Herzlich willkommen bei der 7. ältesten Feuerwehr Bayerns.

Zeitungsberichte

Auf A8 am Steuer eingeschlafen
In der Neujahrsnacht zu lange aufgeblieben ist ein 18 Jahre alter Autofahrer, der um 3.45 Uhr einen schweren Unfall auf der A 8 verursachte. Der junge Mann war nach eigenen Angaben hinterm Steuer eingeschlafen und wachte erst durch die Schreie seines Beifahrers wieder auf. Offenbar mit Tempo 120 prallte sein Wagen auf einen vorausfahrenden Pkw. Dieser wurde von der Autobahn in ein Feld geschleudert. Die beiden Insassen, ein Ehepaar, wurden mit Kopfplatzwunden und Schleudertrauma ins Krankenhaus gebracht. Im Wagen des Unfallverursachers, der in den Mittelleitplanken der A 8 liegen bliebt, wurde laut Polizei niemand verletzt. Der Führerschein des 18-Jährigen wurde sichergestellt.

Auschnitt eines Artikels der Günzburger Zeitung vom 02. Januar 2003

Selbstmörder legt Feuer in Wohnhaus
Kötz (rik). Einen traurigen Start ins neue Jahr hatten Feuerwehrleute aus Groß- und Kleinkötz, Ebersbach und Günzburg: Sie wurden gestern Vormittag zu einem Haus in Kötz gerufen, in dem ein Mann versucht hatte, Feuer zu legen. Anschließend tötete er sich selbst. Seine Leiche wurde nach GZ- Informationen im Garten des Anwesens gefunden. Der Vorfall erregte großes Aufsehen in der Gemeinde. Da von dem Haus starker Brandgeruch ausging, brachen die Feuerwehrleute auf Anweisung der Polizei die Haustüre auf und untersuchten das Gebäude auf explosive Stoffe. Dort war Benzingeruch festgestellt worden.

Aus Günzburger Zeitung vom 03. Januar 2003

PKW-Brand nach Verkehrsunfall
Auf der A8 brannte am Sonntagabend der Wagen eines  24-jährigen Augsburgers vollständig aus. Der Pkw war wegen überhöhter  Geschwindigkeit ins Schleudern geraten und hatte beim Aufprall auf die  Mittelleitplanke Feuer gefangen. Durch das Löschwasser verwandelte sich die  Autobahn In Sekunden In eine Eisfläche. Bild: Feuerwehr Überhöhte Geschwindigkeit im Baustellenbereich auf der A 8 wurde einem 24 Jahre alten Augsburger bereits am Sonntagabend zum Verhängnis, so die Polizei. Der Pkw-Fahrer überholte am Ende des dreispurigen Bereiches der Autobahn bei Günzburg ein anderes Fahrzeug und geriet ins Schleudern. Das Auto stieß zunächst gegen die Betonschutzwände am rechten Fahrbahnrand, prallte dort ab und landete schließlich in der Mittelschutzplanke. Das Auto des 24-Jährigen geriet daraufhin in Brand, die Insassen des Autos konnten sich jedoch unverletzt retten.
Die Feuerwehren aus Günzburg und Burgau konnten den Brand jedoch nur noch ablöschen, der Pkw brannte aus. Es entstand Schaden in Höhe von 10000 Euro. Das Löschwasser verwandelte die Fahrbahn bei Minusgraden in eine Eisfläche – die Autobahn musste deshalb nach dem Unfall in Richtung München rund 30 Minuten voll gesperrt werden, teilt die Polizei mit. Der Verkehr staute sich auf rund drei Kilometer.

Auschnitt eines Artikels der Günzburger Zeitung vom 14. Januar 2003

Holzofen setzt Rohbau in Brand
Bild: FeuerwehrEin defekter Holzofen hat nach Angaben von Polizei und Feuerwehr gestern früh gegen sechs Uhr einen Rohbau in Kleinkötz in Brand gesetzt. Der Ofen war im Erdgeschoss des Hauses aufgestellt, um die Baustelle zu beheizen, so die Polizei. Durch einen Defekt habe der Ofen einen Schwelbrand an der Wandisolierung ausgelöst. Nach Polizeiangaben entstand ein Schaden von rund 5000 Euro, verletzt wurde niemand.

Auschnitt eines Artikels der Günzburger Zeitung vom 14. Januar 2003

Frontalzusammenstoß: B10 eine Stunde gesperrt
Bild: Ulrich Wagner Nach einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge musste gestern Vormittag die Bundesstraße 10 bei Leinheim rund eine Stunde lang komplett gesperrt werden. Wie die Günzburger Polizei mitteilt, war gegen 10 Uhr ein 62 Jahre alter Autofahrer aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und prallte gegen ein entgegenkommen des Auto. Der Mann erlitt mittelschwere Verletzungen, so die Polizei, die Fahrerin des anderen Pkw wurde nur leicht verletzt. Die Feuerwehr Günzburg war im Einsatz, um die Fahrbahn für die Aufräumarbeiten zu sperren und den Verkehr über Leinheim umzuleiten. Über die Höhe des Sachschadens ist noch nichts bekannt.

Aus Günzburger Zeitung vom 08. Februar 2003

Die große Sorge war schnell verflogen
Rauchentwicklung in Chemiefirma entpuppt sich als Bagatelle
Günzburg-Wasserburg (alk). So eine kleine Rauchentwicklung auf einem Werksgelände kommt des Öfteren vor. Die Bevölkerung nimmt von ihr in der Regel aber keine Notiz, weil der Zwischenfall selten nach außen dringt. Anders bei Atofina, einem chemischen Industriebetrieb im Günzburger Stadtteil Wasserburg: Wenn hier etwas passiert – und sei es nur eine „Bagatellell“ -, dann gehen Firma und Einsatzkräfte auf Nummer sicher. Sie drücken auf den „großen Knopf“. Am späten Dienstagabend war das so.
Die Niederlassung Günzburg der Atofina Deutschland GmbH stellt Grundstoffe für die Produktion von Kunststoffen her. Hier wird sehr viel mit Chemie gearbeitet. Auf dem Werksgelände direkt neben der Günz befindet sich auch eine Gebäudeanlage, in dem die hergestellten organischen Peroxide, die für die Produktion von Kunststoffen des täglichen Bedarfs benötigt werden, vor dem Versand an die Kunden gelagert sind. Dieses Lager rückte am Dienstagabend in den Mittelpunkt.
Es war kurz nach 23 Uhr, als der diensthabende Werkschutz- Mitarbeiter bei einem Kontrollgang im Außenbereich der Laderampe einen Schwelgeruch wahr nahm. Darüber hinaus entdeckte er eine leichte Rauchentwicklung, informierte Niederlassungsleiter Dr. Uwe Poser gestern die GZ. Gemäß den Werkschutz-Anweisungen setzte die Firma bei der Polizei einen Notruf ab, worauf neben der Werkfeuerwehr auch die Freiwilligen Feuerwehren Günzburg und Wasserburg sowie der Rettungsdienst alarmiert wurden. Zusammen mit der Polizei und der Landkreisinspektion der Feuerwehr trafen die Kräfte binnen weniger Minuten vor Ort ein. Mit Hilfe der Wärmebildkamera der Günzburger Wehr entdeckten die Helfer schnell den „Brandherd“: In einer etwa zwei Zentimeter breiten Dehnungsfuge zwischen zwei Betonblöcken der Laderampe war es zu einer Rauchentwicklung gekommen. Die Sorge, ein kleines Glutnest könnte zu einem größeren Brand mit Explosionsgefahr und austretenden Giftgasen ausufern, war schnell verflogen.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Niederlassungsleiter Poser vermutet, dass der kleine Schwelbrand auf Lötarbeiten vom selben Nachmittag zur Installation einer Kupfer-Pressluftleitung zurückzuführen ist. Gegen 0. 15 Uhr rückten die externen Einsatzkräfte wieder ab. Nach Auskunft von Atofina gab es keine Verletzten und einen Sachschaden von lediglich 200 bis 300 Euro. Auch nach Ansicht der Einsatzleitung, des Kreisbrandrats Robert Spiller sowie weiterer Führungskräfte der Feuerwehr habe zu keiner Zeit eine Gefahr für die Mitarbeiter oder Nachbarn bestanden. Der chemische Industriebetrieb informierte am Mittwochmorgen das Landratsamt Günzburg und das Gewerbeaufsichtsamt Augsburg über den Vorfall. Wie es dazu kommen konnte, werde von der Niederlassung zurzeit in Abstimmung mit den Behörden untersucht, so Dr. Poser.

Aus Günzburger Zeitung vom 20. Februar 2003

Brand in Wohnhaus: Erdgeschoss ausgebrannt
Bild: MärzAus bislang noch ungeklärter Ursache geriet am Freitagvormittag gegen 9.50 Uhr in Wasserburg ein Einfamilienhaus in Brand. Die Feuerwehren aus Günzburg und Wasserburg hatten das Feuer schnell unter Kontrolle, am Haus entstand jedoch ein großerSachschaden von mindestens 50000 Euro. Das Erdgeschoss des Gebäudes brannte fast vollständig aus, auch im ersten Stock richteten Ruß und Flammen erhebliche Schäden an. Die einzige Bewohnerin des Hauses, eine 75-Jährige, konnte sich unverletzt aus dem brennenden Gebäude retten. Laut Polizei, habe die Rentnerin, als sie in ihre Küche kam, bemerkt, dass die Eckbank lichterloh brannte. Sie verließ das Haus und alarmierte über Nachbarn die Feuerwehr. Die Frau musste nach Angaben von Polizei und Feuerwehr mit dem Rettungswagen zur Behandlung ins Kreiskrankenhaus Günzburg gebracht werden, da sie einen Schock und eine leichte Brandverletzung erlitten hatte.

Aus Günzburger Zeitung vom 03. März 2003

Lkw fährt in Straßengraben – Kilometerlanger Stau im Berufsverkehr auf der A8
Bild: Ulrich Wagner(rjk) Für Stau im Berufsverkehr sorgte gestern Früh ein Unfall auf der A8 in Höhe Limbach. Ein Lkw war gegen 5.20 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und steckte in einer angrenzenden Wiese fest, so ein Sprecher der Autobahnpolizei Günzburg. Der mit Teer-Rollen voll beladene Laster musste mit Hilfe eines Spezialkrans geborgen werden. Die Bergung erwies sich als kompliziert, da der nasse Untergrund der Wiese die Arbeiten erschwerte. Die AB war in Fahrtrichtung Stuttgart über eine Stunde voll gesperrt, danach konnte der Verkehr während mehrerer Stunden nur über eine Fahrspur geleitet werden. Die Fahrzeuge stauten sich noch am Vormittag auf einer Länge von bis zu elf Kilometern. Auch auf der Ausweichstrecke B10 kam es zu Staus und zähfließendem Verkehr. Der Sachschaden blieb relativ gering mit rund 2300 Euro, der 46-jährige Fahrer des Lkw blieb unverletzt. Weshalb der Mann mit seinern 40-Tonner von der Fahrbahn abkam, konnte der Polizeisprecher gestern nicht sagen. Übermüdung des Fahrers schließt die Polizei als Ursache aus – der Mann habe erst kurz zuvor zwei Stunden geruht und war danach erst einen Kilorneter gefahren, als sich der Unfall ereignete.

Aus Günzburger Zeitung vom 12. März 2003

Nach tödlichem Unfall A8 über vier Stunden gesperrt
Pkw war unbeleuchtet quer zur Fahrbahn liegen geblieben
Keine Rettung mehr gab es für den 37-jähringen Fahrer dieses Autos, der am Samstagabend auf der A8 bei Günzburg quer zur Fahrbahn liegen geblieben war. Bilder: Ernst Mayer Günzburg (alk).
Nur ein paar Kilometer von seinem Heimatort entfernt passierte das folgenschwere Unglück. Ein 37-Jähriger Mann aus dem nördlichen Landkreis blieb mit seinem Pkw am Samstagabend auf der A8 kurz vor der Ausfahrt Günzburg liegen. Ein nachfolgender Wagen krachte in seine Fahrerseite. Der 37-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

Dieser Pkw krachte nach Schätzungen der Polizei mit Tempo 100 bis 120 in die Fahrerseite des liegengebliebenen Fahrzeugs.
Das Unglück nahm um 21.35 Uhr seinen Lauf. Nach Polizeiangaben kam der 37- Jährige, der mit seinem Pkw in Richtung München unterwegs war, etwa einen Kilometer vor Günzburg aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und fuhr in die rechte Leitplanke. Anschließend schleuderte der Pkw nach links und blieb unbeleuchtet an der Mittelleitplanke quer zur Fahrbahn liegen. Ein nachfolgender Autofahrer (28) erkannte das Hindernis zu spät und krachte mit Tempo 100 bis 120 in die Fahrerseite des liegen gebliebenen Wagens. Dessen Fahrer überlebte den Aufprall nicht. Auch der 28-Jährige saß alleine im Auto: Er wurde mit schweren Verletzungen ins Kreiskrankenhaus Günzburg gebracht.
Es entstand rund 20000 Euro Sachschaden. Zur Klärung des Unfalls wurde ein Sachverständiger eingeschaltet. Die Autobahn musste zwischen Leipheim und Günzburg für viereinhalb Stunden gesperrt werden. Es war der erste tödliche Unfall auf diesem dreispurig ausgebauten Abschnitt. Im Einsatz waren neben Polizei, Notarzt und Rettungsdienst die Freiwilligen Feuerwehren Leipheim und Günzburg, das THW Günzburg und die Autobahnmeisterei Augsburg. Die Autobahnpolizei sucht noch dringend Zeugen des Unfalls. Ihre Telefonnummer lautet 08221/9190. Kurz vor Mitternacht warnte der Rundfunk noch von einem Geisterfahrer auf der A8 bei Leipheim. Laut Polizei stellte sich aber schnell heraus, dass es keinen Geisterfahrer gab.

Aus Günzburger Zeitung vom 24. März 2003

Fußgängerin von Laster erfasst und getötet
59-Jährige stirbt im Ulmer Bundeswehrkrankenhaus
Für die Landung eines Rettungshubschraubers musste die B16 an der Donaubrücke gestern Vormittag gesperrt werden. Nach einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen wurde eine lebensgefährlich verletzte Fußgängerin nach Ulm geflogen. Doch die Ärzte im Bundeswehrkrankenhaus konntender 59-Jährigen nicht mehr helfen: Sie starb am Nachmittag im Bundeswehrkrankenhaus an ihren schweren Verletzungen. Bild: Ulrich WagnerGünzburg (rjk). Bei einem Unfall an der Donaubrücke der B16 in Günzburg wurde gestern eine 59- Jährige tödlich verletzt. Die Fußgängerin, die vor einen Lkw gelaufen war, erlag am Nachmittag im Ulmer Bundeswehrkrankenhaus ihren schweren Verletzungen.
Nach Angaben der Polizei war die Frau gegen 10.50 Uhr unmittelbar vor einem herannahenden Laster über die Fahrbahn gegangen, der Wagen hatte sie frontal erfasst. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Fußgängerin auf die Fahrbahn geschleudert. Die 59-jährige musste mit schwersten Kopf-Verletzungen per Hubschrauber ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm geflogen werden. Dort starb sie nach Polizeiangaben um 13.30 Uhr. Der 54-jährige Fahrer des Lkw blieb unverletzt. Die B16 war nach dem Unfall rund zwei Stunden lang gesperrt. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzugezogen.

