Großeinsatz in Ellzee: Bauernhaus in Flammen

Sieben Feuerwehren kämpften gestern gegen den Brand an

Ein Raub der Flammen wurde gestern Nachmittag ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen am südwestlichen Ortsrand von Ellzee. Aus noch ungeklärter Ursache hatte der Dachstuhl zu brennen begonnen. Drei Kinder, die bei Ausbruch des Feuers offenbar im Dachgeschoss Billard gespielt hatten, kamen mit leichten Rauchvergiftungen noch einmal glimpflich davon.

Um 16.12 Uhr gingen gestern die Sirenen. Bereits von der B16 war die starke Rauchentwicklung zu sehen, teilte Kreisbrandrat Robert Spiller mit, der als einer der ersten Feuerwehrleute vor Ort eintraf. „Aus allen Ritzen aus dem Dach ist Rauch herausgequollen“, erzählte er. Warum das umgebaute Bauernhaus plötzlich in Flammen stand, ist noch nicht geklärt. Spiller berichtete, dass offenbar im Dachstuhl drei Kinder Billard spielten, als es plötzlich zu einer Verpuffung kam. Sie konnten das Haus jedoch noch rechtzeitig verlassen und mussten lediglich wegen leichter Rauchvergiftungen behandelt werden. Die Feuerwehren aus Ellzee, Stoffenried, Hausen, Ichenhausen und Wattenweiler versuchten über eine Drehleiter, das Feuer mit Wasser aus dem örtlichen Wassernetz und der Günz zu löschen. Später rückte noch die Feuerwehr aus Günzburg mit einem Spezialschaum an. Gegen 18 Uhr war das Feuer weitgehend eingedämmt, für letzte Löscharbeiten wurde aber zusätzlich noch die Feuerwehr aus Krumbach nachalarmiert.

Hoher Schaden

Insgesamt waren laut Kreisbrandmeister Helmut Werdich an die 110 Mann mit 22 Feuerwehrfahrzeugen, elf Wasserstrahlrohren, zwei Drehleitern und zwei Wärmebildkameras im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit weiteren sechs Mann vor Ort. Den Sachschaden schätzt die Polizei nach ersten Auskünften auf mindestens 150 000 bis 200 000 Euro. Die Kripo Neu-Ulm hat die Ermittlungen übernommen.

Aus der GZ vom 16.04.07

Dieser Bericht wird durch den KFV Günzburg bereitgestellt.