Gestern: Sechs Verletzte und lange Staus

Auto überschlägt sich auf A8 Hilfskräfte im Großeinsatz

Günzburg/Burgau (alk).

Ein
spektakulärer Unfall auf der Autobahn hat gestern am späten Nachmittag
zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten
geführt. Kurz vor Burgau überschlug sich ein Fahrzeug, das mit sechs
Personen besetzt war, mehrfach. Alle Insassen – drei Frauen und drei
Kinder – wurden mittelschwer verletzt. Sie kamen ins Günzburger
Kreiskrankenhaus. Die A8 musste wegen der Landung eines
Rettungshubschraubers kurzzeitig gesperrt werden. Bis in den Abend
staute sich der Verkehr auf beiden Fahrtrichtungen.

Sonntag,
16.21 Uhr: Bei der Autobahnpolizei Günzburg geht der erste Notruf ein.
Zwischen den Anschlussstellen Günzburg und Burgau hat sich in Richtung
München ein Auto überschlagen, mehrere Insassen sind eingeklemmt. Die
Polizei löst Großalarm aus.

Wie sich später herausstellt, ist
der Wagen – ein Mercedes Kombi – mit einer türkischen Familie besetzt:
Darin sitzen die 78-Jährige Großmutter, zwei Mütter im Alter von etwa
36 Jahren sowie ihre drei Kinder im Alter von fünf, sieben und neun.
Die Gruppe hat an einer Hochzeitsfeier in Ludwigshafen teilgenommen und
will zurück nach München. Am Steuer sitzt eine 36-jährige Frau. Sie
gerät vermutlich aus Unachtsamkeit ins Schleudern. Ihr Wagen kracht
kurz vor der Bogenbrücke gegen die Leitplanke auf dem Mittelstreifen,
überschlägt sich mehrfach und bleibt auf dem Dach liegen. Ein Pkw auf
der Gegenfahrbahn wird durch herumfliegende Teile beschädigt.

Hubschrauber landet

Die
sechs Insassen, allesamt türkischer Abstammung, können sich befreien.
Sie haben mittelschwere Verletzungen erlitten. „Nur die wenigsten waren
angeschnallt“, berichtet Xaver Büchele von der Autobahnpolizei am
Sonntagabend. Im Wagen war nur ein Kindersitz vorhanden, ein Mädchen
saß auf dem Schoß ihrer Mutter. Im Einsatz sind der
ADAC-Rettungshubschrauber, eine Vielzahl von Rettungswagen und
Notärzten aus der gesamten Umgebung, die Freiwilligen Feuerwehren
Burgau und Günzburg, die Autobahnpolizei sowie das THW. Weil an der
Unfallstelle die Fahrbahndecke der A8 erhebliche Schäden erlitten hat,
verständigt die Polizei die Autobahnmeisterei. „Sie entscheidet, ob die
Fahrbahn an dieser Stelle in den nächsten Tagen abgefräst oder sogar
neu geteert werden muss“, so Hauptkommissar Büchele.

Während der
Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten bildet sich in Richtung
München ein bis zu zehn Kilometer langer Stau, der sich erst am späten
Abend auflöst. In Richtung Stuttgart stockt der Verkehr durch
Schaulustige auf drei Kilometern. Der Gesamtschaden beträgt mindestens
16500 Euro.

Aus Günzburger Zeitung vom Artikel vo