Aus Günzburger Zeitung vom 26. März 2003

Waldbrände halten Feuerwehr in Atem
Zwei Einsätze gestern bei Hafenhofen und Zusmarshausen
...Haldenwang/Zusmarshausen (tol/jma).
Zwei Waldbrände haben gestern die Feuerwehren auf Trab gehalten. Stand zur Mittagszeit eine etwa 2000 Quadratmeter große Fläche nordöstlich von Hafenhofen in Flammen, breitete sie wenig später ein Feuer in einem Waldstück an der Autobahn bei Zusmarshausen aus. Beide Brände waren schnell unter Kontrolle. Die Forstverwaltung warnte gestern vor einer erhöhten Waldbrandgefahr und mahnte zur Vorsicht.

Bild: Ulrich Wagner Wie die Polizei Burgau gestern auf Anfrage mitteilte, hatte ein Landwirt in seinem Wald – etwa einen Kilometer nordöstlich von Hafenhofen – gegen 12 Uhr einen Haufen Reisig verbrennen wollen. Doch geriet durch Funkenflug auch dürres Gras in Brand, binnen kürzester Zeit standen etwa 2000 Quadratmetern Seegras und junges Gehölz in Flammen. Als der Bauer der Situation gegen 12.30 Uhr nicht mehr Herr wurde, informierte er die Polizei, welche die Feuerwehren Burgau, Dürrlauingen, Mindelaltheim und Hafenhofen alarmierte. Insgesamt waren knapp 50 Helfer im Einsatz. Schaden: etwa 1200 Euro.
Um 13.47 Uhr wurde dann ein etwa 400 auf 500 Meter großes Waldstück rechts der A8 zwischen Burgau und Zusmarshausen (Richtung München) in Brand gesetzt. Ursache laut Autobahnpolizei Gersthofen: Funkenflug durch Schweißarbeiten an der Leitplanke. Für die Brandbekämpfung wurde auch Unterstützung aus dem Kreis Günzburg angefordert. Die Feuerwehr Burgau rückte mit 21 Mann in vier Fahrzeugen aus, die Günzburger Kollegen mit zehn Mann in zwei Lkw. Weil die rechte Fahrspur für die Löscharbeiten gesperrt werden musste, bildete sich zeitweise ein Rückstau von fünf Kilometern Länge.
Hubert Bonath, Revierleiter der Forstdienststelle Ettenbeuren I, warnte gestern vor einer erhöhten Waldbrandgefahr. „Dürres Gras und trockener Boden verschärfen die Situation.“ Er riet davon ab, jetzt im Wald zu rauchen oder ein Feuer anzuzünden. Bayern

Aus Günzburger Zeitung vom 27. März 2003

Feuerwehr löscht an Tankstelle brennendes Auto
Aus Günzburger Zeitung vom 28. März 2003


Bei Unfall auf A8 aus Auto geschleudert: Mann (62) stirbt
Tödliche Verletzungen hat sich ein 62-Jähriger Autofahrer am Sonntag gegen 19.05 Uhr bei einem Unfall auf der A8 zugezogen. Der Fahrer verlor bei einem Überholmanöver auf dem dreispurigen Autobahnabschnitt bei Günzburg die Kontrolle über seinen Wagen, der sich anschließend mehrfach überschlug. Offenbar stand der Mann unter Alkoholeinfluss. Der 62-Jährige hatte nach Polizeiangaben etwa 100 Meter nach der Anschlussstelle Günzburg in Fahrtrichtung München seinen Wagen beim Gegenlenken übersteuert und kam dadurch von der Fahrbahn ab. Der nicht angegurtete Fahrer wurde aus seinem Wagen geschleudert und zo sich schwere Verletzungen zu, an denen er wenig später starb. An dem Auto entstand ein Sachschaden von rund 10 000 Mark. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Günzburg und Leipheim sowie das Technische Hilfswerk Günzburg waren im Einsatz um die Unfallstelle zu räumen. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Auf der A8 entstand ein Rückstau von etwa einem Kilometer. Erst nach drei Stunden war die Autobahn wieder frei befahrbar.
rjk/Bild: März

Aus Günzburger Zeitung vom 01. April 2003

Bubesheim: 7 500 Euro schaden bei Brand in Lackiererei
Bild: Stuhler Rund 7500 Euro Sachschaden sind gestern Mittag bei einem Brand In einer Lackiererei in der Bubesheimer Industriestraße entstanden. Wie die Polizei mitteilte, kam es gegen 12.50 Uhr bei Schweißarbeiten im Abluftkamin zu einer Verpuffung von Gasen, woraufhin ein Brand entstand. Bevor die Feuerwehren aus Bubesheim, Kötz, Günzburg und Leipheim vor Ort waren und sich mit Atemschutz dem Brandort näherten, hatten Firmenmitarbeiter das Feuer mit Gartenschläuchen gelöscht. Um sicher zu gehen, setzte die Günzburger Wehr ihre Wärmebildkamera ein, um Glutnester ausfindig zu machen. Laut Polizei bestand für die Bevölkerung zu keiner Zeit Gefahr wegen austretender Dämpfe.
tol/Bild: Stuhler

Aus Günzburger Zeitung vom 26. April 2003

20-jähriger rettet Kühe aus den Flammen
Unwetter fegt über den Landkreis: In Hochwang brennt ein landwirtschaftliches Anwesen – Baum stürzt auf Wohnhaus
Stall, Stadel und Maschinenhalle eines Bauernhofs in Hochwang standen in der  Nacht zum Freitag in Flammen. Ein Blitz hatte offenbar in eines der Gebäude  eingeschlagen. Bild: D. MackVon unserem Redaktionsmitglied
Rebekka Jakob

Ichenhausen-Hochwang/Günzburg Das schwere Unwetter, das in der Nacht zum Freitag über den Landkreis Günzburg hinwegzog, hat in der Region einige Schäden verursacht. Unter anderem sorgte in Röfingen ein umgestürzter Baum für einen Stromausfall, in Hochwang gerieten in der Nacht mehrere Gebäude eines landwirtschaftlichen Unwesens in Brand. Durch das beherzte Eingreifen eines Diesjährigen aus Ulm konnten alle Tiere aus dem brennenden Stall gerettet werden.

Durch ein Großaufgebot der Feuerwehren Ichenhausen, Hochwang, Deubach, Günzburg und Rieden konnte das Wohnhaus des Anwesens, das etwas abgesetzt von den übrigen Gebäuden lag, vor den Flammen gerettet werden. Ein freistehender Stall, ein Stadel und eine Maschinenhalle wurden hingegen bei dem Feuer fast vollständig zerstört.

Polizei lobt jungen Mann

Ein 20 Jahre alter Ulmer kam dem Landwirt bei der Rettung seiner 20 Kühe zu Hilfe. Der junge Mann war nach Angaben der Polizei auf dem Heimweg von einem Discothekenbesuch und sah die brennenden Gebäude. „Der Mann hielt sofort an und half ganz selbstverständlich dem Besitzer des Bauernhofes, ohne sich darum zu kümmern, dass er bei der Bergung der Tiere schmutzig wurde und sich sogar eine Verletzung zuzog“, so Günzburgs Polizeichef Peter Maier gegenüber der GZ.
Der Notarzt habe den 20-jährigen an Ort und Stelle noch wegen einer Platzwunde am Kopf behandelt, nachdem er mit dem Bauern die Tiere per Traktor und Viehanhänger abtransportiert hatte. „Es ist beileibe nicht selbstverständlich, dass sich jemand für einen wildfremden Menschen in Gefahr bringt“, lobt Maier das mutige Verhalten des jungen Mannes. Maier will sich nun darum bemühen, dem Ulmer in Absprache mit der Stadt Ichenhausen eine Anerkennung für seinen Einsatz zukommen zu lassen.

Der Brand war schnell unter Kontrolle und innerhalb von rund 45 Minuten gelöscht. Als Ursache wird ein Blitzschlag vermutet. Wie in solchen Fällen üblich, hat die Kriminalpolizei Neu-Ulm Ermittlungen eingeleitet. Bei dem Feuer ist nach ersten Schätzungen der Polizei ein Schaden von rund 125 000 Euro entstanden.
[…]

Aus Günzburger Zeitung vom 10. Mai 2003

Schleuderndes Auto reißt 21-Jährigen in den Tod
Günzburg: Unfallverursacherin und Beifahrer schwer verletzt
Einen Toten und zwei Schwerverletzte forderte dieser Verkehrsunfall am Samstagabend auf der Staatsstraße zwischen Offingen und Günzburg. Auf Höhe der Abzweigung Reisensburg waren zwei Fahrzeuge zusammengestoßen. Polizei und Feuerwehr Günzburg waren viereinhalb Stunden im Eisnatz. Bild: MärzGünzburg (alk).
Erneut hat am Wochenende ein Mensch bei einem Verkehrsunfall im Landkreis sein Leben verloren. Am Samstagabend verunglückte ein 21-jähriger Autofahrer nahe Günzburg tödlich, nachdem er laut Polizei von einem schleudernden Pkw erfasst worden war. Deren Fahrerin (23) und ihr 21-jähriger Beifahrer wurden schwer verletzt.

Es war am Samstag um 21.53 Uhr, als die junge Frau und ihr Beifahrer auf der Staatsstraße 2028 von Offingen in Richtung Günzburg unterwegs waren. Auf Höhe der Abzweigung nach Reisensburg geriet der Wagen der 23-Jährigen auf das Fahrbahn-Bankett – die Polizei wusste gestern noch nicht, warum. Die Fahrerin versuchte zwar noch, ihr Auto auf der Straße zu halten, indem sie mehrmals gegen lenkte. Doch sie konnte nicht verhindern, dass ihr Pkw auf die Gegenfahrbahn schleuderte. Genau in diesem Moment nahte der Wagen eines 21-Jährigen. Die beiden Fahrzeuge stießen mit voller Wucht zusammen.
Beide Pkw-Lenker wurde eingeklemmt und mussten von der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg mit Hilfe der Rettungsschere aus ihren Fahrzeugwracks geschnitten werden. Für den 21-Jährigen gab es keine Rettung mehr: Trotz der schnellen Hilfe von Notarzt und Rettungsdienst erlag er noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die 23-jährige Unfallverursacherin und ihr 21-jährige Beifahrer wurden nach der Erstversorgung schwer verletzt ins nahe gelegene Krankenhaus Günzburg gebracht, teilte die Polizei mit.

Viereinhalb Stunden gesperrt

An beiden Autos entstand Totalschaden in Höhe von 9000 Euro. Die Staatsstraße 2028 war bis 2.30 Uhr, also viereinhalb Stunden lang, vollständig gesperrt. Polizei und Feuerwehr leiteten den Verkehr zum Teil über Reisensburg um, die Floriansjünger leuchteten die Unfallstelle aus. Unweit davon entfernt steht übrigens eine Kapelle. Zur Klärung der Unfallursache zog die Beamten einen Sachverständigen hinzu.

Aus Günzburger Zeitung vom 12. Mai 2003

Überholmanöver kostet 27-Jährigen das Leben
Mann stirbt nach Kollision mit Pkw – Zwei Schwerverletzte
Ende eines riskanten Überholmanövers: Auf der B10 zwischen Günzburg und Leipheim kam am Dienstagabend ein 27-Jähriger ums LebenLeipheim/Günzburg (rjk).
Ein riskantes Überholmanöver hat am Dienstagabend einen 27-Jährigen das Leben gekostet. Der Mann erlitt als Beifahrer beim Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Auto tödliche Verletzungen, beide Fahrer wurden schwer verletzt. Der 27 Jahre alte Mann ist der neunte Verkehrstote im Landkreis in diesem Jahr und bereits der achte, der 2003 im Raum Günzburg tödlich verunglückte.

Gemeinsam mit dem gleichaltrigen Fahrer war er in einem schwarzen Sportwagen von Leipheim kommend in Richtung Günzburg auf der B10 unterwegs. Der Fahrer überholte zunächst ein vorausfahrendes Auto, scherte wieder ein und setzte erneut zum Überholen an. Dabei muss der Fahrer nach Polizeiangaben den entgegenkommenden Mercedes übersehen haben, an dessen Steuer ein 55-Jähriger saß. Der Wagen des jüngeren Mannes geriet ins Schleudern und prallte mit der Beifahrerseite gegen die Front des anderen Autos.
Feuerwehrleute aus Günzburg und Leipheim waren im Einsatz, um die Unfallstelle abzusperren und die Verunglückten aus ihren Fahrzeugen zu befreien. Rettungshubschrauber aus Ulm und Ingolstadt brachten den 55-Jährigen sowie den Beifahrer in Krankenhäuser, der Unfallfahrer wurde mit dem Krankenwagen in die Klinik gebracht. Sein Beifahrer starb im Hubschrauber während des Fluges in Bundeswehrkrankenhaus Ulm.

20 000 Euro Schaden

Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von rund 20 000 Euro, so die Polizei. Ein Sachverständiger wurde eingeschaltet. Die B10 im Bereich der Unfallstelle war am Dienstagabend bis 23.30 Uhr gesperrt.

Aus Günzburger Zeitung vom 05. Juni 2003

Günzburg: Auto geht plötzlich in Flammen auf
Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg wurde am Pfingstsonntag um 12.31 Uhr zu einem brennenden Pkw auf der Zufahrtsschleife von der B16 neu zur Geschwister-Scholl- Straße in Günzburg gerufen. Beim Eintreffen brannte der Motorraum des Fahrzeuges lichterloh, das Feuer griff bereits auf den Innenraum über. Unter schwerem Atemschutz konnte das Feuer mittels Schaum schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 5000 Euro. Die Fahrbahndecke wurde beschädigt. Ursache Ist vermutlich ein technischer Defekt, verletzt wurde niemand. Aufgrund der Lösch- und Bergungsarbeiten musste die Straße für etwa 30 Minuten komplett gesperrt werden.
Bild: Feuerwehr

Aus Günzburger Zeitung vom 10. Juni 2003

Wehr prüft neue Gasleitung
700000 Liter Wasser in Rohre gepumpt – Heute Druckprobe
Die neue Gasleitung zwischen Günzburg und Deubach hat die Freiwillige Feuerwehr Günzburg auf ihre Dichtigkeit geprüft. Unser Bild zeigt die Wassereinspeisung an der Übergabestation zwischen Günburg und Offingen. Am heutigen Donnerstag wird eine so genannte Druckprobe mit etwa 100 bar durchgeführt, um die Standfestigkeit der Leitung zu testen. Bild: FeuerwehrGünzburg (zg).
Die neue Gasleitung zwischen der Übergabestation in Günzburg (an der Staatsstraße nach Offingen) und Deubach wird demnächst in Betrieb genommen. Zuvor prüft dieser Tage jedoch die Feuerwehr die Rohre auf ihre Dichtigkeit.

