Zeitungsbericht über die Inspektion

Kritik nur wegen der engen Platzverhältnisse im Gerätehaus Inspektion Feuerwehr Günzburg erhält aus berufenem Munde viel Lob
Günzburg | dim | Ihr Können und ihre Leistungsbereitschaft hat die Freiwillige Feuerwehr Günzburg bei der turnusmäßig alle drei Jahre fälligen Inspektion unter Beweis gestellt. Neben einer fünfstündigen Überprüfung des Zustandes des Feuerwehrhauses und sämtlicher Gerätschaften haben die Inspektoren Kreisbrandrat (KBR) Robert Spiller, Kreisbrandinspektor (KBI) Gerhard Hillmann, Kreisbrandmeister (KBM) Albert Müller und die Feuerwehr-Frauenbeauftragte Margit Thalhofer ein ganz besonderes Augenmerk auf den Ausbildungsstand und die Einsatzbereitschaft der Mannschaft gelegt.

Für die Instandhaltung der Feuerwache und den Pflegezustand der Gerätschaften, beides wurde mehrere Stunden von KBM Müller akribisch überprüft, gab es uneingeschränkt Bestnoten. Kritik übte Müller an den beengten Verhältnissen im Feuerwehrhaus: Für zwölf Fahrzeuge und sechs Anhänger stehen nur elf Stellplätze zur Verfügung.

Zur Leistungsprüfung auf dem Volksfestplatz in Günzburg mit anschließender Einsatzübung bei der Firma Munk im Industriegebiet meldete Stadtbrandinspektor und Kommandant Christian Eisele KBR Spiller 56 der insgesamt 87 aktiven Feuerwehrmänner und -frauen. Sowohl die zwei Gruppen im Löscheinsatz als auch die beiden Gruppen Technische Hilfeleistung und die Gruppe Gefahrgut spulten die vorgegebenen Aufgaben routiniert und ohne Beanstandungen ab. Auch die angetretenen Jugendfeuerwehrler bewiesen mit Stiche und Knoten ihr Können.

Einsatzübung unter realistischen Bedingungen

Höhepunkt der Veranstaltung war die unter realistischen Bedingungen inszenierte Einsatzübung bei der Schreinerei der Günzburger Steigtechnik Munk. Das Brandobjekt war zuvor nicht bekannt. Während die Löschgruppen am Boden hunderte Meter Schlauch verlegten und das angenommene Feuer, unterstützt aus luftiger Höhe durch die Drehleiter, bekämpften, suchten die Spezialisten der Atemschutzgruppen das Gebäude nach eingeschlossenen und verletzten Personen ab.

Nicht nur die Feuerwehr-Inspekteure, auch Zweiter Bürgermeister Anton Gollmitzer und Feuerwehrreferent Ferdinand Munk sowie Stadtrat Berthold Feil zeigten sich beeindruckt von der Bekämpfung dieses Szenarios, das den hohen Ausbildungsstand und das kompakte Wissen verdeutlichte. Munk betonte, dass solch eine Inspektion für eine Stützpunktwehr eine Pflichtveranstaltung sei und die eingesetzten Günzburger Kräfte wieder einmal unter Beweis stellten, dass die Bürger von Günzburg bei dieser Top-Truppe beruhigt schlafen können. Als Stadtrat und Feuerwehrreferent zeigte er sich zuversichtlich, dass bei der übernächsten Inspektion die beengte Misere im Gerätehaus durch einen Neubau beendet sein könnte. Man habe das Vorhaben bereits ins Auge gefasst.

In der Manöverkritik, die auf dem Areal des Gerätehauses abgehalten wurde, äußerte sich Spiller – der hochrangigste Feuerwehrmann im Kreis – beeindruckt vom überdurchschnittlichen Leistungsstand der Stützpunktwehr und der fehlerfrei verlaufenen Überprüfung. Der Kommandant ließ das Lob so nicht auf sich sitzen und stellte fest, dass das hervorragende Prüfungsergebnis ohne seine Super-Truppe nicht möglich gewesen wäre.