Frontalcrash beim Überholen: Zwei Frauen schwer verletzt

Kötz/Ichenhausen (ilor) – Rund zwei Stunden war gestern Abend nach einem schweren Verkehrsunfall die Bundesstraße 16 zwischen Kleinkötz und Hochwang gesperrt. Erst nachdem die Feuerwehr Ichenhausen das Fahrzeug der Unfallverursacherin aufgeschnitten hatte, konnte die 53-Jährige aus dem Wrack geborgen werden. Sie hat nach Auskunft der Polizei vor allem Hüft abwärts schwere Verletzungen erlitten, schwebt aber nicht in akuter Lebensgefahr.

Zwar war es dunkel, aber die Straße trocken und es herrschte klare Sicht auf der geraden Strecke, als es am Dienstagabend gegen 18 Uhr mal wieder heftig krachte auf der Bundesstraße 16 im Abschnitt zwischen Kleinkötz und Ichenhausen-Hochwang. Eine aus Richtung Kleinkötz kommende 53-jährige Frau hatte beim Überholen offenbar den Gegenverkehr nicht beachtet und stieß „frontal linksseitig“ mit einem aus Richtung Hochwang entgegenkommenden Pkw zusammen, wie Polizeihauptmeister Manfred Strehle sagt.

Beide Autofahrerinnen hatten aber noch möglichst weit nach rechts gelenkt, sodass zwar niemand auf das Bankett kam, die Fahrzeuge jedoch „aneinander vorbeigeschlittert“ sind, so Strehle. Auch die 55-jährige Autofahrerin aus Richtung Hochwang wurde dabei schwer verletzt. Das überholte Fahrzeug blieb unbeschädigt.

Die Unfallautos kamen mit einem Abstand von rund 70 Metern zu stehen, „ziemlich stark deformiert“, wie Polizeihauptmeister Manfred Strehle sagt, der zum Unfallzeitpunkt gerade kurz nach dem Ortsende von Kleinkötz Richtung Ichenhausen unterwegs und deshalb fast unmittelbar nach dem Zusammenstoß am Unfallort war. Drei Minuten später seien auch schon Feuerwehr und Notarzt vor Ort gewesen, berichtet Strehle, jedoch dauerte es rund eine halbe Stunde, bis die 53-Jährige aus ihrem arg demolierten Auto geborgen werden konnte.

Feuerwehr räumte auf

Schnell hatte sich auf der B 16 ein Stau gebildet, in dem Richtung Hochwang noch ein Auffahrunfall mit drei Leichtverletzten passierte. Die Feuerwehren aus Kleinkötz und Hochwang leiteten den Verkehr um und ließen Lkw an einer geteerten Feldwegzufahrt wenden. Rund zwei Stunden dauerte es, bis die Unfallfahrzeuge abtransportiert und die Straße auf einer Länge von rund 70 Metern von Scherben und Fahrzeugteilen gesäubert war – auch das erledigten die Feuerwehrleute.

Aus der GZ vom 24.01.08

Dieser Bericht wird durch den KFV Günzburg bereitgestellt.