Zu diesem Zweck wurde die Leitung mit 700000 Litern Wasser gefüllt – nicht ganz einfach, da der nächste Hydrant 600 Meter entfernt ist. Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg verlegte zu diesem Zweck eine Schlauchleitung entlang des Radweges. Eine Pumpe zur Druckverstärkung musste zwischengeschaltet werden, bis zu drei Fahrzeuge waren dort im Einsatz. Bis die Leitung komplett gefüllt war, dauerte es etwa 24 Stunden.
Am heutigen Donnerstag wird eine so genannte Druckprobe mit etwa 100 bar durchgeführt, um die Standfestigkeit der Leitung zu testen. Vom TÜV erfolgt dann die Freigabe.

Aus Günzburger Zeitung vom 12. Juni 2003

Lastwagen kippt auf Autobahn um
Polizei: Räder blockierten
Mitglieder des THW sowie der Feuerwehren Burgau und Günzburg halfen bei der Bergung eines Lkw, der gestern früh auf der A8 zwischen Burgau und Zusmarshausen umkippte. Der Verkehr in Richtung München staute sich auf bis zu 13 Kilometer, erst gegen Mittag war die Autobahn wieder frei befahrbar. Bild: Ernst Mayer Günzburg (rjk).
Ein umgekippter Lastwagen hat gestern früh den Verkehr auf der Autobahn A8 zwischen Burgau und Zusmarshausen lahm gelegt. Der rechte Fahrstreifen war mehrere Stunden gesperrt. Der 37-jährige Fahrer des Lkw wurde nur leicht verletzt. Mit Blessuren davon kam auch eine 55-jährige Autofahrerin, deren Pkw mit dem Laster zusammenstieß.

Nach Angaben der Autobahnpolizei hatten die Räder des Sattelzugs gegen 6 Uhr morgens wegen eines technischen Defekts blockiert. Der Auflieger geriet dadurch außer Kontrolle, schleuderte gegen die Mittelschutzplanke und stürzte um. Der Lkw streifte das Auto der Frau, das daraufhin von der Fahrbahn abkam und sich überschlug. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Günzburg und Burgau sowie das Technische Hilfswerk Günzburg waren im Einsatz, um die Ladung des Lkw zu bergen und umzuladen, darunter Getränkeflaschen und Teile für die Automobil-Produktion. Der Verkehr auf der A8 Richtung München war bis etwa 12.45 Uhr stark beeinträchtigt, die Fahrzeuge stauten sich zeitweise auf bis zu 13 Kilometern zurück. Der Schaden an dem Lkw einschließlich Ladung beträgt nach Schätzung der Polizei 80 000 Euro, am Auto entstand Totalschaden (35 000 Euro). Die Mittelleitplanke wurde auf 75 Metern beschädigt.

Aus Günzburger Zeitung vom 17. Juni 2003

Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage: Chaos auf der A8
Bilder: Mayer, Archiv Zum dritten Mal gab es gestern ein Verkehrschaos auf der A8. Bei diesem Lkw blockierten die Räder, er stürzte zwischen Burgau und Zusmarshausen um. Schon vor wenigen tagen war ein Lkw bei Augsburg umgekippt (oben links), kurz davor hatte ein Lkw nach einem Unfall bei Ulm Heizöl verloren. Und immer das gleiche Bild: kilometerlange Staus, endlos nervende Umleitungen. Aber der Ausbau dauert …

Aus Günzburger Zeitung vom 17. Juni 2003

25 Tonnen Bier verrutschen: A8 mal wieder dicht
Bergung einer Lkw-Ladung dauert mehrere Stunden
Günzburg/Burgau (alk).
Wieder einmal kleine Ursache, große Wirkung: Weil gestern Vormittag bei Günzburg die Ladung eines Sattelzuges verrutschte und umgeladen werden musste, wurde die Autobahn in Fahrtrichtung Stuttgart zeitweise komplett gesperrt. Nach Angaben der Autobahnpolizei bildete sich ein zwölf Kilometer langer Stau. Bis Mittag kam es auf den Hauptstraßen des nördlichen Landkreises zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Gegen 8.55 Uhr wurden die Beamten verständigt, dass an der Verschwenkung der A8 auf Höhe der Abfahrt Günzburg ein deutscher Sattelzug stehe, dessen Ladung verrutscht sei. Dabei handelte es sich um 32 Paletten, auf denen insgesamt 25 Tonnen Bier gelagert waren. Als die Polizei eintraf, ragte ein Teil der Paletten nach links heraus, die Lkw-Plane drohte zu bersten. Die Freiwilligen Feuerwehren Günzburg und Burgau wurden verständigt.

Feuerwehr und Kran im Einsatz

Mit Hilfe der Feuerwehrmänner, eines Spezialkrans sowie eines Bergungsunternehmens gelang es zunächst, die Ladung zu stabilisieren. Anschließend musste sie aber dennoch umgeladen werden. Während der Bergungsarbeiten wurde die beiden Fahrspuren der Autobahn in westlicher Richtung gesperrt, der Verkehr wurde bei Burgau und Günzburg aus- und in Richtung Leipheim umgeleitet. Die Autobahnpolizei teilte mit, dass die Paletten wohl nicht deswegen verrutscht waren, weil der Fahrer des Sattelzuges an der Verschwenkung zu schnell gefahren sei. Vielmehr vermuten die Beamten, dass die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert war.

Aus Günzburger Zeitung vom 25. Juni 2003

Leipheimer stirbt bei Badeunfall
Mann ertrinkt im Griess-See

Leipheim (ssch).
Ein 55-jähriger Mann ist am Samstagnachmittag bei einem Badeunfall im Griesssee bei Leipheim ums Leben gekommen.

Der Leipheimer war, wie die Polizei erst am Montag mitteilte, mit seiner Frau entlang der Donau spazieren gegangen, als er sich spontan entschloss, im nahe liegenden Griess-See baden zu gehen. Dort wollte der Mann zu einer rund 120 Meter vom Ufer entfernten Insel schwimmen. Auf dem Weg dorthin verließen ihn die Kräfte und nach rund 80 Metern ging er unter. Die Polizei geht von Herz- und Kreislaufversagen als Unfallursache aus.
Die Bergung des Mannes verlief laut Polizei schwierig, da die Ehefrau des verunglückten Mannes unter Schock stehend nach Hause eilte und von dort aus die Rettungskräfte verständigte. Die Frau hatte die Orientierung verloren, daher mussten die Helfer mühsam den Unfallort ausfindig machen. Erst nach einer Stunde konnte der 55-Jährige durch die Feuerwehr Leipheim mit einem Boot geborgen werden. Der alarmierte Notarzt und die Helfer der DLRG versuchten den Mann noch zu reanimieren, was jedoch erfolglos blieb. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat inzwischen die Ermittlungen übernommen.

Aus Günzburger Zeitung vom 08. Juli 2003

Sattelschlepper rast in Stau-Ende
Fahrzeuge in Flammen

Ausgeglühte Lastwagenwracks auf der Autobahn zwischen Günzburg und Burgau: 14 Löschfahrzeuge waren gestern Vormittag nötig, um die Flammen zu tilgenGünzburg/Burgau (AZ).
Innerhalb weniger Wochen hat erneut ein Lasterunfall die A 8 lahm gelegt. Gestern Vormittag kollidierten zwei Sattelschlepper und gingen in Flammen auf. Die Autobahn war in Richtung München erst abends wieder einspurig befahrbar.

„Die Belastung der Autobahn ist einfach zu groß“, kommentierte gestern der stellvertretende Leiter der Autobahnpolizei Günzburg, Gruber, die auffällige Häufung schwerer Lkw-Unfälle zwischen Ulm und Augsburg. Nach einer Reihe von Zwischenfällen, die für eine Blockade der A 8 bis in den Abend sorgten, ereignete sich gestern Vormittag die bisher spektakulärste Karambolage. Ein Lkw- Lenker bemerkte das Ende eines Staus zwischen Günzburg und Burgau zu spät. Er konnte nicht mehr anhalten und sein Fahrzeug rammte einen Papierlaster. Beide Sattelschlepper fingen Feuer und steckten ein Getreidefeld in Brand. Die Fahrer erlitten leichte Verletzungen. Die Autofahrer mussten sich in Geduld üben. Wer nicht weiterkam, wurde mit Getränken versorgt.

Aus Günzburger Zeitung vom 17. Juli 2003

Tausende schmoren in sengender Hitze
Brennende Lkw auf A8, schwerer Unfall auf B16: Rekordstau

Mit diesem Unfall, bei dem zwei Lastwagen völlig ausbrannten, begann gestern Mittag ein nie dagewesenes Verkehrschaos im nördlichen Landkreis. Bild: Ulrich WagnerGünzburg/Leipheim/Burgau (gz).
Tausende Verkehrsteilnehmer wurden gestern auf eine harte Geduldsprobe gestellt: Nach zwei schweren Unfällen auf der A8 bei Burgau und der B16 bei Deffingen brach im gesamten nördlichen Landkreis ein noch nie dagewesenes Verkehrschaos aus. Einsatzkräfte brachten bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius Erfrischungsgetränke und Spielzeug für Kinder zu den im Stau eingekeilten Menschen.

Der Tag des Schreckens begann gegen elf Uhr mit einem spektakulären Lkw-Unfall auf der A8. Zwei Lastwagen brannten aus, das Feuer griff auf ein Feld neben der Autobahn über. Die Feuerwehren hatten das Flammeninferno nach einer Stunde unter Kontrolle. Wie durch ein Wunder kamen die Brummifahrer mit leichten Blessuren davon. Für die Bergung der total zerstörten Lastwagen musste die Autobahn bis zum Abend zwischen Günzburg und Burgau in Fahrtrichtung München total gesperrt werden.
Auf der Autobahn und den Umleitungsstrecken kam es im gesamten nördlichen Landkreis zu massiven Verkehrsbehinderungen. Vollends brach das Chaos aus, als es gegen 14.20 Uhr nahe der Autobahn auf der B16 bei Deffingen zu einem weiteren schweren Unfall kam. Dort stieß ein Pkw mit einem sich im Einsatz befindlichen Rettungswagen zusammen. Der Pkw wurde gegen zwei weitere Autos und einen Lastwagen geschleudert.
Zur Bergung des eingeklemmten und lebensgefährlich verletzten 28-jährigen Autofahrers wurde die Bundesstraße für mehrere Stunden ebenfalls vollständig gesperrt. Wegen der dramatischen Auswirkungen der spektakulären Straßensperrungen rief das Landratsamt Günzburg am frühen Nachmittag den Notfall aus: den „Sondereinsatzplan Autobahn“.
Einsatzkräfte von Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk, Feuerwehren, Polizei leisteten stundenlang Hilfe für festsitzende Autofahrer. Unterstützt wurden sie von der Bereitschaftspolizei Königsbrunn. Auf der A8 zwischen Leipheim und Günzburg quälten sie sich mit ihren Fahrzeugen durch die Blechlawine. Bei sengender Hitze wurden den Helfern die Flaschen mit den Erfrischungshänden schiergar aus den Händen gerissen.
Erschwert wurde das Durchkommen durch liegen gebliebene Fahrzeuge, die in der Hitze den Geist aufgegeben hatten. Außerdem hatten sich im Stau mehrere Auffahrunfälle ereignet. Doch nicht nur auf der A8 ging nichts mehr. Auf sämtlichen Umleitungsstrecken im gesamten nördlichen Landkreis kam der Verkehr stundenlang zum Erliegen. Selbst Schleichwege waren hoffnungslos verstopft. Viele Einheimische berichteten, ein solches Verkehrschaos hätten sie noch nie erlebt.
Am Abend war die A8 wieder einspurig befahrbar. In der Nacht sollte der rechte Fahrstreifen neu asphaltiert werden. Doch auch für den heutigen Donnerstag muss noch mit Behinderungen gerechnet werden.
Die Feuerwehren sprachen gestern von einem „schwarzen Mittwoch“. Neben den beiden spektakulären Unfällen hielt sie ein Waldbrand bei Thannhausen in Atem. Am Abend mussten auch noch Sturmschäden im Landkreis beseitigt werden. Weitere Berichte unten

Aus Günzburger Zeitung vom 17. Juli 2003

Rettungswagen verunglückt im Einsatz
28-jähriger Autofahrer durch Zusammenstoß lebensgefährlich verletzt

Spektakulärer Unfall mit Rettungswagen: Zahlreiche Einsatzkräfte helfen bei der dramatischen Bergung des verunglückten 28-jährigen Autofahrers auf der B 16 nahe Deffingen Günzburg/Deffingen (cley).
Die Rettungskräfte waren noch völlig beschäftigt mit den Folgen des schweren Lkw-Unfalls auf der A8, als es zu einem weiteren spektakulären Unglück auf der B16 kam: Ein Autofahrer übersah offenbar an der Kreuzung bei Deffingen einen Rettungswagen, der mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs war. Der 28-jährige Pkw-Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt.

Günzburger Osttangente, Kreuzung Deffingen/Denzingen, gestern Nachmittag: Schweißgebadet bergen Feuerwehrleute den eingeklemmten Autofahrer aus dem total zerstörten Wagen. Über der Unfallstelle kreisen zwei Hubschrauber. „Christoph 17“ aus Kempten setzt zur Landung an. Der lebensgefährlich Verletzte aus dem Kreis Günzburg wird noch vor Ort vom Notarzt versorgt und dann zur Ulmer Uniklinik geflogen.
Der Polizeihubschrauber „Edelweiß“ dreht wieder ab und beobachtet den zehn Kilometer langen Stau auf der Autobahn. Der 28-Jährige hatte von Wasserburg kommend gegen 14.20 Uhr an der Ampelanlage Denzingen/Deffingen bei Grün die B 16 geradeaus überqueren, wollen.
Dabei bemerkte er offenbar nicht den Rettungswagen des Roten Kreuzes, der auf der Bundesstraße zu einem Einsatz nach Ichenhausen unterwegs war. Der Sanka hatte die Kreuzung laut Polizei mit Blaulicht und Martinshorn bei Rot überquert.

