Sturm fegt mit 97 Stundenkilometern über die Region

Landkreis – Vor allem die Günzburger hat der Sturm in der Nacht zum gestrigen Montag erwischt. Bis in die Morgenstunden hinein fegten Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 97 Stundenkilometern über die Region. Sie rissen Bäume und Straßenschilder mit sich.

Am Sonntag gegen 20.40 Uhr gingen in der Wörthstraße in Günzburg die Lichter aus, während in der Lochfelbenstraße mehrere Bauzäune „umgerissen“ wurden, wie Polizeihauptkommissar Ernst Saumweber erklärt. Dort war es kurz zuvor zu einem Verkehrsunfall gekommen. Ein 43-jähriger Mann hatte gegen 20 Uhr bemerkt, dass ein Baum quer über der Straße lag. Er warnte eine Autofahrerin, die von der B16 heranfuhr und lotste sie um den Baum herum. Ein zweiter Fahrer näherte sich mit seinem Wagen von der Heidenheimer Straße. Laut Polizei erkannte er die Situation jedoch zu spät und fuhr gegen den Baum. Dabei wurde ein Ast gegen den Fuß des 43-jährigen Mannes geschleudert. Ein anderer Ast traf das Auto der Frau. Der Anwohner wurde wegen einer Prellung im Krankenhaus versorgt. Den Baum zersägte die Feuerwehr anschließend.

Anstrengende Nacht

Doch war das nicht der einzige Einsatz, den die Feuerwehr zu bewältigen hatte. „Bei Nornheim blockierte ein Baum die Straße“, berichtet der Günzburger Feuerwehr-Kommandant Christian Eisele. Außerdem mussten zwei Bäume gespalten und abgetragen werden, weil sie umzufallen drohten. „Eine anstrengende Nacht“, bilanziert Eisele. Auf dem Weihnachtsmarkt fegte der Sturm einige Christbäume über den Marktplatz. Bauhof-Mitarbeiter kümmerten sich um den Schaden. „Die Bühne vom Weihnachtsmarkt hatten wir sicherheitshalber zusammengeklappt“, berichtet Ordnungsamts-Chef Helmut Stammer.

Auch die Leipheimer hatten mit den Folgen des Sturmes zu kämpfen. Dort fiel der Strom gegen 20.45 Uhr aus. Im Schlosshof riss eine Böe den etwa sechs Meter hohen Christbaum um. Laut Bauamtsleiter Jürgen Mösle wurde der Baum gleich wieder aufgerichtet, ehe in der Nacht heftige Windstöße kamen.

Umgestürzte Bäume blockierten auch bei Kissendorf und zwischen Maria Vesperbild und Langenneufnach (Kreis Augsburg) die Verkehrswege. Wesentlich ruhiger ging es laut Stefan Müller in Burgau zu. Dem Dienststellenleiter der dortigen Polizeiinspektion waren am Montag keine größeren Schäden bekannt. Es seien nur einige Umleitungsschilder umgekippt, so Stefan Müller.

Erst gestern Vormittag ließen die Böen allmählich nach. Das bestätigt Martin Melber, Wetterdiensttechniker der Wetterwarte in Stötten bei Geislingen.

„Vorerst bleibt es mild“, kündigt er an. Donnerstag soll es aber wieder windiger werden. Melber: „Ab Freitag gibt es teilweise ergiebige Niederschläge mit Sturmböen bis in die Niederungen.“

Aus der GZ vom 02.12.07

Dieser Bericht wird durch den KFV Günzburg bereitgestellt.