40-Tonner kippt um: Er

hatte Schlacke geladen

Burgau (alk). Gestern hatten Auto- und Lastwagenfahrer
auf der A8 ausnahmsweise einmal
Glück: Gegen 15.10 Uhr kippte etwa drei
Kilometer vor der Anschlussstelle Burgau ein
französischer 40-Tonner um – allerdings nicht
mitten auf die Fahrspuren in Richtung Stuttgart,
was ein Verkehrschaos ausgelöst hätte,
sondern acht Meter jenseits der Autobahn unmittelbar
neben einem Feldweg. Der Fahrer
kam mit dem Schrecken davon. Vorsorglich
wurde ein Rettungswagen verständigt. Die
Autobahnpolizei Günzburg entschied in Absprache
mit der Autobahnmeisterei, dass der
Brummi erst gegen 20 Uhr geborgen wurde,
wodurch der Berufsverkehr unbehindert
blieb. Dazu musste die A8 in Richtung Stuttgart
gestern Abend zwischen Zusmarshausen
und Burgau einseitig gesperrt werden. Bis dahin
kümmerte sich ein Abschleppunternehmen
um die Bergung der Ladung: Nach Auskunft
der Polizei handelte es sich dabei um 24
Tonnen Aluminiumschlacke in Brockenform,
die kein Gefahrgut darstellten. Deswegen
musste keine Feuerwehr und auch kein THW
alarmiert werden, so ein Polizeisprecher. Die
Ladung konnte ohne Beeinträchtigung des
Verkehrs an dem Feldweg umgeladen werden.
Der Sachschaden ist noch nicht bekannt.

Aus Günzburger Zeitung vom 14.01.2005

Sattelzug hatte Gefahrgut geladen, das bei Regen giftige Dämpfe freisetzte

Der 40-Tonner, der auf der A 8 bei Burgau umgekippt
war (GZ berichtete) hatte rund 24 Tonnen
aluminiumhaltige Salzschlacken geladen.
Die Ladung erwies sich im Verlauf der
Bergung als gefährlicher als zunächst anhand
der Ladepapiere angenommen werden konnte.
Aufgrund einsetzenden Regens reagierten
die Inhaltsstoffe der Schlackenbrocken und
setzten laut Polizei Methangas und Ammoniakdämpfe
frei. Da Vergiftungen der eingesetzten
Kräfte nicht auszuschließen waren, wurden
vier Mitarbeiter der Abschlepp- bzw. Entsorgungsfirmen
im Kreiskrankenhaus Günzburg
untersucht, es kam glücklicherweise zu
keinen Verletzungen. Die Feuerwehren Burgau
und Günzburg wurden zur Gefahrenabwehr
eingesetzt. Hinsichtlich der weiteren Behandlung
des gesicherten Ladungsgutes wurde
das Landratsamt Günzburg eingeschaltet.
Insgesamt entstand ein Schaden von rund
40 000 Euro. Der Fahrer wurde erst nach Hinterlegung
einer Sicherheitsleistung entlassen.
Gegen die Transportfirma in Frankreich wurden
Ermittlungen wegen unzureichender Deklaration
des Transportgutes eingeleitet. Erst
in der Nacht zum Freitag gegen 2.15 Uhr war
die Unfallstelle komplett geräumt. Bild: zw

Aus Günzburger Zeitung vom 15.01.2005