Von Feuerwehr herausgeschnitten

Der Rettungswagen prallte frontal in die Fahrerseite des Autos. Dabei wurde dieser Wagen gegen zwei weitere Pkw und einen Lastwagen geschleudert, die auf der anderen Straßenseite Richtung Günzburg an der Ampel gewartet hatten. Der 28- Jährige Mann wurde in seinem total zerstörten Wagen eingeklemmt und musste von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Günzburg herausgeschnitten werden. Der Sankafahrer und dessen Beifahrerin sowie ein weiterer Unfallbeteiligter wurden leicht verletzt und mussten zur Behandlung ins Kreiskrankenhaus Günzburg gebracht werden.
Die Bundesstraße wurde für die Bergung und die Unfallaufnahme in beide Richtungen gesperrt. Bei dem Einsatz wurde die Günzburger Feuerwehr von den Ortsfeuerwehren Leinheim, Denzingen und Deffingen sowie der Stützpunkt-Feuerwehr Burgau und dem BRK unterstützt.
Auf der Osttangente staute sich der Verkehr auf vielen Kilometern. Autofahrer wurden aus Richtung Ichenhausen bereits in Kleinkötz über Bubesheim umgeleitet. Im gesamten nördlichen Landkreis gab es Umleitungsstrecken.
Wegen der weitreichenden Auswirkungen der Unfälle auf der A8 und der B16 wurden ehrenamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehren von ihren Arbeitsplätzen weggerufen. Im Einsatz waren neben den Feuerwehren Günzburg, Burgau, Leipheim auch die Wehren aus Ichenhausen, Jettingen, Scheppach, Unterknöringen und Ettenbeuren.

Aus Günzburger Zeitung vom 17. Juli 2003

Flammen und Chaos auf der A 8
Sattelzüge rasen ineinander, brennen aus und äschern Feld ein

siehe anderes Bild Nach dem Zusammenstoß zweier Sattelzüge brach an der Unfallstelle auf der A8 zwischen Günzburg und Burgau Feuer aus. Die Flammen griffen auf ein Getreidefeld neben der Autobahn über. Es brannte ab. Die Folgen: kilometerlange Staus, stundenlanges Warten. Das Landratsamt Günzburg rief den Notfall aus, den Günzburg/Burgau (hip).
Die Serie der Lasterunfälle auf der A 8 will einfach nicht abreißen. Gestern kollidierten zwei Sattelzüge und verwandelten die Autobahn zwischen Günzburg und Burgau in ein flammendes Inferno. Das Feuer zerstörte auch ein Getreidefeld. Die Autofahrer, die im kilometerlangen Stau gefangen waren, bekamen von mitfühlenden Helfern zur Aufmunterung kühle Getränke gebracht.

Was ist bloß los auf der A 8? In den vergangenen Wochen sind zwischen Ulm und Augsburg auffallend viele Laster spektakulär verunglückt, haben diese Ost-West- Verkehrsschlagader lahm gelegt oder zumindest drastisch beeinträchtigt. „Das ist schon ein Phänomen“, sagt Paulus Gruber, stellvertretender Leiter der Autobahnpolizei Günzburg. In der Nacht zum gestrigen Mittwoch beispielsweise war bei Burgau ein Lkw in ein Baustellenfahrzeug gerauscht. Das stand dort, weil ein anderer Laster Tags zuvor von der Fahrbahn abgekommen war und eine Brücke beschädigt hatte. Beinahe wirkte der Nachtunfall wie das Vorspiel zur weit schlimmeren Karambolage von gestern Vormittag.

siehe anderes Bild Tausende schmorten stundenlang in der Hitze. Die Helfer hatten alle Hände voll zu tun, jedem mit dem Nötigsten zu versorgen: ein Stofftier für die vierjährige Sara und vor allem Getränke für Tausende durstiger Kehlen. Gegen elf staute sich wie so oft zwischen den Anschlussstellen Günzburg und Burgau der Verkehr. Das hatte der Fahrer eines Sattelzuges zu spät bemerkt. Er versuchte noch, dem Vordermann seitlich auszuweichen, der sechs Tonnen Papier geladen hatte – vergeblich. Nach der Kollision verwandelt sich die Unfallstelle in ein Flammenmeer. Einer der Lkw brannte komplett aus, beim anderen wurde das Führerhaus ein Opfer des Feuers. Doch dabei blieb es nicht: Der Brand sprang auf das Getreidefeld nebenan über. 2500 Quadratmeter Acker waren anschließend mit schwarzer Asche bedeckt.
Die Folgen des Zusammenstoßes hatten tausende von Autofahrern auszubaden, denn die A 8 wurde in Richtung München komplett gesperrt. Da die Flammen den Asphalt auf einer Länge von 40 Metern beschädigt hatten, musste die Autobahnmeisterei nach Räumung der Unfallstelle eine neue Fahrbahndecke auftragen. Wer nicht mehr voran kam, stand oft verzweifelt in der glühenden Sonne. Wenigstens kam ein wenig Erleichterung von Helfern des Landratsamtes, der Polizei und des Roten Kreuzes: Sie verteilten kalte Getränke.
Die Günzburger Autobahnpolizei beobachtet mit Sorge die Entwicklung der Unfallzahlen. Paulus Gruber wirkt fast ein wenig resigniert, wenn er den anschwellenden Verkehrsfluss auf der A 8 betrachtet.
Vor allem die Lasterfahrer bereiten ihm und seinen Kollegen Kopfzerbrechen: Sie fahren viel zu dicht auf den Vordermann auf, können kaum mehr reagieren und sind manchmal derart übermüdet, dass sie von der Strecke abkommen. „Sie sind einfach nicht genügend konzentriert, das passt nicht“, sagt Gruber. Allerdings trage auch der ungenügende Ausbauzustand der Strecke Schuld. „Die Belastung ist zu groß, das verkraftet sie nicht.“
Am Abend war die A8 wieder einspurig befahrbar. Bis in die Nacht staute sich der Verkehr kilometerlang zurück. Auch heute müssen Autofahrer mit Behinderungen rechnen.

Aus Günzburger Zeitung vom 17. Juli 2003

Retter helfen mit kühlen Getränken
Landratsamt beruft „Sondereinsatzplan Autobahn“ ein
Über 4.000 Getränkeflaschen verteilten die BRK-Heifer auf die sieben Einsatzfahrzeuge. Die Erfrischungen wurden zu den im Stau festsitzenden Menschen gebracht."Wir werden uns immer an Günzburg und die freundliche Art hier erinnern", sagt Khurram Syed. Für seine vierjährige Tochter Sara hatten die Helfer des BRK-Kreisverbandes Günzbug nicht nur ein kühles Getränk, sondern auch ein Plüschtier im Gepäck. Von Eva Weizenegger (Text), Ulrich Wagner (Fotos)
Leipheim / Günzburg / Burgau
„Alles dicht“, sagt eine Stimme über Polizeifunk. Jürgen Schweizer Leiter der Autobahnpolizei Günzburg, und Reinhold Attenhauser, Einsatzleiter des Bayerischen Roten Kreuzes für den Kreisverband Günzburg, stehen in der sengenden Sonne auf dem Rastplatz bei Leipheim und koordinieren den Hilfseinsatz für die Menschen, die seit Stunden im Stau stehen und unter den Temperaturen um die 30 Grad Celsius und mehr leiden.
Nach dem verheerenden Unfall am Vormittag, in den drei Lastwagen verwickelt waren, ist die Autobahn in Richtung München zwischen den Anschluss-Stellen Leipheim und Günzburg schon seit Stunden gesperrt. jür solche Fälle gibt es einen so genannten „Sondereinsatzplan Autobahn“, erklärt Reinhold Attenhauser.
Damit die Autofahrer nicht allzu sehr unter der Hitze leiden müssen, sind bereits ein Lkw der Postbräu Thannhausen/Münzbrauerei sowie sieben Einsatzfahrzeuge des BRK-Kreisverbandes Günzburg mit 25 Helfern unterwegs. Die Helfer sind von ihren Arbeitsstellen weg geeilt und bringen rund 4000 Flaschen Wasser und Apfelschorle unter die wartenden Menschen.
„Endlich“, seufzt Ingrid Dolzel, als sie ein Rettungsfahrzeug auf der völlig verstopften A8 erreicht und sich einen kühlen Schluck aus der Wasserflasche genehmigt. Sie ist mit ihren zwei Buben Nicol und Thomas unterwegs von Tschechien nach Burgau. „Die ganze Fahrt über ging alles gut und jetzt stehen wir so kurz vor dem Ziel im Stau“, sagt die Mutter und leichte Verzweiflung schwingt in ihrer Stimme mit, „aber wir können froh sein, dass uns allen nichts passiert ist.“
Jürgen Schweizer bewahrt in dem ganzen Chaos die Ruhe. Der Leiter der Günzburger Autobahnpolizei schlängelt sich gekonnt mit seinem Auto durch den Stau. Doch auch sein Einsatzfahrzeug steht nach nur wenigen Metern kurz hinter Leipheim im Stau. Da helfen sogar Blaulicht und Martinshorn nicht viel weiter. Lastwagen, Omnibusse, Wohnwagen und Autos blockieren den Standstreifen. Kurzerhand steigt er aus seinem Auto und schiebt einen liegen gebliebenen Pkw zur Seite. Für wenige hundert Meter ist die Standspur wieder frei. Nur schwer kommen die Einsatzfahrzeuge des BRK mit den Getränken voran.

Bei sengender Hitze kamen die Fahrzeuge stundenlang keinen Meter voran. Die Geduld der Wartenden wurde gestern auf eine harte Probe gestellt.
Genug Proviant dabei

Jana (acht Jahre), Pia (zehn Jahre) und Kira (drei Jahre) sitzen am Rand der Autobahn. Ihre Mutter Melanie Kusterer ist mit ihnen unterwegs zur Mutter-Kind- Kur nach Grafenau bei Passau. „Spätestens nach diesem Stau, sind wir alle reif für die Kur“, sagt sie. Trotzdem lassen sich die vier die Urlaubsstimmung nicht verderben. „Wir haben genügend Proviant und Spiele dabei, schließlich haben wir mit einer längeren Fahrt ja auch gerechnet.“
Anders geht es da Christina Gutschenreiter. Die Offingerin ist mit ihrem 15 Monate alten Sohn nur kurz in Ulm gewesen und hat lediglich das Nötigste dabei. „Zum Glück habe ich in Ulm noch ein Paket Windeln für Kilian gekauft, sonst würde es eng.“ Ihr Sohn sitzt auf ihrem Arm und fängt an zu quengeln. „Er hat sich durch die Hitze, schon übergeben müssen“, schildert die Mutter.
Schon wieder muss Jürgen Schweizer einen Funkspruch entgegennehmen. Ein Transporter mit eiligen, gekühlten Arzneimitteln sitzt im Stau fest. „Ich versuche nun, einen Beamten mit Motorrad für ihn zu orgänisieren, der den, Transporter eskortiert“, erklärt er und fährt dabei schon wieder mit Blaulicht weiter zwischen Sattelschleppern und Autos Richtung Unfallstelle.
Iris Häcker läuft auf die BRK-Helfer zu, in ihrem Arm trägt sie ihren kleinen Hund „Schalke“. Sie bittet um ein bisschen Wasser für das arme Tier, dem die Zunge schon aus dem Hals hängt. Auch für den Jack-Russel-Terrier haben die Helfer Wasser, dabei. „Mir langt’s jetzt“, ist die junge Frau entnervt, „ich will nur noch raus hier und drehe wieder um nach Geislingen.“
Khurram Syed und seine vier Jahre alte Tochter Sam freuen sich über die Hilfe. Ganz fest hält die Vierjährige einen bunten Teddy in ihrer Hand. Das Spielzeug bekam sie von den Einsatzkräften gerade geschenkt. „Wir werden uns immer an diese freundliche Art hier in Günzburg erinnern“, sagt Syed, der von Bad Durach nach Augsburg will.
In der Zwischenzeit wird es eng auf dem Rastplatz bei Leipheim. Viele Brummifahrer machen jetzt dort eine „Zwangspause“. Das Sprachengewirr ist groß. Hier unterhalten sich zwei Brummifahrer auf italienisch, dort sprechen zwei spanische Kollegen miteinander. Und dazwischen sind die Beamten der Autobahnpolizei und der Königsbrunner Bereitschaftspolizei, die eigentlich einen Unterstützungseinsatz für die Polizeidirektion Krumbach gehabt hätten. Die Polizisten erklären den Autofahrern, warum es sich so lange staut, versuchen in allen möglichen Sprachen, die Brummifahrer zu beruhigen und leiten gleichzeitig den Verkehr auf dem Rastplatz in geordnete Bahnen.
„Mein Wochenende ist jetzt futsch“, ärgert sich Thomas Bretschneider. Er hat Papier geladen und will von Karlsruhe nach Mailand. „Ich werde es wohl nicht mehr rechtzeitig vor Samstag nach Hause schaffen.“ Schon seit 1990 sitzt dem Lenkrad seines Lastwagens und kennt die A8 wie seine Westentasche. „Entweder man steht hier bei Günzburg oder spätestens dann kurz vor München“, nimmt er es noch relativ gelassen.
Um kurz nach 18Uhr ziehen dicke Gewitterwolken auf – endlich kommt Abkühlung von oben. Und auch die Blechlawine setzt sich allmählich wieder in Bewegung.

Aus Günzburger Zeitung vom 17. Juli 2003

Lastwagen im flammenden Inferno
A8: Feuer greift auch auf angrenzendes Getreidefeld über – Totalsperre bis zum Abend
Dem 15 Monate alten Kilian litt unter der Hitze. Seine Mutter Christina Gutschenreiter wollte nur schnell von Ulm nach Offingen. Weit über das ganze Mindeltal hinweg waren gestern die Rauchschwaden zu sehen. Autofahrer, auf dem Weg nach Burgau, beobachteten von einem angrenzenden Feld die Löscharbeiten. Bilder: U. Wagner Von unserem Redaktionsmitglied Christina Ley Günzburg/Burgau
Düstere Rauchwolken, schwarz ausgebrannte Fahrzeuggerippe und ein verkohltes Getreidefeld: Bei strahlendem Sonnenschein bietet sich gestern Mittag ein Bild der Verwüstung auf der A 8 zwischen Günzburg und Burgau auf Höhe Unterknöringen. Drei in Richtung München rollende Sattelzüge sind dort in einen Großunfall verwickelt, zwei brennen komplett aus.

Der Fahrer eines Lkw hatte nach Polizeiangaben einen Stau übersehen, beim Ausweichen einen vorausfahrenden Lastzug gestreift und dann einen weiteren Lkw frontal von hinten gerammt. Dieser mit sechs Tonnen Papier beladende Lastzug fängt sofort Feuer, ebenso das Führerhaus des Unfallverursachers, das durch den Aufprall vom Lastwagen gerissen wird und auf die Autobahn stürzt. Wie durch ein Wunder kann der 42-jährige Fahrer Bernd Bauer unverletzt ins Freie klettern.
„Ich kann mir nicht erklären, wie das passieren konnte“, zeigt sich der Brummifahrer noch eine Stunde später bestürzt. „Hinten gab es plötzlich eine harten Schlag – und bis ich nachschauen konnte, brannte bereits der Auflieger.“ Kurz darauf sieht er auch den anderen Lkw brennen. Der Funke springt auch auf ein angrenzendes Getreidefeld über. 2500 Quadratmeter Fläche brennen lichterloh. Aus dem ganzen nördlichen Landkreis rasen die Feuerwehren zur Unfallstelle, die sich ihnen als flammendes Inferno zeigt. Zwei Feuerwehrleute erleiden Rauchvergiftungen und werden ins Günzburger Krankenhaus gebracht. Der Schaden an den Lastwagen beläuft sich auf 300 000 Euro.
Nach einer Stunde haben die Wehren Burgau, Günzburg, Ichenhausen, Leipheim, Ettenbeuren, Jettingen, Scheppach und Unterknöringen das Flammenmeer unter Kontrolle. Trotz des eigentlich glimpflichen Unfallausgangs für die Lkw-Fahrer ergeben sich dramatische Folgen für tausende andere Verkehrsteilnehmer. Zwar können die Fahrzeuge, die im Stau stehen, über die Behelfsausfahrt Unterknöringen abgeleitet werden. Dennoch gibt es Stauungen, die im Laufe des Tages zehn Kilometer und weiter zurückreichen.
Bis zum Abend bleibt die A8 zwischen Günzburg und Burgau vollständig gesperrt. Mit schwerem Gerät werden die ausgebrannten Lastwagen geborgen. Die Feuerwehrleute kümmern sich zudem um die Absicherung der Unfallstelle.

