Salzsäure-Nebel auf dem Werksgelände

Vorfall bei Arkema in der Nacht – Keine Verletzten

Zwischenfall bei der Niederlassung Günzburg der Arkema GmbH: In der Nacht zum gestrigen Freitag ist auf dem Werksgelände im Stadtteil Wasserburg aufgrund eines technischen Defekts ein Salzsäurenebel ausgetreten. Das teilte die Firma mit. Verletzt wurde niemand.
Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag gegen 23.30 Uhr. In der Chlorierungsanlage auf dem Werksgelände von Arkema kam es durch einen technischen Defekt in der Absaugung zu einer Freisetzung von Salzsäurenebel, so Niederlassungsleiter Ralf Wittlinger. Salzsäure entsteht in der Niederlassung bei der Herstellung von Säurechloriden. Ihre Nebel haben je nach Konzentration eine mehr oder weniger ausgeprägte Reizwirkung auf die Schleimhäute der Augen und der oberen Atemwege.
Reaktion sofort unterbrochen
Die Störung sei durch das anwesende Personal sofort erkannt worden. Die Reaktion wurde unterbrochen. Über die Pforte und die Polizei wurde vorsorglich die Werksfeuerwehr alarmiert. „Die Freisetzung konnte nach kurzer Zeit – etwa fünf Minuten – gestoppt werden. Sie beschränkte sich auf das Werksgelände“, berichtete Wittlinger. Bei dem Vorfall gab es keine Personenschäden, weder Nachbarn noch Mitarbeiter der Arkema GmbH wurden verletzt. Es entstand auch kein Sachschaden.
Feuerwehren und BRK vor Ort
Die um 23.45 Uhr eintreffenden Einsatzkräfte – die Werksfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Wasserburg und Günzburg sowie das Rote Kreuz – mussten keine Unter- stützung mehr leisten. Die zuständigen Behörden wurden laut Niederlassungsleiter über den Vorfall informiert. Die genauen Ursachen für den technischen Defekt werden zurzeit in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden untersucht. „Wir bedanken uns bei den Einsatzkräften, die in der Nacht vor Ort waren, für die schnelle Reaktion und entschuldigen uns bei unseren Nachbarn für die eventuelle Störung der Nachtruhe“, so Wittlinger.

Aus der GZ vom 05.08.06

Dieser Bericht wird durch den KFV Günzburg bereitgestellt.