaummittel wird dem Wasser zugemischt?
Dem Wasser können zwischen 1 und 6 Prozent zugemischt werden. Dabei muss aber auch die Art des Schaummittels beachtet werden.
Was ist “Light Water” oder auch “AFFF”?
Bei Light Water handelt sich um ein synthetisches filmbildendes Schaumlöschmittel. Aufgrund der hohen Oberflächenaktivität bildet es einen gasdichten Film, der rückzündungssicher ist. Da sich ein Riß sofort wieder geschlossen wird. Die Brandtemperatur wird durch die hohe Kühlwirkung auch noch schneller herabgesetzt.
Kohlendioxid:
Die Löschwirkung von Kohlendioxid (CO2) beruht auf seiner erstickenden Wirkung durch Verdrängung des Sauerstoffes. Anwendung findet er deshalb vorallem in geschlossenen Räumen. Die kühlende Wirkung kann dagegen vernachlässigt werden. Man sollte das Kohlendioxid als Gas und nicht als “Schnee”, der an der Düse entsteht, einsetzten. Ein Problem ist aber die erstickende Wirkung, deshalb ist Vorsicht in geschlossenen, engen, schlecht gelüfteten Räumen geboten. Bei Elektrobränden wird Kohlendioxid gerne verwendet, da es ein elektrisch nicht leitfähig ist.
Sonstige Löschmittel:
Bei Metallbränden werden Graugußspäne, trockener Sand, Salz, Zement oder Kalk verwendet. Bei Schwelbränden mischt man dem Wasser Netzmittel bei um die Oberflächenspannung herabzusetzten.