Auch für Jack-Russel-Terrier Reinhold Attenhauser (links) und Jürgen Schweizer leiteten für BRK und Autobahnpolizei den Hilfseinsatz. Fahrbahnreparatur in der Nacht

Das Feuer hat die Fahrbahndecke schwer beschädigt. Noch am Abend beginnen Bauarbeiter mit dem Abfräsen des Asphalts, während der Verkehr an ihnen einspurig vorbei rollt. „Es ist noch nicht sicher, wann beide Fahrspuren wieder zur Verfügung stehen“, sagt Jürgen Schweizer von der Autobahnpolizei am Abend. In der Nacht sollte die Fahrbahndecke bereits neu asphaltiert werden.
Bereits in der Nacht zum Mittwoch war ein Lkw auf der A8 in der Gegenrichtung auf Höhe Burgau verunglückt. Wegen Bauarbeiten an der Brücke über die Brementalstraße, die tags zuvor durch einen von der Fahrbahn abgekommen Lastzug schwer beschädigt worden war. Der Lkw-Fahrer hatte einen Sicherungsanhänger der Autobahnmeisterei zu spät erkannt und war dagegengeprallt, obwohl auf das Hindernis schon Kilometer vorher hingewiesen wurde. Der 43-Jährige Brummifahrer wurde dabei schwer verletzt und ins Günzburger Krankenhaus gebracht, der Sachschaden beträgt etwa 80 000 Euro.

Aus Günzburger Zeitung vom 17. Juli 2003

Helfer standen elf Stunden im Chaos
Retter sind sich einig: Unfälle auf A8 und B16 gut bewältigt

Mittwochnacht rückten noch die Kräften der Autobahnmeisterei an. Sie mussten die rechte Fahrspur neu asphaltieren. Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis rasten am Mittwochvormittag zur Unfallstelle auf der A8 zwischen Günzburg und Burgau. Zwei Lastwagen waren in Brand geraten. Von unserem Redaktionsmitglied Eva Weizenegger
Günzburg
Am Tag nach dem Verkehrschaos im Raum Günzburg atmen die vielen Helfer erst einmal tief durch. Arbeitszeiten von zwölf Stunden, teilweise ohne Pause, gingen den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz an die Substanz. Doch alle sind sich einig: „Wir haben die Unfälle auf der A8 und auf der B16 gut bewältigt.“

Zwei Lastwagen waren am Mittwochvormittag auf der Autobahn zwischen Günzburg und Burgau auf Höhe Unterknöringen in Brand geraten, ein dritter Lkw war ebenfalls in den Unfall verwickelt. Die Flammen griffen auf ein nahes Getreidefeld über, das glücklicherweise schon abgeerntet war.
Feuerwehren aus dem ganzen nördlichen Landkreis rasten zu der Unfallstelle und hatten in knapp einer Stunde den Brand unter Kontrolle. Stundenlang musste die A8 gesperrt werden. Der Stau zog sich bis in die Abendstunden hinein. Bei sengender Hitze wurden viele tausend Verkehrsteilnehmer auf eine harte Probe gestellt.
Doch der BRK-Kreisverband Günzburg und die Autobahnpolizei Günzburg hatten in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt den „Sondereinsatzplan Autobahn“ einberufen. 25 Helfer des BRK brachten 4000 Flaschen Erfrischungsgetränke und Spielzeug für Kinder unter die wartenden Menschen.
„Viele, die schon seit Stunden im Stau gestanden hatten, waren uns dankbar für diese Aktion“, blickt Reinhold Attenhauser, Beauftragter für Hilfsleistungssysteme im BRK-Kreisverband Günzburg, auf den Versorgungseinsatz zurück.
Gegen 18 Uhr konnte zwar die linke Fahrspur in Richtung München wieder freigegeben werden, da aber wegen des Lkw-Brandes der Straßenbelag beschädigt worden war, musste der rechte Fahrstreifen in der Nacht asphaltiert werden. Auch nach Mitternacht staute sich der Verkehr an der geräumten Unfallstelle noch rund fünf Kilometer.
Keine Zeit zum Durchschnaufen hatten die Polizeibeamten, BRK-Sanitäter und Feuerwehrmänner. Um 14.20 Uhr prallte ein Rettungswagen auf der B16 bei Deffingen auf ein Auto, das an der Ampel offenbar in Richtung Günzburg unterwegs war. Der 28-jährige Pkw-Fahrer aus dem Landkreis Günzburg wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Universitätsklinikum nach Ulm gefolgen. Die B16 wurde in beide Richtungen bis 17.30 Uhr gesperrt.
Trotz aller Erschwernisse Jürgen Schweizer, Leiter der Autobahnpolizei Günzburg, ist „hochzufrieden“ mit dem Verlauf am Mittwoch. „Wohl aufgrund der vielen Einsätze, die wir schon in der Vergangenheit bewältigt hatten, haben wir einen sehr hohen Standard erreicht“, sagt Schweizer und lobt im gleichen Atemzug die gute Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften von Feuerwehr und BRK. Er betont das Engagement seiner Mitarbeiter: „Viele waren gestern elf Stunden, teilweise ohne Mittagspause, bei sengender Hitze auf den Beinen.“ Doch Überstunden seien bei solch schweren Unfällen normal. „Da kann ein Polizist nicht einfach sagen ‘So, meine acht Stunden Dienst sind rum, ich geh jetzt’“, führt Schweizer vor Augen. Dass er selbst von 7.30 bis 18.45 Uhr gearbeitet hatte, will er gar nicht so hervor heben.
„Wenn es darum geht zu helfen, dann haben die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz nur noch die Hilfe vor Augen, die eigenen Interessen werden vollkommen zurückgestellt“, beobachtet Schweizer immer wieder. „Durst wird da zur Nebensache.“
Im Stau ereignete sich ein weiterer Unfall mit zwei Lastwagen. Ein 33-jähriger Brummifahrer musste im Rückstau mit seinem Sattelzug anhalten. Ein nachfolgender Lkw-Fahrer bemerkte das Bremsmanöver zu spät und prallte auf den Lastzug. Sein Dieseltank wurde beschädigt und mehrere Liter Kraftstoff liefen aus. Die Feuerwehr Günzburg konnte den Diesel jedoch schnell abbinden, so dass es zu keinen Umweltschäden kam. Nach Angaben der Autobahnpolizei entstand ein Sachschaden von rund 100000 Euro.
Auch Ernst Maguhn, Polizeihauptkommissar der Polizeiinspektion Günzburg, ist zufrieden mit dem Einsatzverlauf. „Wir hatten alle verfügbaren Kräfte mobilisiert und zusätzlich noch Unterstützung von der Bereitschaftspolizei Königsbrunn erhalten.“ Die Beamten waren vor allem mit der Verkehrslenkung beschäftigt. Nach dem Unfall auf der A8 wurden die Autofahrer an der Anschlussstelle Günzburg auf der B16 in Richtung Hochwang, über Jettingen- Scheppach zur Autobahneinfahrt Burgau umgeleitet. Da es aufgrund des Unfalls auf der Osttangente bei Deffingen ebenfalls zu Umleitungen kam, hatten die Polizisten alle Hände voll zu tun. Zudem versuchten Ortskundige, auf Schleichwegen die Unfallstellen zu umgehen. Doch auch hier hieß es schon nach wenigen Stunden „Alles dicht“. „Jetzt reicht’s“, fasst Kreisbrandrat Robert Spiller die Unfallserie auf der A8 zusammen. Seine Feuerwehrmänner mussten ja nicht nur am Mittwoch, sondern auch schon am Montag und am Dienstag zu Lkw- Unfällen auf der Autobahn ausrücken. „Viele Arbeitgeber zeigen nach wie vor Verständnis, doch Jubelsprünge machen sie natürlich nicht, wenn ihre Mitarbeiter weg gerufen werden“, sagt Spiller.
Vorgestern wurde die Arbeit vor allem durch die Hitze erschwert. Zwei seiner Kollegen, die noch am Vormittag den Lkw-Brand gelöscht hatten, erlitten leichte Rauchvergiftungen. „Doch die beiden waren bereits am Nachmittag wieder bei dem Unfallopfer an der B16 bei Deffingen im Einsatz“, hebt Spiller das hohe Engagement der ehrenamtlichen Floriansjünger hervor. Doch damit nicht genug. Die Feuerwehren im Landkreis kämpften zudem mit einem Waldbrand bei Thannhausen und dann kam noch das starke Gewitter am Abend, das sie auf Trab gehalten hatte.
Beim BRK-Kreisverband Günzburg waren die Helfer ebenfalls bis in die späten Abendstunden beschäftigt. „Nach dem Versorgungseinsatz mussten wir unsere Fahrzeuge wieder für den Rettungsdienst in Schuss bringen“, schildert Reinhold Attenhauser.

Aus Günzburger Zeitung vom 18. Juli 2003

28-Jähriger weiter in Lebensgefahr
Nach Unfall auf B16

Günzburg (ssch).
Noch keine Entwarnung konnte die Polizei Günzburg geben: Der Autofahrer, der am Mittwoch bei dem schweren Unfall auf der B16 bei Deffingen lebensbedrohlich verletzt wurde, schwebt weiter in Lebensgefahr. Um die Schuldfrage zu klären, wurde inzwischen ein Gutachter eingeschaltet.

Der 28-jährige Mann aus dem nördlichen Landkreis Günzburg, der wie berichtet bei dem schweren Unfall auf der Günzburger Ortsumgehung verletzt wurde, kämpft in der Ulmer Universitätsklinik weiter um sein Leben. Die drei Insassen des am Unfall beteiligten Rettungsfahrzeuges stehen nach Angaben des BRK weiter unter Schock.

Gutachter klärt Schuldfrage

Um die endgültige Schuldfrage zu klären, wurde inzwischen ein Unfallgutachter eingeschaltet. Trotz rotem Ampelsignal war der Rettungswagen in die Kreuzung eingefahren. „Mit Martinshorn und Blaulicht dürfen die Rettungsfahrzeuge auch bei Rot über die Ampel fahren, sollten jedoch immer bremsbereit sein“, erklärt Reinhold Attenhauser, Beauftragter für Hilfsleistungssysteme im BRK-Kreisverband Günzburg. Ernst Maguhn von der Polizei Günzburg erklärt: „Die anderen Verkehrsteilnehmer sollten die Fahrbahn freihalten, sobald sich ein Fahrzeug mit Sondersignalen nähert.“

BRK stellt Rettungsfahrzeug

Um einen lückenlosen Einsatz von Rettungsfahrzeugen zu garantieren, stellt der Günzburger Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes laut Attenhauser eines seiner Einsatzfahrzeuge für den öffentlichen Rettungsdienst zur Verfügung. An dem verunfallten Rettungswagen entstand Totalschaden.
Wie berichtet, war am Mittwochnachmittag ein 28-jähriger Autofahrer auf der B16 bei Deffingen frontal mit einem Rettungsfahrzeug zusammengestoßen, das sich mit Blaulicht und Martinshorn auf einer Einsatzfahrt befand und die Kreuzung trotz roter Ampel überquerte.
Der 28-Jährige wurde dabei lebensgefährlich verletzt, musste von der Feuerwehr Günzburg aus seinem Fahrzeug befreit und mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Ulm geflogen werden. Laut Polizei entstand bei dem Unfall ein Gesamtschaden von rund 45000 Euro.

Aus Günzburger Zeitung vom 18. Juli 2003


Hitze und Rauch machten am Mittwochvormittag den Feuerwehrkräften zu schaffen. Der Günzburger Feuerwehrkommandant Christian Eisele gönnte sich deshalb einen Schluck aus der Wasserflasche. Bild: Ulrich Wagner
Aus Günzburger Zeitung vom 18. Juli 2003

Wieder Stau auf der Autobahn
Lastwagen war der Grund

25 Tonnen Bierfässer und -kistendrohten gestern. Nachmittag auf die A 8 zu kippen. Der Brumm ifahrer konnte seinen Sattelzug noch rechtzeitig anhalten. Bis der Abschleppdienst kam, musste die A8 in Richtung Ulm gesperrt werden. Wieder kam es zu einem langen Stau. Bild: Wagner Günzburg (sev).
So wie die Woche anfing, so endete sie auch – mit kilometerlangem Stau auf der A8. Und wieder war ein Lastwagen die Ursache dafür.

Gegen 14.30 Uhr verrutschte die Ladung eines Sattelzugs kurz vor der Autobahnanschlussstelle Günzburg in Richtung Ulm. Im Bausstellenbereich drohten die geladenen Bierfässer und -kisten auf die Durchgangsfahrbahn zu kippen. Die 25-Tonnen-Ladung hatte bereits Verstrebungen im Lkw-Aufbau durchbrochen. Der Brummifahrer hielt an, seine Ladung wurde vom Abschleppdienst gesichert.
Wie die Autobahnpolizei in Günzburg weiter mitteilt, musste die Fahrbahn bis 17 Uhr gesperrt werden. Es bildete sich ein 14 Kilometer langer Rückstau. Umgeleitet wurde über die Ausfahrt Burgau. Doch auch auf der Umleitungsstrecke stockte der Verkehr.

