Großeinsatz: Wald steht in Flammen


Brand bei Scheppach: Sieben Feuerwehren gestern im Einsatz

Jettingen-Scheppach (hva).

Zu
einem Großeinsatz bei Scheppach östlich der Kirche Allerheiligen wurden
gestern Nachmittag gleich sieben Feuerwehren gerufen. Die Bäume auf
einer aufgeforsteten Lichtung im so genannten Weihergehau standen
lichterloh in Flammen. Wie die Polizei mitteilte, hatten dort Landwirte
am Vortag Reisig verbrannt und offensichtlich nicht richtig gelöscht.
Nach rund eineinhalb Stunden war der Brand unter Kontrolle.

Um
15 Uhr ging gestern Nachmittag der Notruf bei den Feuerwehren ein.
Einer der Verantwortlichen, die am Vortag nahe der Lichtung – laut
Polizei mit Genehmigung – Reisig verbrannt hatten, war noch einmal an
den Ort zurückgekehrt und musste feststellen, dass der Wind die Glut
neu entfacht hatte. Umgehend alarmierte er die Feuerwehr. Mit 18
Fahrzeugen und 110 Mann rückten die Wehren aus Jettingen, Scheppach,
Burgau, Burtenbach, Günzburg, Offingen und Oberwaldbach aus.
Unterstützt wurden sie zusätzlich von ortsansässigen Landwirten, die
mit vier riesigen Güllefässern Wasser antransportierten. Den
Floriansjüngern bot sich zum Teil eine brenzlige Situation, da der Wind
die Feuerfront immer weiter vorantrieb. „Die Flammen waren bis zu fünf
Meter hoch“, berichtete Kreisbrandrat Robert Spiller. Nach rund
eineinhalb Stunden war der Brand, der sich auf einer Fläche von 150 auf
300 Meter ausgebreitet hatte, unter Kontrolle. Vorsichtshalber hielt
die Freiwillige Feuerwehr Jettingen bis 24 Uhr Nachtwache, um ein
erneutes Aufflammen zu verhindern. Über die Schadenshöhe war bis
Redaktionsschluss nichts bekannt. Gegen die Verantwortlichen, die das
Reisig verbrannt hatten, ermittelt jetzt die Polizei .

Aus Günzburger Zeitung vom 06.04.2005