Aus Günzburger Zeitung vom 19. Juli 2003

Scheune brennt […]

Günzburg (sev). Lichterloh in Flammen stand gestern Abend eine zehn mal zehn Meter große Scheune im Krummen Weg in Günzburg. Die Brandursache ist noch unklar. Auch die Schadenshöhe ist noch nicht näher bekannt. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Vermutlich hatte ein Blitz das freistehende landwirtschaftliche Gebäude in Brand gesetzt, so die Feuerwehr Günzburg. Die Feuerwehren aus Wasserburg und Günzburg brachten den Brand unter Kontrolle. […]

Aus Günzburger Zeitung vom 14. August 2003

Scheune brannt am Mittwochabend lichterloh

Stadel Lichterloh in Flammen stand am Mittwochabend eine Scheune am Langen Staudenweg in Günzburg. Vermutlich ein Blitz schlug in das landwirtschaftliche Gebäude ein. Zirka 50 Feuerwehrleute waren zur Brandstelle geeilt und hatten das Feuer schnell unter Kontrolle. Sie konnten aber nicht verhindern, das die acht mal acht Meter große Scheune, in der nach Polizeiangaben alte landwirtschaftliche Geräte gelagert waren, total niderbrannte. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.
Bild: Ulrich Wagner

Aus Günzburger Zeitung vom 16. August 2003

Ehepaar stirbt bei Unfall nahe Anhofen
Wieder ein schwarzer Tag auf den Straßen: Lkw durchbricht Mittelleitplanke der A8, Zusammenstoß bei Ellzee

Auf die Gegenfahrbahn geschleudert: Wie durch ein Wunder blieb dieser Lkw-Unfall ohne schlimme Folgen für Verkehrsteilnehmer auf der A8. Autofahrer konnten rechtzeitig vor dem umgestürzten Lastzug anhalten. Die Autobahn war in Fahrtrichtung München mehrere Stunden total gesperrt. Die Serie schwerer Lkw-Unfälle auf der A8 will nicht abreißen. Bild: Ulrich Wagner Von unseren Redaktionsmitgliedern
Alfred Schmidt und Georg Schalk

Bibertal/Burgau/Ellzee
Schon wieder ein schwarzer Tag auf den Straßen im nördlichen Landkreis: Nahe Anhofen starb gestern Nachmittag bei einem Verkehrsunfall ein Ehepaar aus Ichenhausen. Zwei Stunden später schleuderte auf der A8 bei Burgau ein Lkw auf die Gegenfahrbahn. Wie durch ein Wunder gab es keine Toten und Verletzten. Gegen 18.25 Uhr kam es zu einem schweren Unfall auf der B 16 zwischen Ichenhausen und Ellzee. Vor knapp fünf Wochen erst hatte eine spektakuläre Unfallserie ein bis dato einmaliges Verkehrschaos auf der A8 und den Umleitungsstrecken ausgelöst.

Die Unfallserie am gestrigen Montag begann um 14.40 Uhr mit einer Tragödie auf der Anhofer Kreuzung in der Nähe von Kissendorf (Gemeinde Bibertal). Die 29 Jahre alte Fahrerin eines Lieferwagens übersah laut Polizei einen Fiat Punto, als sie von Anhofen kommend die Staatsstraße 2023 in Richtung Schneckenhofen hatte überqueren wollen. Die 45-jährige Fahrerin am Steuer des Fiat konnte nicht mehr ausweichen. Der Lieferwagen prallte in die rechte Fahrzeugseite- beide Wagen wurden in eine. Wiese geschleudert, wo der Fiat auf dem Dach liegen blieb.
Beim Eintreffen der Rettungskräfte war die 67 Jahre alte Beifahrerin bereits tot. Auch ihren 68 Jahre alten Ehemann, der im Fonds des Kleinwagens gesessen hatte, konnten die Helfer nicht mehr retten. Er starb an der Unfallstelle. Die Fahrerin wurde mit schwersten Verletzungen vom Rettunghubschrauber, zum Bundeswehrkrankenhaus Ulm geflogen.
Die unter Schock stehende Unfallverursacherin aus Gundelfingen erlitt laut Polizei leichte Verletzungen. Zur genauen Klärung des Unfallhergangs wurde ein Gutachter eingeschaltet. Die Staatsstraße war zwischen Kissendorf und Rieden längere Zeit total gesperrt. Zur Bergung und Absicherung der Unfallstelle war die Ichenhauser Feuerwehr im Einsatz.
Spektakulär, aber glücklicherweise ohne schlimme Folgen war zwei Stunden später ein Unfall auf der Autobahn. Schon wieder legte auf der A8 bei Burgau ein umgestürzter Lastwagen den Verkehr lahm. Der 37 Jahre alte Fahrer des mit Leergut beladenen Lastzuges hatte in Fahrtrichtung Stuttgart aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle verloren und war nach rechts abgekommen.
Albtraum für die anderen Verkehrsteilnehmer: Beim Gegenlenken kam der Lkw ins Schleudern, durchbrach die Mittelleitplanke und stürzte in voller Länge auf die Gegenfahrbahn. Wie durch ein Wunder raste niemand in die Blockade, alle betroffenen Autofahrer konnten rechtzeitig anhalten. Der Brummifahrer wurde mit leichten Verletzungen ins Kreiskrankenhaus Günzburg gebracht. Zur Absicherung der Unfallstelle rückten die Feuerwehren Burgau, Günzburg und Leipheim aus. Die A8 war in Fahrtrichtung München mehrere Stunden lang total gesperrt. Der Stau erreichte eine Länge von zwölf Kilometern.
Wegen Neugieriger kam es auch auf der Gegenfahrbahn zu längeren Behinderungen. Die Polizei leitete den Autobahnverkehr in Richtung München ab der Anschluss-Stelle Günzburg auf der U 39 über Hochwang, Wettenhausen und Goldbach zur A8-Auffahrt bei JettingenScheppach um. Infolge dieser Umleitung kam es gegen 18.25 Uhr zu einem weiteren Unfall auf der B 16 südlich von Ichenhausen. Eine fünfköpfige Urlauberfamilie, die von der Autobahn abgeleitet worden war, hatte sich offenbar verfahren. In Höhe Ellzee wollte der Fahrer links abbiegen. Er übersah laut Polizei einen entgegenkommenden Pkw. Die Fahrzeuge stießen frontal zusammen. Alle fünf Insassen des Urlauberautos wurden leicht verletzt und kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Den Fahrer des anderen Wagens erwischte es schwerer. Er musste von den Feuerwehren Ichenhausen und Ellzee aus dem Wrack befreit werden. Der Notarzt brachte ihn mit mittelschweren Verletzungen ebenfalls in die Klinik. Die B 16 war für rund eine Stunde total gesperrt.

Aus Günzburger Zeitung vom 19. August 2003

Hinweis: Bei den Einsätzen der FF Ichenhausen war nur unsere Nachalarmierungstelle besetzt.

A8 bei Burgau: Lastzug schleudert auf die Gegenfahrbahn

Ein Lkw durchbricht die Mittelleitplanke und landet in voller Länge auf der Gegenfahrbahn: Dieser Autofahrer-Albtraum wurde gestern am frühen Abend auf der A8 bei Burgau (Kreis Günzburg) Wirklichkeit. Wie durch ein Wunder ging es glimpflich aus. Denn die betroffenen Autofahrer konnten rechtzeitig vor der Unfallstelle in Fahrtrichtung München abbremsen. Der 37 Jahre alte Fahrer des mit Leergut beladenen Lastzugs erlitt leichte Verletzungen. Die Autobahn war mehrere Stunden lang gesperrt, der Stau erreichte eine Länge von zwölf Kilometern. Auf der Gegenseite kam der Verkehr wegen Neugieriger zeitweise ebenfalls zum Erliegen. Bild: Ulrich Wagner

Aus Günzburger Zeitung vom 19. August 2003

Autofahrerin verliert ihre Eltern bei tragischem Unfall
Sie war nicht schuld – A8 nach Lkw-Unfall lange gesperrt

Bis 21.45 Uh war die Autobahn am Montagabend gesperrt, nachdem ein Lastwagen bei Burgau die Mittelschutzleitplanke durchbrochen hatte und auf der Gegenfahrbahn zum Liegen gekommen war. Bibertal/Burgau/Ellzee (als).
Die 45 Jahre alte Autofahrerin, die bei dem schweren Verkehrsunfall nahe Anhofen ihre Eltern verloren hat, schwebt den vorliegenden Informationen zufolge nicht mehr in Lebensgefahr. Der Pkw der drei war von einer 29-jährigen Lieferwagenfahrerin an einer mit Stoppschildern gesicherten Kreuzung übersehen worden.

Wie berichtet, hatte die Frau am Montagnachmittag am Steuer eines Bäckereifahrzeuges von Anhofen kommend die Kreuzung der Staatsstraße 2023 in Richtung Schneckenhofen überqueren wollen. Dabei passierte sie eine Stoppstelle. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen ist es fraglich, ob sie vorschriftsgemäß angehalten hat.

Vater aus Auto geschleudert

Nach Mitteilung der Polizei übersah die 29-Jährige den von links kommenden vorfahrtsberechtigten Fiat Punto. Der Lieferwagen prallte frontal in dessen Beifahrerseite. Beide Fahrzeuge wurden in eine Wiese geschleudert, wo der Fiat auf dem Dach liegen blieb. Die 67 Jahre alte Beifahrerin, Mutter der Fiatfahrerin, starb noch im Unfallauto. Ihr 68 Jahre alter Vater, der laut Polizei nicht angeschnallt im Fond saß, wurde herausgeschleudert. Er erlag seinen schweren Verletzungen an der Unfallstelle.
Der tragische Unfall in der Gemeinde Bibertal, der die Familie aus Ichenhausen ins Unglück stürzte, bildete am Montag den Anfang einer Unfallserie im nördlichen Landkreis. Zwei Stunden später durchbrach ein schleudernder Lastzug auf der A 8 bei Burgau die Mittelleitplanke und stürzte in voller Länge seitlich auf die Gegenfahrbahn. Wie durch ein Wunder wurden auf der dicht befahrenen Autobahn keine anderen Verkehrsteilnehmer in Mitleidenschaft gezogen.

„Viele Schutzengel im Einsatz“

„Hier waren wohl viele Schutzengel im Einsatz“, sagte gestern ein Polizist. Wie berichtet, zog die Vollsperrung der A8 in Richtung München lange Staus nach sich. Erst nach fünf Stunden gab es wieder freie Fahrt: Gegen 21.45 Uhr wurde die Totalsperrung aufgehoben. Warum der 37-jährige Lkw-Fahrer von der Fahrbahn abkam, wird noch ermittelt. Die Polizei spricht von „Unachtsamkeit“.
Nachdem der Rettungshubschrauber bereits die schwerst verletzte Frau von der Unfallstelle im Bibertal ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm geflogen hatte, musste er am Montagabend in der Nähe von Ellzee landen. Dort waren zwei Pkw frontal zusammengestoßen (GZ berichtete). Eine fünfköpfige Urlauberfamilie hatte sich infolge der Umleitung wegen des Lkw-Unfalls auf der A8 auf der B 16 offenbar verfahren. In Höhe Ellzee bog der Fahrer nach links ab und übersah laut Polizei einen entgegenkommenden Pkw. Dessen Fahrer, ein 26 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Günzburg war nach Auskunft der Polizei nicht angegurtet. Beim Zusammenstoß erlitt er erhebliche Verletzungen im Brustbereich. Der Rettungshubschrauber flog ihn zum Bundeswehrkrankenhaus Ulm. Die fünf Insassen des Urlauberautos wurden leicht verletzt.

Aus Günzburger Zeitung vom 20. August 2003

Waldbrand gemeldet: Fünf Wehren alarmiert

Bibertal-Silheim (alk). Der Wald ist trocken und brennt bei kleinstem Feuer wie Zunder. So ist es kein Wunder, dass bei den Einsatzkräften die Meldung „Waldbrand“ zurzeit sehr hoch gehängt wird. Gestern Früh war wieder so ein Fall. Da meldete ein Anrufer gegen 8 Uhr der Polizei ein Feuer im Wald unweit von Silheim, einem Ortsteil von Bibertal. Sofort lösten die Beamten Großalarm aus. Die Freiwilligen Feuerwehren Leipheim, Silheim, Anhofen, Kissendorf und Bühl eilten zum Waldstück „Fahlheimer Weg“. Dort war in einer 70 Jahre alten Fichtenschonung Rauch festgestellt worden. Etwa 50 Zentimeter hoher Wildwuchs – Stauden und Sträucher – hatte gequalmt. Ein offenes Feuer wurde nicht festgestellt, so die Polizei. Die Feuerwehren kühlten eine Fläche von 100 bis 150 Quadratmeter mit Löschwasser ab und konnte dann relativ schnell wieder in ihre Gerätehäuser einrücken. Der Besitzer gab gegenüber der Polizei an, ihm sei kein Schaden entstanden. Er wolle den Wildwuchs in der Fichtenschonung im Herbst sowieso entfernen.

Aus Günzburger Zeitung vom 25. August 2003

Mann ertrinkt im Mooswaldweiher
Dramatische Rettungsaktion

Mit dem Rettungshubschrauber wurde das Badeopfer noch in die Klinik geflogen. Dort starb der etwa 20-Jährige. Bild: Steffen Sauter Günzburg (alk).
Ein junger Mann ist gestern Nachmittag in einem See bei Günzburg ertrunken.

Gegen 15.24 Uhr teilte ein Anrufer der Polizei mit, dass in einem der drei Mooswaldweiher, die sich zwischen Günzburg und Niederstotzingen nahe des Fetzer- Kieswerkes befinden, eine Person untergegangen sei. Daraufhin wurde Großalarm ausgelöst. Feuerwehr Günzburg, DLRG Leipheim, Wasserwacht Günzburg, Polizei, Rettungswagen und Notarzt des Roten Kreuzes sowie der Rettungshubschrauber aus Ulm mit DLRG-Tauchern eilten zum Unglücksort.
Einsatzleiter Oliver Kovacs (DLRG Leipheim) bat die Badegäste, bei der Suche nach dem Opfer mitzuhelfen. Etwa 15 Menschen erklärten sich spontan bereit. Gegen 15.45 Uhr entdeckte ein Rettungsschwimmer der DLRG den etwa 20 Jahre alten Mann unweit des Ufers in sechs Meter Tiefe. Der Verunglückte wurde reanimiert und dann sogleich mit dem Rettungshubschrauber ins Augsburger Zentralklinikum geflogen. Doch alle ärztliche Mühe war vergebens: Um 17.23 Uhr meldete die Klinik, dass der Mann gestorben ist. Laut Polizei handelt es sich um einen Ungar, der mit Bekannten beim Baden war.

Aus Günzburger Zeitung vom 25. August 2003

Chlorgas-Unfall endet glimpflich
Das Günzburger Waldbad blieb gestern geschlossen

Günzburg (rjk).
Eine geringe Menge Chlorgas ist am Dienstagnachmittag im Günzburger Waldbad ausgetreten. Laut Polizei wurde der Unfall sofort bemerkt und die Ventile geschlossen. Verletzt wurde niemand, der Bademeister des Waldbades, Karl Doss, ließ sich vorsorglich im Krankenhaus untersuchen.

Mitarbeiter hatten den leichten Chlorgeruch sofort bemerkt und die Günzburger Feuerwehr alarmiert, die das noch vorhandene Chlorgas absaugte und entsorgte. Gefahr für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit bestanden, so die Polizei, zumal sich zu diesem Zeitpunkt lediglich ein Badegast im Waldbad aufhielt. „Wir vermuten, dass ein kleines Magnetventil nicht richtig geschlossen hatte und deswegen etwas Gas austrat“, berichtete Wolfgang Botzenhart von den Stadtwerken. Eine Fachfirma war am Dienstagnachmittag vor Ort, um sich den Defekt anzusehen.
Das Waldbad blieb auch gestern noch geschlossen und ist erst ab heute Früh wieder für Badegäste geöffnet. „Wir haben am Dienstag alle Geräte abgeschaltet, auch die Heizung, um alles genau zu überprüfen. Wir wollen sicher gehen, dass alles in Ordnung ist, bevor wir wieder öffnen“, erklärte Botzenhart. Bademeister Doss war gestern bereits wieder bei der Arbeit im Waldbad, nachdem er sich am Dienstagnachmittag im Krankenhaus auf eventuelle Schäden durch das Chlorgas hatte untersuchen lassen. „Es geht ihm gut, er war bereits am Abend wieder zu Hause“, hieß es gestern seitens der Stadtwerke.

Aus Günzburger Zeitung vom 4. September 2003

Mit Tempo 180 und zwei Kindern überschlagen
Mutter wird bei Unfall schwer verletzt

Burgau (alk).
Eine 30 Jahre alte Frau wäre mit ihrem beiden Kleinkindern am Dienstagnacht auf der Autobahn bei Burgau beinahe in den Tod gerast. Ohne Fremdbeteiligung, so die Polizei, war sie mit ihrem Pkw bei Tempo 180 bis 200 von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen. Die zweifache Mutter wurde schwer verletzt, ihre beiden Kinder kamen mit leichten Blessuren davon.

Es war kurz vor 23 Uhr, als es die 30-Jährige offensichtlich recht eilig hatte. Obwohl in ihrem BMW die beiden ein und drei Jahre alten Kinder saßen, drückte die Frau aufs Gaspedal. Nach Angaben von unbeteiligten Zeugen war der Wagen der Frau bei Burgau in Fahrtrichtung München mit einer Geschwindigkeit von 180 bis 200 Stundenkilometern unterwegs, als er offensichtlich ohne Fremdbeteiligung nach rechts von der Fahrbahn abkam. Die Frau lenkte zurück, ihre Auto überschlug sich und blieb schließlich auf der Fahrbahn stehen.
Die zweifache Mutter wurde schwer verletzt. Ihre beiden Kleinkinder erlitten glücklicherweise nur leichte Blessuren, was mit hoher Wahrscheinlichkeit der ordnungsgemäßen Sicherung in Kindersitzen zu verdanken war, so die Autobahnpolizei Günzburg. Am Pkw entstand Totalschaden. Während der Bergungs- und Aufräumarbeiten bildete sich ein vier Kilometer langer Stau.

Aus Günzburger Zeitung vom 11. September 2003

Zwei Klärwärter sterben im Einsatz
Tragischer Unfall in Landensberg – Gemeinde ist schockiert – Kriminalpolizei nimmt Ermittlungen auf

Von unserem Redaktionsmitglied Eva Weizenegger

Landensberg-Glöttweng
Ein tragischer Unglücksfall ereignete sich am Freitagnachmittag in Landensberg. Ein 76-jähriger ehemaliger Klärwärter und sein 32-jähriger Nachfolger kehrten von einer gemeinsamen Dienstfahrt nicht mehr zurück. Nach längerer Suche wurden die beiden Männer am Abend tot aufgefunden. Alle Wiederbelebungsmaßnahmen blieben erfolglos. Tief betroffen nahmen am Wochenende die Landensberger die Nachricht auf. „Wir sind bestürzt“, sagt Bürgermeister Wolfgang Thurner.

Der 76-Jährige war gemeinsam mit seinem 32-jährigen Nachfolger unterwegs, um ihn in seinen neuen Arbeitsbereich einzuweisen. Als sie am am Abend von ihrer Fahrt nicht zurückkamen, suchten Angehörige die beiden Männer. Zunächst blieb die Suche erfolglos. Schließlich wurden die Männer in einem Stauraumkanal, der zum Kanalsystem der Gemeinde gehört, leblos aufgefunden.
Wie Bürgermeister Wolfgang Thurner mitteilt, waren die Klärwärter am Weiherbach in Landensberg im Einsatz. „Anwohner hatten schon seit längerer Zeit über Geruchsbelästigung durch den Kanal geklagt und die beiden wollten der Ursache auf den Grund gehen.“

Rettung erfolglos

Am Freitagabend eilten sofort die alarmierten Rettungskräfte nach Landensberg an die Unglücksstelle. „Vor Ort waren 20 Feuerwehrmänner aus Burgau mit sechs Fahrzeugen sowie zwei Feuerwehrmänner aus Günzburg mit einem Gerätewagen Gefahrgut“, informiert Kreisbrandrat Robert Spiller. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnten der 76-Jährige und der 32-Jährige von den mit schwerem Atemschutz ausgestatteten Feuerwehrmännern aus Burgau nicht mehr gerettet werden. Die Notärzte aus Burgau, Günzburg und Zusmarshausen konnten nur noch den Tod der beiden Männer feststellen. An der Unglücksstelle waren auch Sanitäter und Einsatzfahrzeuge des BRK.
Die Polizei geht, nach bisherigen Erkenntnissen, von einem tragischen Unglücksfall aus. „Die Todesursache ist allerdings völlig unklar“, so ein Sprecher der Polizei. Fremdeinwirkung sei nach ersten Einschätzungen auszuschließen. Die weiteren Ermittlungen nahm am Wochenende die Kriminalpolizei in Neu-Ulm auf.
In Landensberg herrschte gestern Nachmittag gedrückte Stimmung. „Jeder im Ort fragt sich, wie es nur zu diesem tragischen Unglück kommen konnte“, sagt ein Anwohner, der von den Ereignissen des Wochenendes noch immer „tief erschüttert“ ist.

Das ganze Dorf trauert

Bestürzt von der traurigen Nachricht ist auch Bürgermeister Wolfgang Thurner: „Mein Mitgefühl gilt den Familien der beiden Verunglückten.“ Der 76-Jährige aus Glöttweng, der 18 Jahre lang als Klärwärter gearbeitet hatte, hinterlässt eine Frau sowie mehrere Kinder und Enkelkinder. Um seinen 32-jährigen Kollegen trauern die Eltern und seine Geschwister.
Die beiden Männer seien „stets umsichtig und äußerst zuverlässig“ in ihrer Arbeit gewesen, so Thurner, der als Bürgermeister auch der Vorgesetzte der beiden Todesopfer war. „Es ist mir unerklärlich, wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte“, fragt sich Thurner und seine Stimme wird brüchig. Erst vor zwei Monaten war der Stauraumkanal durch einen unabhängigen Sachverständigen kontrolliert worden.

Aus Günzburger Zeitung vom 29. September 2003

Ladefläche oben: Kipper bleibt an Brücke hängen

BildUngewöhnlicher Unfall am Donnerstagvormittag auf der B16 bei Günzburg: Weil ein Lastwagen (Kipper) seine Ladefläche nicht heruntergeklappt hatte, blieb er an der Unterführung auf Höhe von Legoland hängen. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde ins Kreiskrankenhaus Günzburg gebracht. Am Lkw entstand Totalschaden. Die B16 war in Richtung Günzburg ab 9.40 Uhr kurzzeitig blockiert. Über die Hintergründe des ungewöhnlichen Unfalls konnte die Polizei gestern keine Auskünfte machen. Unklar ist, warum der Lkw-Fahrer mit hochgeklappter Ladefläche unterwegs war. Alkohol sei nicht im Spiel gewesen, teilte die Polizei auf Anfrage mit.
alk/Bild: Uli Anhofer

Aus Günzburger Zeitung vom 04. Oktober

Feuer auf Fliegerhorst war nur eine Übung
Zahlreiche Einsatzkräfte probten in Leipheim den Ernstfall

Leipheim (zg).
Bei einer Alarmübung ist vor wenigen Tagen im Fliegerhorst Leipheim die Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehren Leipheim, Günzburg, Riedheim, Bubesheim, Echlishausen und Bühl mit dem Bayerischen Roten Kreuz und den Soldaten des Leipheimer Fliegerhorstes im Brandfall geübt worden.

Bei einem simulierten Kabelbrand in der Hauptverteilung eines Unterkunftsgebäudes wurde dieses in kürzester Zeit dermaßen verqualmt, dass für viele der betroffenen Soldaten eine Flucht ins Freie unmöglich wurde. Die von den Rettungssanitätern der Luftwaffensanitätsstaffel Leipheim geschminkten „Verletzten“ (Angehörige der 2./Flugabwehrraketengruppe 15 mit ihrem Staffelchef Major Stephan Scheunert) boten den anrückenden Rettungskräften ein sehr realistisches Einsatzszenario.
Da durch die Mithilfe der Polizeiinspektion Günzburg, der Nachalarmierungsstelle der Feuerwehr Günzburg und der Rettungsleitstelle Krumbach auch eine reelle Alarmmeldung abgesetzt wurde, war es möglich, die reibungslose Alarmierung in ihrer Gesamtheit zu überprüfen und so mögliche Schwachstellen in der Rettungskette aufzuzeigen.
Bis zum Eintreffen der Feuerwehr wurde das Gebäude durch die Verantwortlichen vor Ort – soweit wie möglich – geräumt. Für die Selbstschutzkräfte der Bundeswehr war eine Rettung der rund 20 vom Rauch eingeschlossenen Personen ohne Atemschutz nicht mehr möglich. Daher versorgten die Soldaten vorrangig die ins Freie geretteten Kameraden und übergaben diese dann zur weiteren Versorgung an die eintreffenden Rettungskräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz. Der „Offizier vom Wachdienst“, welcher selbst von der Übung überrascht wurde, musste sich zunächst selbst einen Überblick verschaffen und zwischen den Schaulustigen und tatsächlichen „Opfern“ unterscheiden. Die Einsatzleiter von Feuerwehr und Rettungsdienst versuchten zunächst von den vor Ort befindlichen Personen eine möglichst genaue Lagebeschreibung zu erhalten, um ihre Schwerpunkte setzen zu können. Hieraus stellte sich für die eintreffenden Löschmannschaften unter Leitung des Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Leipheim, Thomas Stuhler, der Einsatzschwerpunkt in der Suche und Rettung von vermissten Personen dar. Dazu war es auch notwendig, mehrere Personen aus dem zweiten Obergeschoss über tragbare Leitern zu evakuieren, da einige Gebäudeteile nicht mit der Drehleiter der Feuerwehr Günzburg angefahren werden konnten. Gleichzeitig wurde durch Bekämpfung des Brandherdes eine Brandausweitung verhindert.

Voller Erfolg trotz einiger Mängel

Die geretteten Personen wurden von den Freiwilligen Feuerwehren an die Rettungskräfte des BRK unter Führung des Leitenden Notarztes Dr. Henning Propp und des Organisatorischen Einsatzleiters Fait übergeben. Die „Opfer“ wurden anschließend zu einem während der Übung eingerichteten Verletzten-Sammelplatz gebracht und zum Weitertransport in Krankenhäuser vorbereitet.
Bei der Manöverkritik wurde, trotz einiger Mängel, die Übung durch Kreisbrandrat Robert Spiller und Kreisbrandinspektor Gerhard Hillmann von der Feuerwehrinspektion, Dr. Henning Propp und Reinhold Attenhauser vom Bayerischen Roten Kreuz sowie Major Scheunert, im Auftrag des Standortältesten, Oberstleutnant Rasquin, und Oberfeldwebel Walter als Brandschutzbeauftragter insgesamt als voller Erfolg gewertet.

Aus Günzburger Zeitung vom 03. November

Wenn in einer geschlossenen Abteilung ein Feuer ausbricht
90 Feuerwehrleute proben bei Übung am BKH den Ernstfall

Insgesamt 90 Floriansjünger der Feuerwehren aus Günzburg, Reisensburg, Wasserburg und vom Bezirkskrankenhaus probten den Ernstfall in der Bezirkseinrichtung. Bild: März Günzburg (dim).
Am Mittwochabend, kurz nach 18.30 Uhr, riefen die Feuerwehr-Alarmempfänger 90 Wehrmänner und -frauen der Feuerwehren des Bezirkskrankenhauses (BKH), der Stadt Günzburg, Reisensburg und Wasserburg zum Einsatz in das BKH. Das Großaufgebot musste einen angenommenen Brand im Haus 44, in dem forensische Patienten untergebracht sind, bekämpfen.

Die Klinikleitung des BKH wollte mit dieser Ubung die brandtechnischen internen und externen Sicherheitsbedingungen, ein Jahr nach Abschluss der Sicherheitsstufe dieses Gebäudes, überprüfen. Um diese nicht alltägliche Übung so realistisch wie möglich zu gestalten wurde der gesamte Ablauf unter den im Ernstfall üblichen, höchsten Sicherheitsbedingungen durchgeführt. Dies führte dazu, dass auch die Polizei mit einem starken Aufgebot vertreten war, um den außenliegenden Bereich zu überwachen.
Nach dem Alarm – sämtliche Patienten waren vorher über die Übung informiert worden – wurde durch den Diensthabenden in der Sicherheitszentrale binnen zwei Minuten die Evakuierung aller Betroffenen in die Brandabschnitte innerhalb des Gebäudes veranlasst. Zuvor hatte die Station den angenommenen Brand bestätigt. Nach weiteren zehn Minuten wurde die Verlegung in den außenliegenden abgesicherten Bereich vorgenommen. Zunächst fand eine Überprüfung statt, ob auch alle den betroffenen Bereich verlassen haben. Anschließend wurde der Feuerwehr unter der Einsatzleitung von Werkfeuerwehr-Kommandant Manfred Czekalla der Zutritt in das Gebäude ermöglicht, um die erforderlichen Löschmaßnahmen durchzuführen. Mittels der Drehleiter und den weiteren Löschfahrzeugen wurde zusätzlich die Brandbekämpfung von außen in die Wege geleitet.
Das üblicherweise zusätzlich alarmierte BRK stand in Bereitschaft. Es hätte im Ernstfall eventuell verletzte Patienten und Einsatzkräfte versorgen müssen.
Die anwesenden Manöverbeobachter, Kreisbrandrat Robert Spiller, Vertreter der Feuerwehrinspektion, Verwaltungsleiter Wilhelm Losert, technischer Leiter Wilhelm Wilhelm Sicherheitsbeauftragter Thomas Becker, der für das Haus 44 zuständige Pflegedienstleitet Werner Kohl und Dr. Vogel als Vertreter des Chefarztes Forensik, Dr. Baljer, zeigten sich äußerst zufrieden mit der erstmals nach dem Umbau an diesem Gebäude durchgeführten Übung.
Fazit: Das Ziel der Ubung war die Überprüfung der Löschwasserversorgung, die Koordination der eingesetzten Kräfte und vor allem, dass die Sicherheit der Patienten gewährleistet ist und trotzdem Fluchtversuche verhindert werden können. Die Übung zeigte, dass all diesen Kriterien voll und ganz Rechnung getragen werden konnte.

Aus Günzburger Zeitung vom 31. Oktober

Gasflasche entzündet sich – Hof in Flammen
Großeinsatz der Feuerwehr im Donauried

Günzburg (hva).
Zu einem Großeinsatz musste gestern Abend die Feuerwehr Günzburg ausrücken. In einem Aussiedlerhof nordöstlich von Günzburg hatte sich bei Schweißarbeiten eine Gasflasche entzündet und eine Werkstatt in Flammen gesetzt. Da hohe Explosionsgefahr bestand, musste der Hof komplett evakuiert werden. Verletzt wurde niemand.

Wie die Polizei mitteilte, hatte der Besitzer des landwirtschaftlichen Anwesens vor seiner Werkstatt Schweißarbeiten an einem Auspuff durchgeführt. Dazu verwendete er nach Polizeiangaben eine Acetylengasflasche. Als ein Verbindungsschlauch zwischen Schweißgerät und Gasflasche riss, entzündete sich das Gas. Die Werkstatt fing sofort Feuer und brannte vollständig aus.
Die Feuerwehr konnte jedoch durch ihr sofortiges Erscheinen verhindern, dass die Flammen auch auf angrenzende Gebäude übergriffen. Die mehrköpfige Familie war rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Auch nach der Löschaktion bestand laut Polizei hohe Explosionsgefahr. Die erhitzte Gasflasche musste ständig mit Wasser gekühlt werden. Fachleute wurden hinzugerufen, die die Flasche entsorgen sollten. Es entstand ein Sachschaden von rund 5000 Euro.

Aus Günzburger Zeitung vom 11. November
Werkstatt brannte aus

BildEin Sachschaden von rund 5000 Euro entstand am Montagabend beim Brand eines Landwirtschaftlichen Anwesens in Günzburg (GZ berichtete). Bei Schweißarbeiten hatte sich gegen 17.40 Uhr eine Gasflasche entzündet, das Feuer griff auf das Gebäude über. Die Werkstatt brannte vollständig aus. Bild: März

Aus Günzburger Zeitung vom 12. November

Zu schnell in der Kurve: LKW-Anhänger kippt auf B16 um

BildNoch schnell über die gelbe Ampel fahren, wollte gestern Nachmittag ein Lastwagenfahrer, als sein Anhänger dabei ins Wanken geriet und über die rechte Leitplanke und in die Böschung hinunterfiel. Wie die Polizei mitteilt, waren die geladendenen Rollwagen im Anhänger verrutscht, als der Fahrer zu schnell nach links von der Autobahnausfahrt Günzburg auf die B16 einbog. Der Lastwagen selbst blieb – mit dem Anhänger angekuppelt – auf der Straße stehen. Der Fahrer kam mit einem Schrecken davon. Die rechte Spur nach Süden blieb steckenweise kurzfristig gesperrt, da der Anhänger mit einem transportablen Kran wieder auf die Straße gesetzt werden musste. Während des Feierabends kam es zu größeren Verkehrsbehinderungen und zeitweilig auch zum Stau.

Aus Günzburger Zeitung vom 20. November

Feuer im Schlafzimmer: 100000 Euro Schaden
Schlachthausstraße wegen Löscharbeiten länger gesperrt

Gestern Mittag brach in einem Wohnhaus in der   Schlachthausstraße in Günzburg Feuer aus. Die starke Rauchentwicklung   war weithin zu sehen. Bild: März Günzburg (one).
Offenbar im Schlafzimmer eines mehrstöckigen Hauses in der Schlachthausstraße ist gestern Mittag aus noch unbekannter Ursache Feuer ausgebrochen. Es entstand ein Schaden von rund 100000 Euro. Während vier Günzburger Feuerwehren den Brand löschten, war die Straße für den Verkehr einige Stunden lang komplett gesperrt.

Gegen 11.50 Uhr brach nach Angaben der Polizei am Montag in einem Gebäude in der Günzburger Schlachthausstraße, in dessen Erdgeschoss sich eine Bäckerei befindet, Feuer aus – wahrscheinlich in einem Schlafzimmer des Hauses, so die Beamten. Die Leitstelle löste Alarmstufe drei aus. Daraufhin heulten in Günzburg die Sirenen und die Freiwilligen Feuerwehren Günzburg, Reisensburg und Wasserburg sowie die Werksfeuerwehr des Bezirkskrankenhaus Günzburg rückten aus. Zum Einsatz kamen auch mehrere Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes.
Da sich schnell starker Rauch in dem Gebäude entwickelt hatte, bestand zunächst der Verdacht, dass zwei ein- und zweieinhalbjährige Mädchen eine Rauchvergiftung erlitten hätten. Der Notarzt untersuchte die beiden noch vor Ort und gab Entwarnung.

Kriminalpolizei ermittelt

Wegen der Löscharbeiten musste die Schlachthausstraße – eine Hauptstraße von Günzburg in Richtung Leipheim – für einige Stunden komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die Lochfelbenstraße im Industriegebiet umgeleitet. Größere Verkehrsbehinderungen gab es nach Angaben der Polizei jedoch nicht. Bislang ist noch völlig unklar, wie das Feuer in dem Wohn- und Geschäftshaus ausbrechen konnte. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat die weiteren Ermittlungen übermommen. Wie die Polizei mitteilt wird heute möglicherweise auch ein Gutachter der Brandursache nachgehen.

Aus Günzburger Zeitung vom 09. Dezember

Brand in Hochwang fordert zwei Tote
47-jähriger Pflegebedürftiger und seine 62-jährige Schwester kommen in Flammen um – Ursache des Feuers bislang unklar

Im Erdgeschoss des Wohnhauses brach das Feuer vermutlich aus. Die Flammen fraßen sich im Treppenhaus bis ins Dachgeschoss vor. Schaden: rund 100000 Euro. Bilder: Dieter MärzMit einem Großaufgebot rückte die Feuerwehr in der Nacht zum Samstag nach Hochwang aus. Bei dem Brand eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens kamen zwei Menschen ums Leben, ein 21-jähriger Atemschutzträger der Ichenhauser Feuerwehr zog sich durch herabfallende Glut Brandverletzungen am Rücken zu. Von unserem Redaktionsmitglied Thomas Lützel

Ichenhausen-Hochwang
Zwei Tote, einen verletzten Feuerwehrmann und einen Sachschaden in Höhe von rund 100000 Euro hat ein Wohnhausbrand am frühen Samstagmorgen in Hochwang gefordert. Ersten Erkenntnissen zufolge brach das Feuer im Erdgeschoss aus, die genaue Brandursache ist aber bislang nicht geklärt. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Neu-Ulm übernommen. Auch wurde ein Sachverständiger des Landeskriminalamtes hinzugezogen, das Ergebnis seines Gutachtens wird noch in dieser Woche erwartet.

Wie die Polizei weiter mitteilt, brach das Feuer gegen 2 Uhr im Wohnhaus des ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens aus. Nachbarn informierten die Polizei, doch kam jede Hilfe zu spät: der 47-jährige pflegebedürftige Bewohner sowie seine 62-jährige Schwester, die sich in dieser Nacht um ihn kümmerte, kamen in den Flammen ums Leben.
Nach Angaben von Kreisbrandrat Robert Spiller befand sich der Brandherd vermutlich im Zimmer des 47-Jährigen. Von dort breitete sich das Feuer zunächst im Erdgeschoss des Wohnhauses aus und fraß sich dann im Treppenhaus bis ins Dachgeschoss vor. Die beiden oberen Stockwerke blieben – bis auf den Treppenbereich – von den Flammen weitgehend verschont. Sofort machten sich die Atemschutzträger im Haus auf die Suche nach den beiden Personen – unterstützt von Feuerwehrmännern, die über die Drehleiter aus Günzburg ins Dachgeschoss vorstießen. Doch der 47-Jährige und seine 62-jährige Schwester waren bereits tot.
Insgesamt waren in dieser Nacht rund 90 Wehrmänner aus Ichenhausen, Günzburg, Rieden, Deubach und Hochwang im Einsatz. Neben Rettungsdienst und Polizei kümmerten sich drei Notfallseelsorger um die Angehörigen der Opfer. Ein 21-jähriger Atemschutzträger der Freiwilligen Feuerwehr Ichenhausen wurde ins Krankenhaus gebracht. Er hatte sich durch herabfallende Glut Brandwunden am Rücken zugezogen. Laut Kreisbrandrat Spiller wurde der junge Feuerwehrmann nach ambulanter Behandlung wieder aus der Klinik entlassen.

Schaden: rund 100000 Euro

Für seine Kameraden war der Einsatz gegen 5 Uhr beendet – bis auf eine Truppe aus Ichenhausen, welche die Brandwache übernahm. Auch streuten die Floriansjünger Salz auf die Straße, um zu verhindern, dass sich wegen überfrierender Nässe durch Löschwasser ein Unfall ereignet.
Der Schaden am Haus beträgt nach ersten Schätzung der Polizei etwa 100000 Euro. Noch in der Nacht übernahm die Kripo Neu-Ulm die weiteren Ermittlungen. Zur Klärung der Brandursache wurde auch ein Sachverständiger des Landeskriminalamtes hinzugezogen. Das Ergebnis seines Gutachtens soll im Laufe dieser Woche vorliegen.

Aus Günzburger Zeitung vom 29. Dezember

Zwei Tote bei Brand in Wohnhaus
Ichenhausen: 47-jähriger Pflegebedürftiger und seine Schwester kommen in Flammen um

Zwei Menschen starben bei einem Brand in diesem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen. Die Brandursache ist noch unklar; die Kripo ermittelt. Bild: Ulrich Wagner Von unserem Redaktionsmitglied Thomas Lützel

Ichenhausen-Hochwang
Zwei Menschenleben hat in der Nacht zum Samstag ein Brand in einem Wohnhaus im Ichenhauser Stadtteil Hochwang (Kreis Günzburg) gefordert. Für den 47-jährigen pflegebedürftigen Bewohner und seine 62-jährige Schwester, die sich in dieser Nacht um ihn kümmerte, kam jede Hilfe zu spät. Die genaue Brandursache ist noch unklar.

Nach ersten Ermittlungen brach das Feuer gegen 2 Uhr aus – vermutlich im Zimmer des 47-Jährigen. Von dort breiteten sich die Flammen zunächst im Erdgeschoss aus und fraßen sich schließlich im Treppenhaus hoch bis ins Dachgeschoss des ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens. Obwohl sich die Atemschutzträger der Feuerwehr im Haus sofort auf die Suche nach den beiden Personen machten, konnten sie nicht mehr helfen: Der Mann und seine Schwester waren bereits tot.

90 Feuerwehrmänner im Einsatz

Insgesamt waren bei diesem nächtlichen Einsatz etwa 90 Feuerwehrmänner vor Ort, wobei sich ein 21-jähriger Wehrmann aus Ichenhausen durch herabfallende Glut Brandwunden am Rücken zuzog. Laut Kreisbrandrat Robert Spiller konnte der junge Helfer jedoch nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen werden. Um die Angehörigen der beiden Opfer kümmerten sich neben Polizei und Rettungsdienst auch drei Notfallseelsorger.
Der Schaden am Wohnhaus beträgt nach ersten Schätzungen der Polizei etwa 100000 Euro. Noch in der Nacht übernahm die Kripo Neu-Ulm die weiteren Ermittlungen. Zur Klärung der Brandursache wurde auch ein Sachverständiger des Landeskriminalamtes hinzugezogen, das Ergebnis seines Gutachtens soll noch im Laufe dieser Woche vorliegen.

Aus Günzburger Zeitung vom 29. Dezember

Opfer im Schlaf von Feuer überrascht
Nach Wohnhausbrand mit zwei Toten in Hochwang: Polizei schließt Fremdverschulden aus

Ichenhausen/Krumbach (alk).
Warum in der Nacht zum Samstag zwei Menschen bei einem Wohnhaus-Brand im Ichenhauser Stadtteil Hochwang sterben mussten, ist nach wie vor unklar. „Ein Fremdverschulden oder eine Vorsätzlichkeit kann man jedoch ausschließen“, sagte Armin Mayer, Sprecher der Polizeidirektion Krumbach, am Montag. Die beiden Opfer wurden gestern Nachmittag in der Rechtsmedizin in Ulm obduziert.

Das verheerende Feuer in dem etwa 60 Jahre alten Wohnhaus brach gegen 2 Uhr offensichtlich im Zimmer der 47-jährigen Mannes aus, der wie seine 62-jährige Schwester in den Flammen ums Leben kam. „Als Ursache kann alles in Frage kommen – von einer abgebrannten Kerze bis zu einem defekten technischen Gerät“, so Mayer. Laut Polizei handelte es sich bei dem Raum, der sich im Erdgeschoss des Hauses an der Kötzer Straße befindet, um eine Art Pflegezimmer, wo sich der 47-Jährige aufhielt. Er war bettlägerig und rund um die Uhr pflegebedürftig. In dieser Nacht kümmerte sich seine 62-jährige Schwester um ihn. Nicht klar ist, ob die Frau im Zimmer ihres Bruders übernachtete, als die Flammen ausbrachen, oder ob sie erst später auf das Feuer aufmerksam wurde und noch versuchte, ihren Bruder im Nachbarzimmer zu retten. „Das wird wohl nie mehr zu klären sein. Jedenfalls wurden beide Toten in dem besagten Raum im Erdgeschoß aufgefunden“, so Mayer. Wahrscheinlich, so der Polizeisprecher, wurden beide im Schlaf vom Feuer überrascht. Sie atmeten wohl den giftigen Rauch und die Dämpfe ein und wurden dann ohnmächtig. „Genaueres wird die Obduktion ergeben.“

Gesprächsthema Nummer eins

Ein Sachverständiger des Landeskriminalamtes wird nun ein Brandgutachten erstellen, das Aufschluss über die genaue Ursache geben soll. Laut Mayer wird die Studie erst in zwei bis drei Monaten vorliegen. „Nach dem derzeitigen Stand gibt es keine weiteren Ermittlungen gegen eine dritte Person. Es handelt sich wohl wieder einmal um einen tragischen Unglücksfall.“ In ganz Hochwang mit seinen knapp 1400 Einwohner, in Ichenhausen und Umgebung war der Brand auch gestern noch Gesprächsthema Nummer eins. Bei dem Feuer hatte sich, wie berichtet, ein 21-jähriger Feuerwehrmann durch herabfallende Glut Brandwunden an Rücken zugezogen. Es entstand Sachschaden von rund 100000 Euro.
„Eine schlimme Sache.“ Dritter Bürgermeister Franz E. Zenker war am Montag immer noch aufgewühlt und betroffen. Er rückte am frühen Samstagmorgen als einer von 90 Feuerwehrleuten nach Hochwang aus: Zenker fuhr in seiner Funktion als Maschinist die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Ichenhausen. „Als wir ankamen, stand der Raum bereits in vollen Flammen. Die Nachbarn riefen, dass da noch jemand drin liege. Doch wir wussten: Wenn dem tatsächlich so ist, gibt es wenig Rettung.“
Wenig später hatten sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet. Zenker, der die Angehörigen unmittelbar nach dem schrecklichen Unglück besuchte, versprach: „Die Stadt wird die Familie nun so gut wie möglich unterstützen. Sie hat sich stets liebevoll um den Mann gekümmert.“

Aus Günzburger Zeitung vom 30. Dezember